USBasp: Atmel Programmer selbst gebaut
Was tun, wenn einem langsam die Druckerschnittstellen ausgehen, um seine Mikrocontroller mit dem Parallelport Programmieradapter noch zu programmieren? Klar, da muss eine Alternative her, die mit USB klarkommt. Also entweder so ein Ding bereits fertig kaufen oder halt selbst bauen. Nach ein wenig Suchen habe ich die Schaltpläne für das USBasp Programmiergerät gefunden und habe, da ich die Bauteile sowieso in der Gegend rumfliegen hatte, am Wochenende das Ding auf einer Lochrasterplatine einfach mal nachgebaut. Dabei herausgekommen ist folgendes Programmierboard:
Das Board funktioniert, nachdem ich bei dem Streifenrasterboard eine Verbindung zwischen Pin 15 und Pin 16 am ATMega8 vergessen hatte (musste unterbrochen werden), einwandfrei und ist wesentlich schneller als die Parallelport Version. Beim nächsten Mal würde ich mir allerdings wahrscheinlich nicht mehr die Arbeit mit der Lochrasterplatine machen, sondern gleich eine Platine belichten und ätzen. Das hätte mir sicherlich etwas Zeit gespart.
ATX Formfaktoren
Heute bin ich darüber gestolpert, dass ich wissen wollte, wie groß denn die Formfaktoren von ATX Boards sind. Gefunden habe ich sie (natürlich) im entsprechenden Wikipedia Artikel:
- Mini ITX: 170mm x 170mm
- Nano ITX: 120mm x 120mm
- Pico ITX: 100mm x 72mm
Irgendwie konnte ich mir unter den Zahlen nicht besonders viel vorstellen und kam dann auf die Idee mir mal eben schnell die Daten zu visualisieren. Also habe ich ein einfaches Textdokument unter OpenOffice angelegt und in dieses Dokument entsprechend große Rahmen eingefügt. Nach einem Ausdruck hatte ich dann die Größe schwarz auf weiss vor mir.
Hier ist die aus diesem Dokument generierte PDF Datei. Vielleicht hilft sie euch weiter.
Siftables – Neues Eingabeinterface
Seit Jahrzehnten verwenden wir Tastatur und Maus zur Eingabe von Daten in den Computer, aber irgendwie wurden die Eingabeinterfaces nie besser oder auch greifbarer. Dass man aber auch andere Möglichkeiten hat, hat Nintendo schon mit der Wii gezeigt und auch aktuelle Forschungen zeigen, dass es da auch andere interessante Verfahren gibt.
David Merrill und Jeevan Kalanithi haben am MIT Media Lab ein Verfahren entwickelt, bei dem kleine Bausteine, die Siftables, zur Eingabe verwendet werden können. Diese Bausteine sind kleine Computer. Dabei stellen sie auf einem integrierten Display Informationen wie Videos, Zahlen, Buchstaben oder Icons dar und können miteinander interagieren. Aber das Ganze mit Worten zu erklären ist etwas schwierig, deshalb hier das Video vom MIT:
Onboard-Grafikchips verschwinden bis 2013
Wie man in letzter Zeit z.B. bei heise.de lesen konnte, wird laut einer Studie von Jon Peddie Research (JPR) bis 2013 der Marktanteil der ausgelieferten Onboard-Grafikchips auf unter 1 Prozent sinken. Der Grund dafür ist, dass die Hersteller in Zukunft dazu übergehen werden, einen Kern der CPU für die Grafikausgabe zu verwenden.
Im Prinzip deckt sich das mit den Erwartungen, die ich in Zukunft an die Grafikchips bzw. die CPUs habe. Während anfangs die CPUs immer neue Rekorde bei den Geschwindigkeiten aufgestellt haben, ist hier der Trend mittlerweile zur Parallelisierung immer größer geworden. Bei den GPUs war es eigentlich umgekehrt. Man hatte hier spezielle Kerne, die parallel arbeiten und geht mittlerweile dazu über auch spezielle Rechenaufgaben mit CUDA oder Stream zu übernehmen und mehr als nur Grafikoperationen zu ermöglichen. Somit nähern sich CPU und GPU immer weiter an. Im Prinzip erwarte ich, dass es in Zukunft wohl so sein wird, dass wir in allen Rechnern Mehrkernprozessoren haben, die auch gleichzeitig die Grafikbeschleunigung übernehmen. Im Prinzip wird dabei auch eine Art Load-Balancing möglich, da man z.B. nur bei 3D Anwendungen viele Kerne braucht, die man bei reiner 2D Darstellung für Rechenaufgaben zur Verfügung stellen kann. Insgesamt also ein höhere Flexibilität.
Dass die Industrie bereits in diese Richtung geht, sieht man an der derzeitigen Entwicklung bei Intel. Intel arbeitet derzeitig an einer neue Grafikkarte, der Larrabee, die auf einem Cluster von Pentium Prozessoren basiert. Ich bin jedenfalls mal gespannt wie es in Zukunft weiter gehen wird.
Siemens S55 Handykamera zum verbasteln
Da ist sie ja, die die Handykamera für das Siemens S55, die ich für gerade mal 3 EUR (1 EUR + 2 EUR Versandkosten) ersteigern konnte. Der Sinn dahinter ist eigentlich ganz einfach: Die Kamera kann per RS232 gesteuert werden und bietet sich deshalb für die Verwendung mit einem Mikrocontroller, bei mir speziell das Pollin-AVR Board, an. Das Protokoll wurde bereits im Mikrocontroller.net Forum auseinandergenommen und einige haben es geschafft, die Kamera zum laufen zu bekommen. Weitere Infos gibt es auf einer slowakischen Seite, die für mich allerdings nur bedingt nützlich sind, da ich die Sprache nicht spreche
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Die Kamera kann übrigens Bilder in den Auflösungen 160x120 und 640x480 schiessen. Meine derzeitige Idee wäre es, eine über einen Servo gesteuerte Webcam mit dem Pollin-Net-IO Board zusammenzubauen, die z.B. mehrere Bilder nacheinander machen kann, um ein Panoramabild zu erzeugen. Mal schauen, ob dafür mal genug Zeit da ist oder ob es bei Spielereien an einer RS232 Schnittstelle meines Desktop-PCs bleibt.
Kleiner Tipp: Die Schrauben sind beim Zerlegen der Kamera speziell unten links schlecht erreichbar. Ein einfaches Verbiegen des darüberliegenden Bauteils hat mir geholfen die Schraube zu lösen und damit die Kamera zu zerlegen. Hier ein paar Bilder der Kamera: