45000 Betriebsstunden – RAID Festplattentausch die 2te

Wie ihr ja unschwer in meinen letzten beiden Beiträgen lesen konntet, hat in meinem RAID1 System eine Platte nach über 41000 Betriebsstunden den Geist aufgegeben und musste ersetzt werden. Das RAID meiner Synology DS212j hat meine Daten sicher gehalten und die Wiederherstellung des RAID Systems mit der neuen Platte war auch kein Problem. Da aber die zweite Platte auch noch die Ältere war und mittlerweile schon über 45000 Betriebsstunden (Seagate ST2000DL003) auf der Uhr hat, wurde es jetzt auch langsam mal Zeit, die zweite Platte im System zu tauschen. Ich habe damit aber absichtlich noch etwas gewartet, um definitiv zwei unterschiedliche Platten aus (hoffentlich) unterschiedlichen Produktionen zu bekommen, in der Hoffnung, die Wahrscheinlichkeit für einen gemeinsamen Ausfall der beiden Platten zu minimieren.

Die Vorgehensweise ist die gleiche wie bereits im vorherigen Posting beschrieben. Backup (!!!) machen, Synology NAS herunterfahren, aufschrauben, neue Platte einsetzen und nach dem Hochfahren die Wiederherstellung der Datenträgerintegrität starten.

Da die Vorgänger der beiden Western Digital Platten nur 2 TB Speicherplatz hatten, musste aber noch die Datenpartition vergrößert werden, da die neuen Platten jeweils 4 TB Speicherplatz haben. Auch kein Problem, da ich zum damaligen Zeitpunkt das „Synology Hybrid RAID (SHR)“ sollte, zumindest laut FAQ, die Größe des Speichers automatisch angepasst werden.

Wie man sehen kann, hat das auch einwandfrei funktioniert und mir stehen jetzt 3.64 TB Speicherplatz auf dem NAS zur Verfügung. Zusammengefasst kann ich sagen, dass ich sehr zufrieden mit der Wiederherstellung des RAID Systems und die Vergrößerung des Speichers bin. Da man die Systeme immer erst in einem Fehlerfall richtig kennenlernt und ich hier wirklich sehr einfach die betroffene Platte mit den fehlerhaften Sektoren tauschen und den Speicherplatz erweitern konnte, muss ich wirklich sagen, dass ich mit meinem Synology NAS sehr zufrieden bin. Von mir aus kann es gerne noch ein paar Jahre durchhalten :-)!

Digitale Aufräumarbeiten

Irgendwie habe ich momentan den digitalen Frühjahrsputz nach hinten verlegt und trenne mich so nach und nach von einigen Diensten, bei denen ich mal angemeldet war und die ich schon längere Zeit nicht mehr nutze. Dazu gehören beispielsweise eine Crowdfunding Plattform, die sich mit Investments in Energieprojekte beschäftigt (nein, nicht Kickstarter), oder der vor langer Zeit quasi bereits eingestellte Mikroblogging Dienst App.net. Da es mit dem Micropayment Dienst Flattr jetzt auch einen Dienst trifft, den ich bisher auf allen meinen Webseiten eingebunden hatte, dachte ich mir, dass ich mal schnell ein paar Zeilen dazu schreibe – ist ja auch sonst nichts los hier ;-).

