Autoradio: Display entspiegeln
Nach langer Zeit habe ich mich dazu durchgerungen, mir ein neues Autoradio zu kaufen. Wenn man immer noch mit einem Kassettendeck und einer Adapterkassette für den MP3 Player herumhantieren muss ist das nur zu verständlich. Also habe ich mir ein neues Autoradio mit Freisprecheinrichtung, Bluetooth, USB und allem möglichen Schnickschnack zugelegt, um mal wieder auf dem neusten Stand der Technik zu sein. Auch die Displayfarbe lässt sich an meine bisherigen Instrumente im Auto anpassen und ich bin eigentlich ganz zufrieden mit dem Radio bis auf das eigentliche Display. Irgendwie scheint man mittlerweile selbst bei Autoradios der Meinung zu sein, dass man ein Display, genau wie beim PC, nicht mehr entspiegeln müsse. Das Problem war dann, dass man tagsüber relativ schlecht das Display erkennen konnte, also musste eine Lösung her, die das Problem beseitigt.
Meine Wahl fiel dabei auf ganz einfache Displayfolie für ein Mobiltelefon – in meinem Fall die eine ‘dipos Displayschutzfolie’, die ich dann auf die Größe des Displays zugeschnitten habe. Um beim Zuschnitt der Folie möglichst genau arbeiten zu können, habe ich die Abmessungen des Displays ausgemessen und mit dem Programm Inkscape einen Rahmen gezeichnet, der genau die Abmessungen umfasst. Andere Programme, mit denen sich Rahmen mit genauen Längen- und Breitenangaben anlegen lassen, funktionieren natürlich auch. Danach nur noch schnell ausgedruckt, Displayfolie mit Klebestreifen auf dem Papier über dem Rahmen befestigt, möglichst genau ausgeschnitten und auf das Display geklebt. Das Resultat überzeugt. Zwar verliert man etwas Kontrast, dafür ist es mit der Spiegelung endgültig vorbei und man kann auch tagsüber das Display gut ablesen. Dadurch, dass ich die Folie relativ genau zugeschnitten habe, ist sie auch kaum sichtbar und fällt nur auf, wenn man ganz genau darauf achtet.
Hier ein Foto, das ich im Dunkeln aufgenommen habe:
Ich bin jedenfalls mit dem Ergebnis sehr zufrieden.
3D Druck im Selbsttest
In letzter Zeit hört man ja viel von 3D Druck. Das sei die Zukunft, denn wenn wir in Zukunft Ersatzteile brauchen, dann drucken wir die auf unserem 3D Drucker, den wir natürlich zu Hause stehen haben, einfach selbst aus. Die 3D Dateien, die für das Ersatzteil benötigt werden, werden einfach beim Hersteller heruntergeladen – vielleicht zu einem gewissen Entgeld – mal schauen, wie sich das entwickelt.
Schöne neue Welt, oder
? Ich finde das Konzept dahinter jedenfalls großartig und will hier gar nicht groß auf die unterschiedlichen Druckverfahren eingehen, aber da mich das Ganze schon interessiert, habe ich es vor kurzem mal getestet und zwar mit meinem Logic Analyzer. Vor einiger Zeit hatte ich mir bereits den Open Logic Sniffer Logic Analyzer gekauft, allerdings fehlte bisher immer das passende Gehäuse dafür. Durch Zufall bin ich in einem Forumbeitrag dann über ein 3D Modell für ein Gehäuse bei Thingiverse – quasi eine Open Source Platform für 3D Modelle - gestolpert und habe mir die entsprechenden Dateien heruntergeladen, mit denen ich mir ein entsprechendes Gehäuse drucken lassen kann. Nach ein wenig Sucherei nach einem guten 3D Druckservice bin ich dann bei Shapeways gelandet, da hier jede Menge Informationen und eigene Modelle zur Verfügung gestellt werden und die Seite einen übersichtlichen Eindruck machte. Für etwas mehr als 20 EUR habe ich dann bei 3D Gehäuse Modell bestellt und nach ungefähr zwei Wochen war es dann auch bei mir.
