Umstellung auf SSL

Anfang diesen Monats hat mein Webhoster angekündigt, dass ab sofort SSL Zertifikate kostenlos für die Webseiten zur Verfügung stehen werden. Logischerweise habe ich diese Möglichkeit gleich in Anspruch genommen und mir für meine Webseiten erst einmal Zertifikate generiert, was auch ziemlich einfach möglich war. Als erstes war mein Development Blog dran, denn da sind bisher noch nicht so viele Inhalte zusammen gekommen, sodass keine größere Schwierigkeiten zu erwarten waren. Die Umstellung verlief schnell und reibungslos, wobei ich bei der Umstellung nach einer Anleitung von Webongo vorgegangen bin.

Wie ihr sicherlich bemerkt habt, habe ich mein Weblog mittlerweile auch komplett auf HTTPS umgestellt, wobei die Umstellung hier dann schon etwas aufwendiger war. Gerade wenn man Inhalte von anderen Seiten in seinem Weblog verlinkt, bspw. die Einbindung eines Videos von Youtube oder Bilder von anderen Webseiten, muss man daran denken, dass man auch hier auf HTTPS umstellen muss, denn sonst meckert der Browser. D.h. also, dass man wohl oder übel einmal über alle Seiten drüberschauen muss und alle externen Inhalte noch mal überprüfen muss. Einfache Links auf andere Seiten sind aber kein Problem.

Gerade hier in meinem Weblog ist da doch einiges zusammengekommen, was ich erst mal nacharbeiten musste. Neben Links zu Youtube Videos, die es einfach gar nicht mehr gibt oder deren Link sich geändert hat, waren aber auch eingebettete Elemente von anderen Dienstleistern dabei, die auch bereits schon in die Insolvenz gegangen sind oder Bilder aus Foren, die auch schon gar nicht mehr existieren. Ich habe mir deshalb die Arbeit gemacht und alles, so gut es ging, nachgearbeitet und habe, nach der Prüfung hoffentlich alles Seiten, keine weiteren Probleme mehr gefunden.

Und so freue ich mich mittlerweile über ein „A“ bei der Sicherheitsprüfung mit dem SSL Tool von SSLlabs.

SSLlabs

Aber warum macht man sich eigentlich die Arbeit? Naja, hauptsächlich, damit meine Passwörter erst mal bei der Anmeldung zur Webseite nicht ungesichert über das Internet laufen. Als nächstes natürlich noch, weil es einen besseren Google PageRank gibt und zum Schluss natürlich auch wegen der Sicherheit für euch, denn nicht jeder muss unbedingt wissen, was ihr euch gerade anschaut, oder :-)?

Digitale Aufräumarbeiten

Irgendwie habe ich momentan den digitalen Frühjahrsputz nach hinten verlegt und trenne mich so nach und nach von einigen Diensten, bei denen ich mal angemeldet war und die ich schon längere Zeit nicht mehr nutze. Dazu gehören beispielsweise eine Crowdfunding Plattform, die sich mit Investments in Energieprojekte beschäftigt (nein, nicht Kickstarter), oder der vor langer Zeit quasi bereits eingestellte Mikroblogging Dienst App.net. Da es mit dem Micropayment Dienst Flattr jetzt auch einen Dienst trifft, den ich bisher auf allen meinen Webseiten eingebunden hatte, dachte ich mir, dass ich mal schnell ein paar Zeilen dazu schreibe – ist ja auch sonst nichts los hier ;-).

