Rubiks Würfel mit LEGO und einem Nokia N95 lösen
Vor einiger Zeit habe ich schon gesehen, dass einige Bastler Roboter zum Lösen von dem bekannten Rubiks Cube gebaut haben. Heute bin ich über ein Video gestolpert, in dem der Roboter das mit relativ hoher Geschwindigkeit durchführt. Der LEGO Roboter wird mit einem ARM Prozessor gesteuert, wobei dieser die Bewegungs- und Steuerdaten von einem Nokia N95 bekommt, das in einer Halterung über dem Rubiks Würfel angebracht wird. Zu Beginn wird erstmal jede einzelne Seite des Würfels mit der Kamera des N95 aufgenommen und anschließend von dem Mobiltelefon analysiert. Ist eine Lösung gefunden worden, wird der Roboter vom N95 gesteuert – bis die Lösung gefunden wurde.
Das ist, wie oben bereits erwähnt, nicht der einzige Roboter, der einen Rubiks Würfel lösen kann, aber zumindest einer der schnellsten
.
Ätzgerät im Selbstbau
Vor einige Zeit habe ich bereits in einem Beitrag geschrieben, wie ich meine Platinen ätze. Da das alles noch echte Handarbeit war, wollte ich davon endlich mal wegkommen und mir ein Ätzgerät selbst bauen. Die Idee dahinter war einfach: Eine Heizung, eine Lufpumpe nebst Strömer und ein Rückschlagventil (damit die Säure nicht auslaufen kann) sowie ein geeignetes Gefäß wurden also benötigt. Die ersten Teile gab es alle ohne Probleme im normalen Aquarienfachhandel, bei dem Gefäß sah es da schon etwas schlechter aus. Letztendlich bin ich aber über einen Magazinsammler gestolpert, der genau das bot, was ich wollte – vernünftige Breite, geringe Tiefe und große Höhe. Um ein Umfallen dieser Konstruktion zu verhindern, habe ich den Magazinsammler mit Silikon aus dem Baumarkt auf einer Sperrholzplatte fixiert und zusätzlich an den Seiten Metallwinkel angebracht. Da sollte nun wirklich nichts mehr passieren.
Momentan teste ich das fertige Ätzgerät erstmal mit Wasser, wobei ich das Problem der Platinenhalterung noch nicht gelöst habe. Ein weiteres Problem ist auch noch das “sprudeln”, da muss wohl noch ein Deckel her
. Hier ein Bild vom aktuellen Stand:
Ein Testlauf mit Natriumpersulfat ist natürlich schon geplant, zuerst werden aber die einzelnen Teile noch auf Verträglichkeit geprüft. Speziell bei dem Strömer bin ich noch etwas skeptisch, da das Material Moosgummi zu sein scheint und ich gelesen habe, dass dies mitunter zu einer Verfärbung der Säure führen kann. In diesem Fall müsste dann ein Strömerstein verwendet werden – mal schauen…
Pollin: 8bit Relais-Karte
Nachdem mein Beitrag zum AVR-NET-IO Board der Firma Pollin bereits auf reges Interesse gestossen ist und hier recht häufig Benutzer vorbeikommen, die danach suchen, habe ich beschlossen, ein paar Zeilen über weitere günstige Bausätze von Pollin zu schreiben. Im ersten Artikel geht es um die K8IO 8bit Relais-Karte, die bei Pollin für gerade mal 9,95 EUR verkauft wird.
Die Relais haben eine Schaltleistung von 24V bei 3A. Der maximale Stromverbrauch bei maximaler Belastung (alle Relais geschaltet) ungefähr 600 mA. Durch den auf der Platine vorhandenen SUB-D Stecker, kann man die Relais-Karte zum Beispiel an den Druckerport eines PCs anschliessen und mit den einzelnen Datenbits auch die einzelnen Relais steuern. Pollin liefert für diesen Zweck auch ein Programm auf einer CD mit, mit der man die einzelnen Relais direkt vom PC aus steuern und auch Timer setzen kann. Durch die neben dem SUB-D Stecker verbauten Klemmanschlüsse kann man die Relais aber auch direkt ansteuern (ohne erst einen SUB-D Stecker zu verwenden). Die K8IO Relais-Karte kann ausserdem direkt an das AVR-NET-IO angeschlossen werden. (Sollten CPCler das hier lesen: einfach an den Druckerport hängen und per OUT &EF00, x ansteuern – allerdings nur 7bit
).
Die geschalteten Relais werden auf der Relais-Karte durch LEDs dargestellt, sodass der momentane Zustand der Relais-Karte von Aussen gut sichtbar ist. Die Stromversorgung der Karte erfolgt über den auf der Karte verbauten Spannungswandler. Über einen Jumper kann aber auch eine externe Spannungsversorgung gewählt werden, sodass in diesem Fall der Spannungswandler nicht verwendet wird.