Um es kurz zu machen: Ich bin sehr zufrieden. Für einen Prototypen ist der Preis sehr angemessen und mit einer solchen Robustheit des Gehäuses hätte ich auch nicht gerechnet. Das Material selbst ist ein wenig rau, aber das hatte ich letztendlich selbst so bestellt (zum Testen habe ich natürlich das günstigste genommen
). Nun fehlt nur noch eine Plexiglasscheibe als Abdeckung, die mir aber ein Arbeitskollege netterweise bereits zur Verfügung gestellt hat. Und so sieht das Ding mittlerweile aus:
Wenn ihr übrigens selbst mal selbst ein 3D Modell drucken lassen wollt, dann schaut mal bei Thingiverse (Link oben) vorbei. Da findet man jede Menge Vorlagen und außerdem kann ich noch die c’t Ausgabe 15/2011 empfehlen, da hier beschrieben wird, wie man mit Googles SketchUp 3D Modelle für den 3D Druck erstellen kann. Probiert es mal aus, es lohnt sich definitiv!
Heute vor 20 Jahren – Simpsons im ZDF
Und? Wer erinnert sich daran was heute vor 20 Jahren stattgefunden hat? Ok, da muss man schon ein echt guter Fan sein, aber heute vor 20 Jahren kam die deutsche Erstausstrahlung der Simpsons im ZDF. Ja, genau – die Simpsons liefen anfangs auf einem öffentlich-rechtlichen Sender. Los ging es übrigens damals um 18.20 Uhr, also etwas später als heute.
Das Datum ist für mich relativ leicht zu merken, da wir auf unsere Mülltonne einen Aufkleber gepappt haben. Mittlerweile ärgere ich mich darüber, denn der Aufkleber würde bei einem Auktionshaus bestimmt den ein oder anderen Euro bringen
.
UPDATE: Tja, da war ich wohl zu voreilig und habe doch tatsächlich noch einen vollkommen unbeschädigten, nagelneuen Aufkleber gefunden. Freue mich natürlich tierisch darüber und den klebe ich bestimmt nicht mehr irgendwo drauf.
Neues Digitalmultimeter
Ab und an muss auch mal was erneuert werden, auch wenn das alte noch funktioniert. Aus diesem Grund habe ich mir erstmal ein neues Digitalmultimeter gekauft. Bisher hatte ich ein Digitalmultimeter von Knopex, mit dem ich eigentlich ganz zufrieden war, aber mittlerweile sind so Funktionen wie Autorange, Min/Max/Avg Berechnung oder auch der Anschluss an einen PC. Kurz, ich habe mir ein neues UNI-T UT61C gekauft. Für meinen Hobbybedarf absolut ausreichend.
Mit dem neuen Multimeter bin ich eigentlich auch ganz zufrieden, allerdings ist mir direkt aufgefallen, dass die Samplegeschwindigkeit des neuen Multimeters langsamer als die des Knopex ist. Für mich ist das nicht weiter schlimm, da ich notfalls noch mein altes Digitalmultimeter habe, aber für jemanden, der professionell damit arbeiten möchte, greift mit Sicherheit zu einem besseren Gerät. Bisher habe ich es auch noch nicht geschafft das Multimeter unter Linux zu verwenden, aber es wird schonmal erkannt. Das werde ich aber auch sicherlich noch hinbekommen…
Child of Eden = REZ 2 – abstraktes Spiel bekommt Nachfolger
Kann sich noch jemand an REZ erinnern? REZ ist ein relativ abstraktes Spiel, bei dem man sich in jedem Level Stück für Stück auf den Endgegner zubewegt und dabei Gegner bekämpft. Je näher man dabei dem Endgegner kommt, desto detaillierter wird sowohl die Grafik als auch die Musik. Das Spiel selbst gab es auf der Sega Dreamcast, der Sony Playstation 2 und der Microsoft XboX 360. Die erste Version wurde 2001 für die Sega Dreamcast veröffentlicht.
Da man das alles irgendwie recht schwer beschreiben kann, hier ein Video der Dreamcast Version:
Durch Zufall habe ich vor kurzem mitbekommen, dass der verantwortliche Game Designer Tetsuya Mizuguchi gerade an einem neuen Spiel arbeitet, das ähnlich wie REZ aufgebaut ist und ein würdiger Nachfolger von REZ zu sein scheint. Auf der E3 gab es jedenfalls einen ersten Trailer zum Spiel zu sehen:
Ich glaube, ich muss mir doch noch eine XboX 360 oder eine Playstation 3 holen… Zumindest wird es mal wieder Zeit, die Dreamcast mal wieder aus dem Schrank zu holen und eine Runde REZ zu spielen.