Retro Games – neue Spiele für alte Rechner in detailreicher Verpackung
Ich bin Retrogamer, d.h. ich spiele gerne Spiele auf alten Plattformen und habe davon auch noch einige zu Hause stehen. Z.B. einen Commodore C64, diverse Amstrad CPCs, ein Super Nintendo, eine GX4000, ein Atari VCS, eine Sega Dreamcast, etc.. Es macht oft einfach Spaß, die alten Klassiker auf einer Originalkonsole wieder zu spielen und man stellt oft erstaunt fest, dass z.B. ein Super Mario World auf dem SNES grafisch recht gut gealtert ist und man immer noch viel Spaß damit haben kann.
Ab und an kommen dann auch wieder neue Spiele für die alten Plattformen heraus, die teilweise sogar verkauft werden und in letzter Zeit sogar vermehrt in richtigen Verpackungen verschickt werden. So habe ich mich über zwei Spiele in letzter Zeit wirklich gefreut, bei denen die Entwickler selbst bei der Verpackung eine Detailverliebtheit an den Tag gelegt haben, dass ich sogar ein Blogeintrag dazu schreibe. Gemeint sind die Spiele Orion Prime von Cargosoft und R-Type 128k von Easter Egg – beide für den Amstrad CPC und gerade das macht es so außergewöhnlich, denn so viele Benutzer hat dieser Homecomputer eben nicht mehr.
Von beiden Spielen habe ich eine Spielepackung bekommen, die nur so von Bonusmaterialien strotzt. Aber fangen wir doch mit Orion Prime an… Orion Prime ist ein Horror Adventure für den Amstrad CPC. Die Spielpackung kommt in einer DVD Hülle mit einem gut gemachten Cover daher, das das Spiel kurz beschreibt. In der DVD Hülle findet sich dann auch das Spiel auf einer 3.5” Diskette - hier gab es mehrere Versionen, ich habe mich für die 1 Diskettenversion entschieden. Zusätzliche wurde als Bonus noch eine Audio-CD, ein Zeitungsausschnitt und ein Negativfilm mit ein paar Bildern beigelegt. Hier mal ein paar Bilder:
Als nächstes kam dann vor kurzem R-Type 128k bei mir an, das in Sachen Verpackung sogar noch einen drauf setzte und wahrscheinlich habe ich mich umso mehr gefreut, da ich damit überhaupt nicht gerechnet habe. Diese Verpackung ist nämlich perfekt an das Spiel angepasst worden. Sie ist kleiner als die von Orion Prime und beinhaltet neben einem Handbuch, die Spieldiskette, ein Poster, einen R-Type Button und eine 32MB SD-Karte mit dem Soundtrack, einigen Previews, den Diskettenimages für die Emulatoren und den HxC Floppyemulator. Auch hiervon ein paar Bilder:
Es ist irgendwie toll, dass man sich in letzter Zeit die Mühe macht, neben den Spielen selbst jetzt auch noch eine Verpackung zu produzieren und diese meist zum Selbstkostenpreis an die wenigen verbliebenen Spieler abzugeben. Ich kann deshalb nur jedem raten, die Entwickler, die sich so viele Mühe machen, auf jeden Fall zu unterstützen und sich die entsprechende Software zu kaufen.