Die Idee von Flattr ist einfach: Man hat monatlichen einen gewissen Betrag ab 2 EUR zur Verfügung und kann auf anderen Webseiten, wie bspw. Blogs aber auch einigen kommerziellen Nachrichtenseiten, über einen Klick auf den Flattr Button über diesen Klick mitteilen, dass man den Artikel, den man gerade gelesen hat, mochte. Am Ende des Monats werden diese Klicks ausgewertet und dann der zur Verfügung gestellte Betrag durch die Klicks geteilt und diese Teile auf die Autoren verteilt. Hört sich komplizierter an, als es eigentlich ist :-). Bei mir kamen da meist Beträge im zweistelligen Cent Bereich für die Autoren zusammen und man kann so natürlich demjenigen zeigen, dass seine Arbeit den Nutzern etwas Wert ist (daher auch „flatter“ -> „schmeicheln“).
Für mich stellte sich jedoch nach fast 5 Jahren die Frage, was ich eigentlich monatlich so „flattere“. Denn eigentlich waren es immer die gleichen Seiten, die ein paar Cent bekommen habe und auf den Seiten, die ich regelmäßg benutze, ist gar kein Flattr Button vorhanden. In den letzten Jahre bin ich auch eher dazu umgestiegen, hier und da mal einem Open Source Projekt etwas zu spenden. Da kommt dann mehr Geld zusammen und Flattr knabbert sich nicht auch noch etwas Marge weg. Für das Betriebssystemprojekt Haiku hatte ich bspw. ein reglmäßiges Abonnement eingerichtet – ein direkte Spende wäre sicherlich nützlicher gewesen.
Die Flattr Klicks, die ich erhalten habe, waren sehr übersichtlich, haben aber jedes Mal zu einem kleinen Motivationsschub geführt (dafür ist das ja auch gedacht und natürlich auch noch einmal vielen Dank an alle, die mal auf so einen Button geklickt haben), aber irgendwie empfand ich das immer ein wenig wie Bettelei, weshalb ich die Buttons eher unauffällig hier und auf den restlichen Seiten platziert habe.

Der langen Rede kurzer Sinn: Ich habe mich dazu entschlossen, mich bei Flattr abzumelden und dementsprechend werden hier auch die Flattr Buttons verschwinden. Es war eine ganz nette Idee, die sich zumindest in dem Bereich des Internets, in dem ich mich herumtreibe, nicht durchgesetzt hat. In der Retrospektive sind dort einige Euros gelandet, die ich im Nachhinein lieber an mehrere, kleinere (!) Open Source Projekte gespendet hätte.

MPPT Solarladeregler mit dem Arduino

Für mein Nistkastenkamera Projekt habe ich vor einiger Zeit eine kleine Solaranlage aufgebaut, um die Kamera autark zu betreiben. Das Projekt war eigentlich nur eine Spielerei, die aber viel Spaß gemacht hat und so arbeite ich mittlerweile an Version 2.0 der Nistkastenkamera. Die größte Anforderung dabei ist, dass die Elektronik im Nistkasten eine geringe Stromaufnahme hat und generell eine hohe Effizienz aufweist, was derzeitig absolut nicht der Fall ist. Aus diesem Grund habe ich mich ein wenig nach MPPT (Maximum Power Point Tracking) Solarladereglern umgeschaut. Ein fertiges Modul zu kaufen ist aber irgendwie zu einfach, denn schließlich möchte ich verstehen, was da passiert und so habe ich nach einem Arduino MPPT Solarladeregler gesucht und bin dabei auf eine Playlist von Julian Ilett bei Youtube gestoßen, in der er Schritt-für-Schritt einen auf einem Arduino basierenden MPPT Solarladeregler aufbaut. Das Projekt ist leider noch nicht ganz fertig, aber allein wegen der ausfürhlichen Beschreibung, wie er dabei vorgeht, kann man schon sehr viel lernen. Schaut doch mal rein:

