Apple Firewall – Änderung an Daten rechtswidrig?

Ach ja, mal wieder eine Apple Nachricht. Diesmal geht es darum, dass die Firewall in Max OS X Leopard Dateien beim Freigeben von Verbindungen verändert. Aus diesem Grund laufen Programme, die eine Checksummenprüfung vornehmen, nicht mehr. Mit Skype und World of Warcraft sind zwei sehr bekannte Programme betroffen.
Was passiert denn da eigentlich? In der Einstellung „Zugriff auf bestimmte Dienste und Programme festlegen“, werden Programme, die bisher keine Authorisation vom Benutzer erhalten, nach Bestätigung digital signiert. D.h., dass dem Programm eine digitale Signatur angehängt wird. Das Problem, was jetzt auftritt, ist, dass die Programme mit Checksummenprüfung nun merken, dass die Programmdatei verändert wurde und somit beim nächsten Start die Ausführung verweigern. Abhilfe schafft da derzeitig nur das Neuinstallieren der Programme…

Soviel zum technischen Hintergrund. Angeregt durch die Frage „Darf Microsoft ungefragt Updates auf meinem Computer installieren?“ (siehe Heise.de) und einem Bericht des Computerclub 2 von einem Anwalt, der Microsoft deshalb verklagt, habe ich mich gefragt, ob eigentlich Apple das Recht hat, die Programmdaten durch Hinzufügen von Signaturen, etc. zu verändern. Der kritische Punkt ist jedenfalls der Paragraph 303a Absatz 1 im Strafgesetzbuch (StGB), der da lautet:

„Wer rechtswidrig Daten (§ 202a Abs. 2) löscht, unterdrückt, unbrauchbar macht oder verändert, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.“

Ist das jetzt schon so ein Punkt, wo dieser Artikel greift? Es werden ja schliesslich einfach meine Daten ohne weitere Hinweise geändert. Ich bin zwar kein Jurist, aber spannend finde ich die Frage schon.

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