Magnetfeldgenerator gegen Kalk – ob’s hilft?

Nachdem ich mir jetzt schon ein paar Monate lang anhören musste, dass das alte Kalkschutzgerät nicht mehr funktionieren würde haben wir diese Woche einen neuen Magnetfeldgenerator von Conrad Elektronik bekommen. Den Generator habe ich mittlerweile angebracht und auf „Automatik“ Betrieb gestellt. Etwas komisch war für mich die Installation, bei der man das Gehäuse erstmal aufschrauben musste, da man sonst nicht an die Löcher zur Montage an der Wand herankommt.
Beim „Automatik“ Betrieb wird übrigens folgendes Programm durchgeführt:

  • zwei Stunden Rohrreinigung (abwechselnd die Frequenzen 1 kHz, 3 kHz, 5 kHz)
  • 5 Tage mit 1 kHz
  • zwei Stunden Rohrreinigung
  • 5 Tage mit 3 kHz
  • zwei Stunden Rohrreinigung
  • 5 Tage mit 5 kHz

Installiert man das Gerät zum ersten Mal und besitzt noch stark verkalkte Leitungen, so sollte man zuerst 4 Wochen lang nur die Rohrreinigung laufen lassen (zumindest laut Bedienungsanleitung). Ob es wirklich was bringt… Mal schauen, zumindest ist es möglich mit Wechselstrommagnetfeldern Kalk Kristallite umzukonfigurieren.
Hier mal ein Bild von dem installierten Gerät:

Magnetfeld Generator

12 Gedanken zu „Magnetfeldgenerator gegen Kalk – ob’s hilft?

  1. Pingback: Murphys Waschmaschine. « ChaosBlog

  2. Ist ja interessant. >Das Gerät funktioniert (meist) und jeder weis warum es nicht geht. Und die Erde ist eine Scheibe, wie jeder auf einem Berg sehen kann. Die Geräte werden als Kalkumwandler beschrieben. Das ist mit Sicherheit falsch. Wie könnte die Wirkung verursacht sein ? Muss man dazu die Chemie neu erfinden ? Ich versuche es mal ohne Neuerfindung.
    Im Wasser gelöste Stoffe sind unsichtbar. Beispiel Zucker, Salz. Die Teilchen sind so klein das sie mit Licht von 550nm nicht erfassbar sind. Sind sie etwas größer so wird die Lösung trüb und hat den Tyndal Effekt. Warum sind die einen Teilchen so klein , und andere nicht, wie der Kalk ? Kalk ist auch im Wasser löslich, wenn CO2 da ist ! Man spricht vom Kalk-Kohlensäure Gleichgewicht und beschreibt das mit der Formel CaCO3 + CO2 + H= CaH(CO3)2 .
    Die rechten Teilchen sind kleiner als die auf der linken. Im Wasser liegt das Hydrogenkarbonat vor, das unsichtbare.
    Der Trick liegt darin das CO2 aus der rechten Verbindung raus zu kriegen. Anscheinend ist ein Magnetfeld in der Lage die Hydrathülle um das Hydrogenkarbonat zu sprengen.( durch ausrichten, das kann ich aber nicht nachweisen) Dann können sich die Hydrogenkarbonatteilchen zusammenlagern (=kristallisieren, niedrigeres Energieniveau) und CO2 abspalten. Das ist alles.
    Die Folge, es liegen sehr schnell sehr viele Kristillisationskeime vor. Sie haben wieder eine Hydrathülle, sind aber viel größer als vorher. Sie sind nicht stabil, sondern lagern sich im Laufe der Zeit zu Kalziten zusammen, also harter Kalk. Bis dahin bleibt der feine Kalk Im Wasser und wird ausgespült. Es ist noch unter der Sichtbarkeitsgrenze. Erst Kalzit ist sichtbar.
    Wie wir gesehen haben ist jetzt das Gleichgewicht auf der linken Seite, es besteht ein CO2 Überschuss. So lange bis der Wasserdruck gesenkt wird, am Wasserhahn. Dort fällt der Kalk aus. Der CO2 Überschuss greift ausgefallenen Kalzit an und löst ihn auf und vom Untergrund ab.
    Man kann die beobachtete Wirkung auch ohne Kristallumwandlung erklären.
    Es grüßt Luke Skywalker

  3. Hallo Octoate,
    der link zur elektronikinfo hat mir sehr geholfen. Erstmal alle Vertreterbesuche abgesagt.
    Stehe jetzt zwar wieder am Anfang mit meinem Kalkproblem, Einfamilienhaus mit sehr kalkhaltigem Wasser. Ich hoffe wenn ich den Artikel genau studiert habe
    finde ich einen Lösungsansatz. Oder wer kann mir einen heißen Tipp geben?