Umbauarbeiten

Wie ihr sicherlich gemerkt habt, habe ich lange Zeit nichts mehr in meinem Blog veröffentlicht. Das liegt zum Einen am Sommer und entsprechenden Urlaubszeiten, aber auch daran, dass ich schon seit längerem meine Webseiten im Hintergrund umbaue und neu sortiere. Dabei sammele ich vieles, was mich bei meinen Hobbies und der Arbeit tagtäglich begleitet in einem Wiki und überlege gerade, den Teil zum Thema Softwareentwicklung auszulagern. Letzteres hat den Grund, dass ich mit der Softwareentwicklung mein Hobby zum Beruf gemacht habe und mir die Vermischung mit den anderen Themen in diesem Blog schon lange nicht mehr gepasst hat.
In nächster Zeit plane ich deshalb die Beiträge, die sich mit Softwareentwicklung beschäftigen, aus diesem Blog in ein weiteres Blog zu migrieren. Eine Überarbeitung der Kategorien in diesem Blog ist eigentlich auch schon längst mal überfällig. Die Verlinkung zwischen den Blogs muss dann noch vernünftig integriert werden und schlussendlich sollen noch einige bisher private Projekte auf Github landen. Das passiert logischerweise in meiner Freizeit – kann sich also auch noch ein wenig hinziehen. Mal schauen, wie lange es dauert :-).

Commodore C64 mit 1541Ultimate

Irgendwie gehörte der Commodore C64 auch immer zum Beginn meiner Computerzeit mit dazu. Er war zwar nicht mein eigener erster Computer, aber die meisten Freunde und Bekannte hatten so ein Ding und dementsprechend viel kannte man dann auch. Da ich mit dem Ding auch gut umgehen konnte, habe ich mich vor ein paar Jahren entschieden mir ein Commodore C64 und ein 1541 Diskettenlaufwerk auf der bekannten Auktionsplattform zu ersteigern. An einem weiteren konnte ich auch einem Flohmarkt nicht vorbeigehen – der hat dann auch nur 5 EUR gekostet :-). Genutzt wurden beide aber relativ selten, da 5 1/4 Zoll Disketten bei mir kaum vorhanden sind.

Commodore 64

Disketten sind ja mittlerweile auch ein Auslaufmodell und auch, wenn ich noch jede Menge 3.5″ DD Disketten für meinen Schneider CPC habe, wird es immer schwieriger, diese auch mit Daten zu befüllen. Zwar gibt es noch so Lösungen wie die Arkos Tools für den CPC Booster oder Nurgles dsktools, aber die Rechner von heute haben meist keinen Diskettencontroller mehr und USB Laufwerke kommen mit den Formaten nicht klar.
Lösungen gibt es dafür schon: Für den Schneider CPC kann man zum Beispiel den HxC Floppy Emulator verwenden. Der Floppy Emulator arbeitet mir einer SD-Karte, auf der man Diskettenimages ablegt. Der Emulator leitet dann die Anfragen des Diskettencontrollers des Schneider CPCs an das Diskettenimage weiter und so kann man direkt mit den Disketten auf der SD-Karte arbeiten. Eine tolle Sache…

1541Ultimate-II Cartridge

Um aber wieder auf den Commodore C64 zurück zu kommen… Für den Commodore C64 gibt es so eine Lösung auch: die 1541Ultimate. Hier wird gleich das gesamte C64 Diskettenlaufwerk, das im Gegensatz zu einfachen Diskettenlaufwerken eines PCs oder eines Schneider CPCs quasi schon ein eigener kleiner Computer ist, emuliert. Zusätzlich werden noch ROMs mitgeliefert, über die man ganz einfach ein Diskettenimage von SD-Karte oder USB Stick auswählen kann.

Commodore 64 mit 1541Ultimate-II Cartridge

Am Wochenende hatte ich dann genug Zeit, um das Ding mal ausführlich mit ein paar Spielen und C64 Demos zu testen und ich muss sagen: es funktioniert super! Jeder, der ab und an mal ein paar alte Spiele auf dem Commodore C64 spielen möchte, sollte sich so ein Teil holen. Die 129 EUR sind jedenfalls für mich gut angelegt und so kann man jetzt den C64 mal schnell rausholen, um ein paar Spieleklassiker oder die neuste Demo zu spielen. Man braucht ja schließlich nicht mehr als den Brotkasten selbst und die Cartridge und schon ist mal komplett :-).