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1Dez/075

Magnetfeldgenerator gegen Kalk – ob’s hilft?

Nachdem ich mir jetzt schon ein paar Monate lang anhören musste, dass das alte Kalkschutzgerät nicht mehr funktionieren würde haben wir diese Woche einen neuen Magnetfeldgenerator von Conrad Elektronik bekommen. Den Generator habe ich mittlerweile angebracht und auf "Automatik" Betrieb gestellt. Etwas komisch war für mich die Installation, bei der man das Gehäuse erstmal aufschrauben musste, da man sonst nicht an die Löcher zur Montage an der Wand herankommt.
Beim "Automatik" Betrieb wird übrigens folgendes Programm durchgeführt:

  • zwei Stunden Rohrreinigung (abwechselnd die Frequenzen 1 kHz, 3 kHz, 5 kHz)
  • 5 Tage mit 1 kHz
  • zwei Stunden Rohrreinigung
  • 5 Tage mit 3 kHz
  • zwei Stunden Rohrreinigung
  • 5 Tage mit 5 kHz

Installiert man das Gerät zum ersten Mal und besitzt noch stark verkalkte Leitungen, so sollte man zuerst 4 Wochen lang nur die Rohrreinigung laufen lassen (zumindest laut Bedienungsanleitung). Ob es wirklich was bringt... Mal schauen, zumindest ist es möglich mit Wechselstrommagnetfeldern Kalk Kristallite umzukonfigurieren.
Hier mal ein Bild von dem installierten Gerät:

Magnetfeld Generator

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Kommentare (5) Trackbacks (1)
  1. Ist ja interessant. >Das Gerät funktioniert (meist) und jeder weis warum es nicht geht. Und die Erde ist eine Scheibe, wie jeder auf einem Berg sehen kann. Die Geräte werden als Kalkumwandler beschrieben. Das ist mit Sicherheit falsch. Wie könnte die Wirkung verursacht sein ? Muss man dazu die Chemie neu erfinden ? Ich versuche es mal ohne Neuerfindung.
    Im Wasser gelöste Stoffe sind unsichtbar. Beispiel Zucker, Salz. Die Teilchen sind so klein das sie mit Licht von 550nm nicht erfassbar sind. Sind sie etwas größer so wird die Lösung trüb und hat den Tyndal Effekt. Warum sind die einen Teilchen so klein , und andere nicht, wie der Kalk ? Kalk ist auch im Wasser löslich, wenn CO2 da ist ! Man spricht vom Kalk-Kohlensäure Gleichgewicht und beschreibt das mit der Formel CaCO3 + CO2 + H= CaH(CO3)2 .
    Die rechten Teilchen sind kleiner als die auf der linken. Im Wasser liegt das Hydrogenkarbonat vor, das unsichtbare.
    Der Trick liegt darin das CO2 aus der rechten Verbindung raus zu kriegen. Anscheinend ist ein Magnetfeld in der Lage die Hydrathülle um das Hydrogenkarbonat zu sprengen.( durch ausrichten, das kann ich aber nicht nachweisen) Dann können sich die Hydrogenkarbonatteilchen zusammenlagern (=kristallisieren, niedrigeres Energieniveau) und CO2 abspalten. Das ist alles.
    Die Folge, es liegen sehr schnell sehr viele Kristillisationskeime vor. Sie haben wieder eine Hydrathülle, sind aber viel größer als vorher. Sie sind nicht stabil, sondern lagern sich im Laufe der Zeit zu Kalziten zusammen, also harter Kalk. Bis dahin bleibt der feine Kalk Im Wasser und wird ausgespült. Es ist noch unter der Sichtbarkeitsgrenze. Erst Kalzit ist sichtbar.
    Wie wir gesehen haben ist jetzt das Gleichgewicht auf der linken Seite, es besteht ein CO2 Überschuss. So lange bis der Wasserdruck gesenkt wird, am Wasserhahn. Dort fällt der Kalk aus. Der CO2 Überschuss greift ausgefallenen Kalzit an und löst ihn auf und vom Untergrund ab.
    Man kann die beobachtete Wirkung auch ohne Kristallumwandlung erklären.
    Es grüßt Luke Skywalker

  2. Danke fuer die ausfuehrliche Beschreibung. Ich halte mich mittlerweile doch eher daran: http://www.elektronikinfo.de/magnete/wasserenthaertung.htm Scheint also wohl eher nichts wissenschaftlich nachweisbares zu ergeben.