  4. Also ich habe das Thema leider nicht weiter verfolgt, sodass ich dir da leider keine weiteren Hinweise geben kann. Vielleicht meldet sich ja noch jemand, der mehr weiss.

  5. Hallo,

    das schrieb ich einem Hersteller von sehr teueren Geräten nach dem Prinzip der Opferanode, der mich zum Kauf überreden wollte:

    Sehr geehrter Herr *Nameunkenntlichgemacht*,

    am Wochenende baute ich ein zusätzliches Abstellventil in ein 20 Jahre altes Wasserleitungsrohr ein (s. angehangene Datei), was sagen Sie dazu?,

    2 billige magnetische Kalkumwandler (unter 10 Euro, nur ein paar Watt Verbrauch) baute ich im Abstand von 2 m vor 20 Jahren ein, das eine pulsiert mit ca. 0,5 Hz, das andere erzeugt ein konst. Magnetfeld, weil wir sehr hartes Wasser haben.

    Es klappt, kein Kalk, nicht einmal Rost ist zu sehen. (Interessenten kann ich das Foto vom Rohrstück per e-mail senden)
    In dieser Zeit hätte Ihre Opferanode längst erneuert werden müssen !

    Auch andere stellten das fest:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Wasse

    Für solche Verfahren, die mittels elektrischer oder magnetischer Felder die Struktur der Kalkkristalle so verändern sollen, dass eine Ablagerung an Rohren vermindert ist, existiert außer einer Dissertation[1] kein systematischer wissenschaftlicher Nachweis der Wirksamkeit. Aber die Stiftung Warentest veröffentlichte im Januar 2000 eine Untersuchung derartiger Wasserbehandlungsgeräte. Es konnte keine im chemischen Sinn „enthärtende“ Wirkung festgestellt werden, jedoch bei 3 von 13 getesteten Geräten eine Verminderung der Kalkablagerung in Elektroboilern.

    ——————————–

    Ihre Opferanode Zn geht in Lösung, verbraucht sich mit der Zeit und gibt Elektronen ab, das zu schützende Metall wird mit der Opferanode leitend verbunden. Es entsteht ein Primärelement, bei dem das zu schützende Metall als Kathode und das unedlere Metall als Anode fungiert. Dabei fließt ein Strom in Richtung des zu schützenden Metalls. Statt diesem gibt jetzt das unedlere Opferanoden-Metall seine Elektronen an den Sauerstoff ab, wird oxidiert und geht in Lösung. Das Wasser ist in diesem Lokalelement der Elektrolyt, der den Transport der geladenen Teilchen ermöglicht und so den Stromkreis schließt. Die Opferanode wird mit der Zeit verbraucht und muss erneuert werden, damit der Korrosionsschutz erhalten bleibt.

    Bei beiden Verfahren wird die Wasserhärte unwesentlich / so gut wie nicht verändert.

    Nun habe ich Sie genug „geärgert, man muss auch einmal verlieren können“, bei mir stimmt das das Preis-/Leistungsverhältnis.

    Einen schönen Tag noch
    Kado

  6. Wichtig ist auf jeden Fall, dass die Rohre schön frei bleiben. Lieber säuft man den ganzen Dreck in sich hinein der sich dann nicht mehr im Rohr sondern im Trinkwasser befindet. Was dann wohl mehr wert ist? Ein neues Rohr oder die eigene Gesundheit?
    Das kommt wahrscheinlich darauf an, wie lange das Kalk vom Rohr gelöst wurde und sich im Gehirn abgelagert hat……

  7. Entschuldigt bitte, aber ich habe keine Ahnung von dem was hier geschrieben wurde.
    Aber kann mir Jemand einfach und verständlich sagen ob und wann und was jetzt gegen Kalkablagerungen in Rohren hilft
    und wenn ob es dann auch hilft, wenn die Rohre schon seit vielen Jahren diese Ablagerungen angesetzt haben.
    Evtl. kann man dann ja dadurch eine sehr kostenaufwendige Erneuerung der Rohre ersparen.
    PS.: Wenn die Methode von „Kado“ hilft (?) dann wäre es natürlich sehr kostengünstig solch ein Problem zu lösen.
    Evtl. wäre es von Vorteil für uns Laien einmal die genaue Bezeichnung der verwendeten Geräte zu erfahren.
    Vielen Dank im Voraus!