Cartridge Sammlung erweitert
Es geschehen noch Zeichen und Wunder… Durch Zufall konnte ich jetzt meine Sammlung von Amstrad Plus bzw. GX4000 Spiele erweitern. Die Spiele habe ich bei einer Auktion auf Ebay gewonnen und sie sind diese Woche aus England angekommen. Das Schöne dabei: Ausser dem Spiel “Burnin’ Rubber” haben mir alle anderen Spiele noch gefehlt
. Meine Sammlung umfasst also jetzt folgende Spiele:
- Barbarian 2
- Burnin’ Rubber
- Copter 271
- Fire and Forget 2
- Klax
- Operation Thunderbolt
- Robocop 2
- Switchblade
- Tennis Cup 2
Ist zwar nicht die Masse, aber so viele Spiele gab es für den Amstrad Plus bzw. die GX4000 auch gar nicht. Wenn die Spiele seltener sind, dann wird es ausserdem schnell teuer. Die Burnin’ Rubber Cartridge habe ich mittlerweile schon 4x. Einmal eine Version für den französischen Plus und drei GX4000 Versionen. Von den GX4000 Versionen habe ich eine Version aufgebohrt und zu einer Flash-Cartridge umgebaut (im Bild rechts). Das ist eine Cartridge, an der ich ein Flash-EEPROM angeschlossen habe, sodass ich beliebige ROMs und Programme auf meinem CPC Plus verwenden kann. Im Moment habe ich in diesem Adapter das Arnold Diagnostics ROM installiert. Funktioniert prima
. Leider ist das ROM-Format der Cartridges für die Emulatoren etwas… naja… gewöhnungsbedürftig. Aber mit einem kleinen Konverter kann man die ROMs auch umwandeln.
Death Rally jetzt Freeware
Ok, ich bin wirklich spät dran mit diesem Blogbeitrag. Eigentlich wollte ich den Beitrag schon vor Weihnachten schreiben, aber mir hat in den letzten Wochen einfach die Zeit dafür gefehlt. Egal…
Vor Weihnachten hat Remedy Entertainment, wohl am besten bekannt durch das Spiel Max Payne, ihr Erstlingswerk “Death Rally” kostenlos in einer Windows Version freigegeben. Ursprünglich ist das Spiel 1996 herausgekommen und ist wohl am ehesten mit den Micro Machines Spielen zu vergleichen. Zum Spielablauf: Ihr seid Rennfahrer und tretet in den Rennen gegen jeweils 3 andere Gegner auf verschiedenen Rennstrecken und in 4 unterschiedlichen Klassen an. Ihr startet am Anfang in der niedrigsten Klasse und könnt euch dann nach und nach in die höchste Klasse, die übrigens von niemand geringerem als Duke Nukem angeführt wird, hocharbeiten. Nach einem Rennen bekommt ihr etwas Geld und könnt damit dann euren Rennwagen weiter tunen. Damit die Rennen nicht zu langweilig werden, hat jeder Rennwagen natürlich eine Kanone eingebaut und mehrere Nitros, mit dem ihr euren Wagen beschleunigen könnt. Vor dem Rennen könnt ihr ausserdem euren Gegner sabotieren und Spikes für euren Rennwagen kaufen.
Auch wenn das Spiel schon mehr als 10 Jahre auf dem Buckel hat, kann ich nur jedem mal empfehlen es sich anzuschauen. Die Grafik ist trotz 2D immer noch relativ gut und die Musik von Jonne Valtonen aka Purple Motion passt sehr gut zum Spiel. Ich persönlich habe das Spiel immer gerne mit einem Gamepad gespielt und das bleibt auch in Zukunft so (dafür hat man das ja) – die Unterstützung ist jedenfalls auch im Windows Port vorhanden. Es wird ausserdem gemunkelt, dass Remedy Entertainment sich die Namensrechte gesichert hat – ob es da wohl bald eine Fortsetzung geben wird – vielleicht auch auf einem Handheld!?
Solltet ihr das Spiel lieber kaufen wollen, dann könnt ihr das immer noch im 3D Realms / Apogee Onlineshop. Aber kostenlos und für Windows dürfte es wohl etwas angenehmer sein
.
Übrigens habe ich das Spiel immernoch originalverpackt zu Hause rumfliegen:
Das Sterben der 2D Spiele
Warum braucht man eigentlich bei jedem Spiel 3D Modelle? Bspw. Command & Conquer, da würde es doch 2D auch tun. Oder die guten alten Point & Click Adventures a la Monkey Island oder Sam & Max - die brauchen doch auch kein 3D. Ohne 3D wären die Anforderungen an den Computer minimal.