Der Zusammenbau der Relais-Karte gestaltet sich vollkommen unproblematisch und sollte auch für einen Lötanfänger kein grosses Prblem sein. Einfach – wie immer – von den niedrigsten Bauteilen zu den höchsten Bauteilen aufbauen. Leider hatte ich diesmal das Pech, dass 4 Widerstände gefehlt haben, die ich aber glücklicherweise sowieso bei mir noch liegen hatte, sodass ich mir das Nachsenden erspart habe. Es wäre aber auch kein Problem gewesen, diese Bauteile noch anzufordern – Pollin soll da recht unkompliziert für Abhilfe sorgen.
Tonertransfer – und es funktioniert doch!
Normalerweise belichte ich ja meine Platinen, entwickel sie dann und starte dann den Ätzvorgang. Leider hat das bisher nicht immer reibungslos funktioniert, d.h. es sind nach dem Entwickeln leere Kupferplatinen übrig geblieben und es wäre doch schade, wenn man die einfach wegwerfen würde. Doch wie bekommt man sein Layout auf die Platine? Klar, das Tonertransferverfahren – da gibt es ja schliesslich viele Artikel zu also wird das nicht so schwer sein. Denkste – da gingen erst etliche Versuche ins Land, bis ich endlich auf die Lösung gekommen bin.
Das Layout habe ich von Anfang an auf die Seiten des Reichelt Katalogs gedruckt – dabei ist es auch geblieben und es funktioniert damit auch sehr gut. Tolles Recycling btw
. Anfangs war ich aber der Meinung, dass die Hitze des Bügeleisens wohl auch so ausreichen würde und habe die Platine auf das Bügelbrett gelegt und ein Leinen-Tragetasche um die Platine und das Layout gelegt – negativ. Das funktionierte nicht.
Anschliessend habe ich die Platinen immer vorbehandelt, d.h. mit einem geeignetem Schleifpapier abschleifen und mit Aceton nochmal reinigen. Das selbe Verfahren wie vorher – nix, nur die Leiterbahnen war leicht auf der Platine zu erkennen.
Es musste also mehr Hitze her… Das Bügeleisen war aber schon auf Anschlag, also entfiel die Leinen-Tragetasche und das Bügelbrett wurde durch ein einfaches Brett ersetzt. Im ersten Schritt wurde ausserdem nur die Platine auf das Brett gelegt und mit dem Bügeleisen vorgewärmt. Anschliessend das Layout auf die Platine legen und ein wenig aufpassen, denn diesmal haftete das Layout sofort an der Platine. Nachdem das Layout dann schon fest an der Platine haftete, habe ich das gesamte Bügeleisen auf die Platine gelegt und mit versucht viel Druck auf die Platine auszuüben. Danach dann mehrfach mit den Kanten des Bügeleisens, die normalerweise abgerundet sind, über die Platine streichen. Das ganze dann 2-3x wiederholen, bis das Layout leicht durch die Reichelt-Katalogseite durchscheint. Danach kann eigentlich gar nichts mehr passieren…
Im abschliessenden Schritt wird die Platine dann in kaltes Wasser mit einem Tropfen Spüli gelegt. Das Papier wird dann “matschig” und man kann es nach ca. 5 Minuten ohne Probleme von der Platine rubbeln. Als Ergebnis kam dabei folgendes bei meinem ersten Testversuch heraus:
Wie man sieht, sind hier noch einige Papierfasern auf dem Layout vorhanden, sie spielen für den Ätzprozess aber keine Rolle, also einfach ignorieren. Hat also wunderbar geklappt. Nach dem Ätzen und dem Reinigen der Platine mit Aceton sah dann das Ergebnis so aus:
Damit kann man echt zufrieden sein. Nur am oberen Rand der Platine ist eine Leiterbahn unterbrochen, die ich aber ziemlich leicht flicken kann.
Insgesamt bin ich also sehr zufrieden mit dieser Methode und freue mich, dass ich meine alten Platinen jetzt doch noch weiterverwenden kann und das sogar mit relativ einfachen Mitteln. Ich denke, dass das Tontertransferverfahren wohl noch oft bei mir zum Einsatz kommen wird.
Keyboardmatrix Konverter
Am Wochenende war es mir eine Spur zu heiss draussen und deshalb habe ich mich an ein schon lange Zeit geplantes Projekt gesetzt und zumindest schonmal den Aufbau auf einer Streifenrasterplatine gemacht. Es handelt sich hierbei um ein USB Gerät, das auf der einen Seite eine Tastaturmatrix als Eingabe hat und sich auf der anderen Seite wie eine USB Tastatur verhält. Insgesamt basiert das Platinenlayout dabei auf einem Referenzdesign von V-USB. Die Software ist allerdings noch nicht fertig und wird von mir mal in Angriff genommen, wenn es mal wieder zeitlich passt. Solange die Software nicht fertig ist möchte ich zum Zweck aber noch nichts sagen. Das fertige Design wird dann irgendwann mal hier im Blog landen.