  8. man benötigt ein starkes Magnetfeld (z.B. 1,2 Tesla) um die Wassermoleküle zu polarisieren und den im Wasser vorhandenen, paramagnetischen Erdalkaliverbindungen (CaCO3 und MgCO3) einen „Spin“ zu verleihen. Dann löst sich das natürlicherweise vorhandene CO2 und verschiebt das Carbonat-Gleichgewicht zum 1000-mal-besser-löslichen Hydrogencarbonat nach „rechts“. Diese Hydrogencarbonate (von Calcium und Magnesium) haben eine ausgezeichnete Reinigungswirkung (bessere elutrope Werte als Alkohol oder Essigsäure) und können unlösliche Carbonate (Verkalkungen/Kalkreste) sogar wieder lösen.
    Das ganze funktioniert jedoch nur im flüssigen Wasser. Wenn Wasser verdunstet/eintrocknet bleibt Kalk zurück.
    Aber vorher, in der flüssigen Phase, hast Du die Chance auf weiches Wasser mit hoher Reinigungswirkung, gutem Geschmack, Auflösung von Kalkablagerungen. Ohne Folgekosten, dank starkem Dauermagnet.
    -Alles nachzulesen bei http://www.eumagnet.de-
    herzliche Grüße

  9. Sehr geehrter Herr,

    ich habe ihren Bericht mit Intersse gelesen. Leider kann ich dem Bericht aus meiner Erfahrungnicht zustimmen. Ich habe vor Jahrzenten in unserer Firma einen Permanetmagnet nach Rücksprache mit unserem Physiker zum Test einbauen lassen zur „Entkalkung“. Wie Sie schon sagen ist es ja keine Entkalkung, sondern nur eine Änderung der Struktur der Kalkelemente das wahrscheinlich im Labor auf dem Mikroskop nicht sichtbar ist.
    Fakt ist: nach dem Einbau des Permanentmagneten konnten wir von unserem Wasserverdampfer der für die Luftfeuchtigkeit in unserem Klimaraum zuständig war den Kalk als Suspension ausspülen, vor dem Einbau mussten wir jährlich einen neuen Verdampfer einbauen da dieser mit hartem Kalk vollkommen verkrustet war.
    Nach dieser Erfahrung haben wir in unsere Trinkwasserleitung und der Kühlwasserversorgung magnetische Wasserenthärter mit Magnetfeldumschaltung eingebaut und konnten unsere Warmwasseraufbereiter jährlich ohne großen Aufwand vom Kalkschlick befreien. Vor dem Einbau musste unsere Instandhaltung dies mit goßem mechanischen Aufwand erledigen.
    Nach dieser Erfahrung habe ich mir in meinem Haus auch eine Wasserenthärtung (vor ca. 25 Jahren) mit Magnetfeldumschaltung eingebaut und seitdem braucht meine Frau im Bad und der Dusche kein chemischen Mittel zum Fliesen- bzw. Wannenreinigung mehr verwenden. Lediglich die Perlatoren im Haus müssen 1x jährlich gereinigt bzw. gewechselt werden wie auch in der Beschreibung beschrieben.

    Mein Tenor: wenn auch im Labor bzw. Kurzzeittest kein Erfolg nachzuweisen ist sollte dies über einen Zeitraum von einem Jahr getestet werden, dann ist auch eine Aussage möglich!

  10. Hallo Klaus,
    also es funktioniert! Warum kannst Du dann nur „leider“ zustimmen? Ein Kurzzeittest ist schwierig, weil die Reaktion nur von den Milligramm-Konzentrationen der Calcium- und Magnesium-Verbindungen im Leitungswasser herrühren. Die wirksamen Hydrogencarbonate stehen im Reaktionsgleichgewicht mit den harten Carbonaten. Im fliesenden Wasser bewirken diese ihre sehr gute Reinigung und das Wasser wird aktiver.
    Wenn jedoch das Wasser verdunstet (wie am Perlator) bleibt der Kalkrest zurück. Ist jedoch hier leichter zu entfernen, bzw. wird vom nachfolgenden Wasserstrom ausgespült.
    Der Nachweis der Hydrogencarbonete erscheint demnächst auf der Homepage von http://www.eumagnet.de mit verschiedenen UV-Spektrometer-Kurven.
    siehe auch: https://www.youtube.com/watch?v=Pw5jNoV7r8k .

    Fazit: Kalkschutz und Wellness mit System
    mfg
    Karl

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