  3. Hallo Octoate,
    der link zur elektronikinfo hat mir sehr geholfen. Erstmal alle Vertreterbesuche abgesagt.
    Stehe jetzt zwar wieder am Anfang mit meinem Kalkproblem, Einfamilienhaus mit sehr kalkhaltigem Wasser. Ich hoffe wenn ich den Artikel genau studiert habe
    finde ich einen Lösungsansatz. Oder wer kann mir einen heißen Tipp geben?

  4. Also ich habe das Thema leider nicht weiter verfolgt, sodass ich dir da leider keine weiteren Hinweise geben kann. Vielleicht meldet sich ja noch jemand, der mehr weiss.

  5. Hallo,

    das schrieb ich einem Hersteller von sehr teueren Geräten nach dem Prinzip der Opferanode, der mich zum Kauf überreden wollte:

    Sehr geehrter Herr *Nameunkenntlichgemacht*,

    am Wochenende baute ich ein zusätzliches Abstellventil in ein 20 Jahre altes Wasserleitungsrohr ein (s. angehangene Datei), was sagen Sie dazu?,

    2 billige magnetische Kalkumwandler (unter 10 Euro, nur ein paar Watt Verbrauch) baute ich im Abstand von 2 m vor 20 Jahren ein, das eine pulsiert mit ca. 0,5 Hz, das andere erzeugt ein konst. Magnetfeld, weil wir sehr hartes Wasser haben.

    Es klappt, kein Kalk, nicht einmal Rost ist zu sehen. (Interessenten kann ich das Foto vom Rohrstück per e-mail senden)
    In dieser Zeit hätte Ihre Opferanode längst erneuert werden müssen !

    Auch andere stellten das fest:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Wasse

    Für solche Verfahren, die mittels elektrischer oder magnetischer Felder die Struktur der Kalkkristalle so verändern sollen, dass eine Ablagerung an Rohren vermindert ist, existiert außer einer Dissertation[1] kein systematischer wissenschaftlicher Nachweis der Wirksamkeit. Aber die Stiftung Warentest veröffentlichte im Januar 2000 eine Untersuchung derartiger Wasserbehandlungsgeräte. Es konnte keine im chemischen Sinn “enthärtende” Wirkung festgestellt werden, jedoch bei 3 von 13 getesteten Geräten eine Verminderung der Kalkablagerung in Elektroboilern.

    ——————————–

    Ihre Opferanode Zn geht in Lösung, verbraucht sich mit der Zeit und gibt Elektronen ab, das zu schützende Metall wird mit der Opferanode leitend verbunden. Es entsteht ein Primärelement, bei dem das zu schützende Metall als Kathode und das unedlere Metall als Anode fungiert. Dabei fließt ein Strom in Richtung des zu schützenden Metalls. Statt diesem gibt jetzt das unedlere Opferanoden-Metall seine Elektronen an den Sauerstoff ab, wird oxidiert und geht in Lösung. Das Wasser ist in diesem Lokalelement der Elektrolyt, der den Transport der geladenen Teilchen ermöglicht und so den Stromkreis schließt. Die Opferanode wird mit der Zeit verbraucht und muss erneuert werden, damit der Korrosionsschutz erhalten bleibt.

    Bei beiden Verfahren wird die Wasserhärte unwesentlich / so gut wie nicht verändert.

    Nun habe ich Sie genug “geärgert, man muss auch einmal verlieren können”, bei mir stimmt das das Preis-/Leistungsverhältnis.

    Einen schönen Tag noch
    Kado


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