Im Prinzip bringen die paar Sätze oben das auf den Punkt, was man schon länger in diversen Foren bei Spieleankündigungen lesen kann, aber haben die Personen, die wieder 2D einfordern wirklich recht? Ursprünglich habe ich auch mal so gedacht, denn warum 3D, wenn es für den Spielablauf unerheblich ist?
Da gibt es aber einen ganz einfach Grund, warum man heute alles in 3D umsetzt und dafür muss man sich die ein wenig in die Arbeit eines Spieleentwicklers hineindenken: Wenn man die Perspektive eines 2D Bildes ändern möchte, dann muss man das Bild neu zeichnen und das ist natürlich teuer und kostet Zeit. Bei einer 3D Szene setzt man einfach die Kamera neu und schon kann das ganze Bild neu berechnet werden.
Das ist der ganze Grund dahinter und auch wenn man Spiele wie Baphomets Fluch, Monkey Island, etc. auch heute noch immer wieder gerne spielt so wird ein klassisches 2D Adventure wohl höchstens noch als Fanadventure das Licht der Welt erblicken. Spiele wie Jack Keane oder Ankh beweisen aber, dass 3D Adventures genauso viel Spaß machen können.
Chris Hülsbeck Konzert – Symphonic Shades
Am Samstag war es endlich so weit - das lang erwartete Konzert von Chris Hülsbeck, "Symphonic Shades", fand im Kölner Funkhaus des WDRs am Wallraffplatz statt. Bereits vor dem Konzert, als Chris Hülsbeck, Jonne Valtonen, Yuzo Koshiro und Takenobu Mitsuyoshi Autogramme gaben, konnte man schon sehen, dass es sich hier nicht um ein gewöhnliches, klassisches Konzert handelt, sondern dass hier viele unterschiedliche Menschen angesprochen werden.
Nachdem dann das Orchester den Saal betreten hat, gab es noch eine kurze Einweisung vom Radiomoderator des WDR4, danach kam noch der Dirigent, Grammy-Preisträger Arnie Roth, auf die Bühne und das Konzert konnte mit der "Grand Monster Slam, Opening Fanfare" beginnen.
Nach diesem Eingangstitel betrag Matthias Opdenhövel die Bühne und führte von nun an gut durch das Programm des Abends, wobei er später einen kleinen Patzer machte, denn "The Great Giana Sisters" gab es auch für den C64, aber das Raunen im Publikum hat ihn schnell darauf hingewiesen
.
In der Pause hat mir übrigens noch jemand von Radio Parallax, einem Radio, das SID & MOD Remixes spielt, eine Karte in die Hand gedrückt. Vielen Dank auch nochmal dafür!
Die bekannteren Titel von Chris Hülsbeck, wie R-Type, The Great Giana Sisters, Shades und Turrican II, kamen dann alle im zweiten Teil des Konzertes, wobei die unterschiedlichen Stilrichtungen der klassischen Musik teilweise mit eingebracht wurden, was man an Turrican II am besten hören konnte. Im Übrigen war auch Turrican II gleichzeitig mein absoluter Favorit des gesamten Konzertes.
Das Konzert hat mir insgesamt sehr gut gefallen und es ist auf jeden Fall imposant 120 Musiker zu hören, die Konzertversionen von Videospielen wiedergeben. Die Aufnahme des WDR4 Radiostreams hat auch gut funktioniert, sodass ich, während ich diese Zeilen schreibe, gerade das Konzert nochmal anhören kann. Man hört allerdings deutlich Artefakte - 128kbit bei einem Orchester sind nicht das optimale Ergebnis, aber es wird ja noch eine CD von Symphonic Shades geben - den Besuch des Konzertes kann sie aber gewiss nicht ersetzen.
Update: Da mittlerweile die ein oder anderen Seiten im Netz auftauchen, die sich mit Symphonic Shades beschäftigen, werde ich hier noch zusätzliche Links zum Thema anfügen.