Octoate.de – Sinnvolles könnt ihr woanders lesen Konkrete Themen – Fehlanzeige, was mich gerade beschäftigt, wird aufs Korn genommen.

10Mai/100

Ätzgerät in Betrieb genommen

Vor kurzem habe ich meinen ersten Testlauf meines selbstgebauten 'Ätzgeräts durchgeführt und darüber auch schon einen Blogeintrag geschrieben. Es wurde also langsam mal Zeit, das Ding jetzt auch mal in den “Live-Betrieb” zu bringen und mal eine erste Platine damit zu ätzen. Dementsprechend habe ich das Wasser jetzt durch etwa 3l Natriumpersulfat ersetzt. Der Platinenhalter ist momentan für meinen Geschmack noch arg improvisiert: Ich habe einfach eine Holzplatte genommen und dort dann Kabelbinder so in Bohrungen gesteckt, dass sie eine Schlaufe bilden, mit denen die Platine gehalten wird.
Der Ätzvorgang lief wie gewünscht, d.h. die Platine wurde sauber geätzt und ich brauchte nicht die ganze Zeit beim Ätzvorgang anwesend sein – das war letztendlich der Grund, warum ich das Ding gebaut habe :) .

Hier ein Bild meines Ätzgeräts während dem Ätzvorgang:

aetzgeraet-ersteplatine

Und hier das Ergebnis, wobei ich das Platinenlayout wieder mit dem Tonertransferverfahren auf die Platine aufgebügelt habe:

ps2mouseplatine

21Apr/100

Ätzgerät im Selbstbau

Vor einige Zeit habe ich bereits in einem Beitrag geschrieben, wie ich meine Platinen ätze. Da das alles noch echte Handarbeit war, wollte ich davon endlich mal wegkommen und mir ein Ätzgerät selbst bauen. Die Idee dahinter war einfach: Eine Heizung, eine Lufpumpe nebst Strömer und ein Rückschlagventil (damit die Säure nicht auslaufen kann) sowie ein geeignetes Gefäß wurden also benötigt. Die ersten Teile gab es alle ohne Probleme im normalen Aquarienfachhandel, bei dem Gefäß sah es da schon etwas schlechter aus. Letztendlich bin ich aber über einen Magazinsammler gestolpert, der genau das bot, was ich wollte – vernünftige Breite, geringe Tiefe und große Höhe. Um ein Umfallen dieser Konstruktion zu verhindern, habe ich den Magazinsammler mit Silikon aus dem Baumarkt auf einer Sperrholzplatte fixiert und zusätzlich an den Seiten Metallwinkel angebracht. Da sollte nun wirklich nichts mehr passieren.

Momentan teste ich das fertige Ätzgerät erstmal mit Wasser, wobei ich das Problem der Platinenhalterung noch nicht gelöst habe. Ein weiteres Problem ist auch noch das “sprudeln”, da muss wohl noch ein Deckel her :) . Hier ein Bild vom aktuellen Stand:

aetzgeraet-diy

Ein Testlauf mit Natriumpersulfat ist natürlich schon geplant, zuerst werden aber die einzelnen Teile noch auf Verträglichkeit geprüft. Speziell bei dem Strömer bin ich noch etwas skeptisch, da das Material Moosgummi zu sein scheint und ich gelesen habe, dass dies mitunter zu einer Verfärbung der Säure führen kann. In diesem Fall müsste dann ein Strömerstein verwendet werden – mal schauen…