ProjectEuler.NET – was zum Knobeln für Zwischendurch
Eigentlich wollte ich schon lange mal wieder etwas bloggen, genug Material hatte ich ja schon dafür, aber irgendwie hatte ich bisher noch keine Lust. Trotzdem will ich jetzt ein Projekt vorstellen, mit dem ich momentan viel Spaß habe: Project Euler. Project Euler lässt sich relativ einfach beschreiben: Es werden mathematische Aufgaben gestellt, die mit Hilfe einer frei wählbaren Programmiersprache (oder halt auch nur mit einem Zettel, wenn man das kann) gelöst werden sollen. Momentan werden 300 Probleme auf der Webseite bereitgestellt, die immer gleich abgearbeitet werden. Man bekommt eine Problembeschreibung und ein Beispiel. Anschließend kann man das Problem selbst Lösung und das gefundene Ergebnis auf der Webseite eintragen. Stimmt das Ergebnis wird ein PDF Dokument freigeschaltet, in dem die Lösung nochmal genau beschrieben wird. Hier kann man dann auch durchaus noch Verbesserungen für den eigenen gefundenen Algorithmus finden und seine Lösung entsprechend optimieren.
Die ersten paar Probleme habe ich bereits gelöst und mir ein für mich ausreichendes Framework in C# geschrieben, mit dem ich meine Lösungen recht einfach und komfortabel einbauen kann. Zusätzlich lege ich noch Wert auf Geschwindigkeit, weshalb ich die Geschwindigkeit meiner Lösungen messe und versuche sie zu optimieren.
Solltet ihr auch ein wenig Spaß an ein paar mathematischen Knobeleien haben, dann schaut einfach mal bei Project Euler vorbei. Es lohnt sich.
Review: China Android Tablet
Vor etwas mehr als drei Wochen habe ich mir ein Android Tablet aus China über eBay gekauft. Die Idee dahinter war ganz einfach: nach dem Hype um das Apple iPad wollte ich erstmal schauen, inwiefern so ein Tablet für mich sinnvoll ist. Nach ein wenig Recherche im Netz fiel dann die Wahl auf ein Flytouch ePad, das ich bei eBay für gerade einmal 80 EUR inkl. Versandkosten ersteigert habe. Dass ich keine hochwertige Ware erwartet habe, dürfte bei diesem Preis klar sein, dennoch habe ich ein Gerät bekommen, das meine Anforderungen erfüllen kann – dazu später mehr.
Nach etwa 2 Wochen kam dann auch schon das Päckchen aus China an:
Und nach dem Auspacken kam dann das Tablet samt Zubehör zum Vorschein:
Neben dem ePad fand sich in der Box, wie man unschwer auf dem Bild erkennen kann, ein kurzes Benutzerhandbuch (Englisch / Chinesisch), einen Ladeadapter samt Reiseadapter, ein iPod / iPhone kompatibles Sync-Kabel und ein Adapter mit zwei USB- und einem Ethernet-Port. Beim Ladeadapter lag auch gleich schon das erste Problem: Er passt nicht in eine deutsche Steckdose und selbst der Reiseadapter passt nicht in eine deutsche Steckdose, weshalb ich ein eigenes Netzteil, das ich glücklicherweise noch zu Hause liegen hatte, verwenden musste.
Das Tablet selbst hat ein 7” resistives Touchscreen Display mit einer Auflösung von 800x480 Pixeln. Neben 2 GB Flash-Speicher besitzt es außerdem 256 MB DDR2 RAM und kann über eine Micro-SD Karte um bis zu 32 GB erweitert werden. Die CPU ist eine VIA WM8505, die mit 533 MHz getaktet ist. Die Verbindung zum lokalen Netzwerk wird über WLAN hergestellt, alternativ kann aber auch der Adapter mit Ethernetanschluß verwendet werden, wobei der Adapter allerdings etwas “klapprig” daherkommt und die Bedienung dann auch keinen Spaß mehr macht. Der Akku besitzt eine Kapazität von 2400 mAh und hält im laufenden Betrieb ungefähr 4 Stunden (je nach Art der Anwendung) durch. Zusätzlich beinhaltet das ePad ein Mikrofon und eine Kamera, sodass der Videotelefonie auch nichts mehr im Wege steht. Im Google Marketplace finden sich dazu neben Skype auch VoIP Anwendungen von z.B. Sipgate.
Auf dem Tablet kommt Android in der Version 1.6 zum Einsatz. Durch die 256 MB RAM ist es theoretisch möglich auch neuere Android Versionen auf dem ePad zu verwenden, allerdings ist davon bisher noch nichts zu hören. Wenn man Informationen zu diesem Tablet sucht, dann ist man sowieso am besten im Slatedroid-Forum aufgehoben, denn hier gibt es – auf Englisch – immer die neusten Nachrichten zum Thema ePad (und anderen Tablets) sowie selbst modifizierte ROMs. Einen Unterstützung durch den Verkäufer oder einen offiziellen Hardwaresupport des Herstellers gibt es jedenfalls nicht (auch das war mir vorher schon klar).
Wichtig bei der Auswahl des Tablets war für mich nicht das von den Medien oft genannte Lesen von eBooks und surfen im Netz, sondern vielmehr die Nutzung des Tablets als Fernsteuerung, somit war auch nicht die entsprechende Performance beim Anzeigen von Dokumenten gefragt. Anfangs habe ich eine Anwendung aus dem Marketplace verwendet, mit der man Amarok, ein Mediaplayer unter Linux, steuern kann. Das hat auch ohne Probleme funktioniert, allerdings wollte ich nun doch eine etwas größere Lösung haben, da ich auch eine DVB-S Karte in meinem Linux-Rechner stecken habe. Nach einem Blick in den Marketplace habe ich dann eine Anwendung zum steuern von MythTV gefunden – MythDroid. Mit MythDroid kann ich jetzt die Wiedergabe steuern, die EPG Daten anschauen, Aufnahmen planen und wiedergeben uvm. Damit bietet das Tablet gegenüber einer normalen Fernbedienung schonmal einen erheblichen Mehrwert und ich würde mir wünschen, dass in Zukunft die Steuerung von Fernsehern, Blu-Ray Playern, etc., die sowieso schon oft über eine WLAN Schnittstelle verfügen, ermöglicht wird.
Wenn man dann schonmal das Tablet zu Hause hat, kann man natürlich auch zusehen, dass man gleich noch seine Emails darauf liest. Ein Arbeitskollege hat mir dazu K-9 Mail empfohlen und nach meinen Tests kann ich das Programm auf jeden Fall weiterempfehlen. Mit meinem privaten Server, den ich nur über IMAPS erreichen kann, gab es jedenfalls – im Gegensatz zu anderen Clients auf mobilen Geräten – keine Probleme.
Hmm… was kommt sonst noch so zum Einsatz… Twitdroyd als Twitter-Client, AndoidPit mit den neusten Android Anwendungs-Reviews, eine IMDB Anwendung und natürlich darf eine Wetter-Anwendung auch nicht fehlen.
Mittlerweile kommt auch der mitgelieferte Chrome und natürlich Opera Mobile auch zum Einsatz, um mal eben schnell die neusten Nachrichten zu lesen. Damit ersetzt das Tablet zusätzlich noch mein Mobiltelefon, was ich bisher immer mit Opera Mobile zum schnellen Abruf von Nachrichten genutzt habe.
Fazit: Ich habe für einen Preis unter 100 EUR genau das bekommen, was ich haben wollte – ein Tablet, mit dem ich meinen Server steuern kann, das meine Fernbedienung ersetzt und das zusätzlich noch den schnellen Zugriff auf Twitter, meine Mails und Nachrichten im Netz ermöglicht. Die ein oder andere Macke des Gerätes (fehlender Herstellersupport, der resistive Touchscreen und die kurze Akkulaufzeit und das nicht auf deutsche Steckdosen passende Netzteil) kann ich verschmerzen und bin rundum zufrieden. Jedenfalls lohnt sich bei mir ein Tablet und evtl. kann man dann in Zukunft mal daran denken, sich ein Tablet in einer höheren Preiskategorie zuzulegen.
Turingmaschine in Lego
Jeder Informatikstudent kennt das aus den theoretischen Vorlesungen: die Turingmaschine – benannt nach Alan Turing. Kurz gesagt ist es ein theoretisches Modell, bei dem die Möglichkeit besteht, Werte zu lesen, zu schreiben und den Lesekopf zu bewegen. Dabei wird angenommen, dass ein unendlich langes Band zur Verfügung steht, auf dem gelesen und geschrieben werden kann. Das besondere an dieser Maschine ist, dass sie in der Lage ist, alle Berechnungen durchzuführen, die man auch mit einem Computer durchführen kann. Mehr dazu gibt’s aber in der Wikipedia.
Jedenfalls bin ich durch Zufall auf dieses Video bei Youtube gestossen, in dem eine Turingmaschine aus Lego gebaut wurde:
Die Frage, die sich mir jetzt stellt: Wo kann ich das Ding bestellen
?
Return Magazin Ausgabe 3
Die neuste Ausgabe des Return Magazin, ein Magazin rund um 8-Bit Rechner, ist da. Auch in dieser Ausgabe sind wieder jede Menge interessante Themen rund um die alten Rechner und Spiele im Magazin enthalten. Hier ein grober Überblick über den Inhalt:
- Hauptthema: Impossible Mission
- Apple-1 und MOS KIM-1: Briels Replica
- Dr.Pill: neues Spiel auf dem MSX
- Breakpoint 2010
- Factory Daze
- Apple Disk II
- uvm.
Solltet ihr die Return nicht (wie ich) abonniert habe, dann könnt ihr sie auf der Seite des Return-Magazins für 6,50 EUR (inkl. Versand) als Einzelausgabe bestellen. Ein Abo für 4 Ausgaben kostet 24 EUR (inkl. Versandkosten).
Mit dem Fahrrad von A nach B
Vor kurzem hat mich ein Arbeitskollege gefragt, ob es nicht eine Möglichkeit gibt, irgendwie auf den Standardkarten seinen Fahrradweg zu vermessen, um für sich selbst die kürzeste Route zu finden. Meine erste Idee war es, ein Plugin für den Karteneditor von OpenStreetmap (JOSM) mit einem speziellen Plugin zu verwenden, um die Route zu vermessen. Während ich den Karteneditor aufgerufen habe, ist mir aber eingefallen, dass es einen Routenplaner von OpenStreetmap gibt, bei dem man auch ein Fahrrad als Fortbewegungsmittel auswählen kann – nämlich OpenRouteService.org. Mit diesem Routenplaner war es möglich, eine Fahrradroute, die eingetragene Feld- und Radwege in OpenStreetMap berücksichtigt, zu finden, die besser ist als die momentan von ihm verwendete. Zusätzlich lässt sich die Route dann auch direkt als GPX Datei für diverse GPS Empfänger exportieren. Ich bin jedenfalls mal gespannt auf seine Rückmeldung, denn unterm Strich sollte er damit 5km pro Strecke sparen (auf dem Fahrrad schon nicht unerheblich).
Solltet ihr also mal eine Radtour planen, dann schaut mal bei OpenRouteService vorbei – vielleicht findet der Routenplaner eine besser Route als ihr
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