Die Idee von Flattr ist einfach: Man hat monatlichen einen gewissen Betrag ab 2 EUR zur Verfügung und kann auf anderen Webseiten, wie bspw. Blogs aber auch einigen kommerziellen Nachrichtenseiten, über einen Klick auf den Flattr Button über diesen Klick mitteilen, dass man den Artikel, den man gerade gelesen hat, mochte. Am Ende des Monats werden diese Klicks ausgewertet und dann der zur Verfügung gestellte Betrag durch die Klicks geteilt und diese Teile auf die Autoren verteilt. Hört sich komplizierter an, als es eigentlich ist :-). Bei mir kamen da meist Beträge im zweistelligen Cent Bereich für die Autoren zusammen und man kann so natürlich demjenigen zeigen, dass seine Arbeit den Nutzern etwas Wert ist (daher auch „flatter“ -> „schmeicheln“).
Für mich stellte sich jedoch nach fast 5 Jahren die Frage, was ich eigentlich monatlich so „flattere“. Denn eigentlich waren es immer die gleichen Seiten, die ein paar Cent bekommen habe und auf den Seiten, die ich regelmäßg benutze, ist gar kein Flattr Button vorhanden. In den letzten Jahre bin ich auch eher dazu umgestiegen, hier und da mal einem Open Source Projekt etwas zu spenden. Da kommt dann mehr Geld zusammen und Flattr knabbert sich nicht auch noch etwas Marge weg. Für das Betriebssystemprojekt Haiku hatte ich bspw. ein reglmäßiges Abonnement eingerichtet – ein direkte Spende wäre sicherlich nützlicher gewesen.
Die Flattr Klicks, die ich erhalten habe, waren sehr übersichtlich, haben aber jedes Mal zu einem kleinen Motivationsschub geführt (dafür ist das ja auch gedacht und natürlich auch noch einmal vielen Dank an alle, die mal auf so einen Button geklickt haben), aber irgendwie empfand ich das immer ein wenig wie Bettelei, weshalb ich die Buttons eher unauffällig hier und auf den restlichen Seiten platziert habe.

Der langen Rede kurzer Sinn: Ich habe mich dazu entschlossen, mich bei Flattr abzumelden und dementsprechend werden hier auch die Flattr Buttons verschwinden. Es war eine ganz nette Idee, die sich zumindest in dem Bereich des Internets, in dem ich mich herumtreibe, nicht durchgesetzt hat. In der Retrospektive sind dort einige Euros gelandet, die ich im Nachhinein lieber an mehrere, kleinere (!) Open Source Projekte gespendet hätte.

Onlinevideotheken: Wo bitte geht’s zu Sherlock Holmes?

Momentan läuft der zweite Teil der neuen Version von Sherlock Holmes (“Sherlock Holmes – Spiel im Schatten”) mit Robert Downey Jr. und Jude Law im Kino. Da mich der Film im Kino positiv überrascht hat und ich den ersten Teil bisher kannte, habe ich mir gedacht, dass das doch ein guter Zeitpunkt wäre, mal ein Onlinestreamingangebot zu testen. Also erstmal umgeschaut, was es da so gibt und dabei bin ich auf Maxdome, Videoload, Apples iTunes und Lovefilm gestoßen.

Jetzt sollte man ja eigentlich denken, dass es kein Problem ist, einen Film aus dem Jahr 2009 sich mal schnell online auszuleihen, zumal gerade der zweite Teil im Kino läuft… Was für ein Irrglaube! Entweder gab es den Film gar nicht in der Videothek oder er wurde mir zum Kauf angeboten, zum Teil zu Preisen, die über denen der DVD liegen und das für einen Download (wo bleibt denn da bitteschön z.B. die englische Tonspur?).

Liebe Filmindustrie, bitte arbeitet dringend an eurem Angebot! Ich werde nun warten, bis der Film irgendwann im Fernsehen kommt – auch kein Problem, denn so wichtig ist es ja nicht. Aber ihr hättet mit einem gescheiten Angebot Geld verdienen können. Kein Wunder, dass so viele Menschen genervt auf die Tauschbörsen ausweichen, wenn man nicht das findet, was man sucht.

“Made in Eile” – oder “Wer im Glashaus sitzt…”

Ab und an findet man im Netz ja immer mal so ein kleines Highlight, mit dem man dann seinen Spaß hat. So war es zumindest bei mir heute morgen, als ich die Seite heute.de vom ZDF geöffnet habe. Dabei konnte man folgendes auf der Startseite sehen:

heutede-startseite

Das allein wäre jetzt eigentlich nichts besonderes gewesen, außer, dass man halt einen Teaser für einen Artikel auf der Seite sieht. Aber das “Made in Eile” bekam dann eine ganz andere Bedeutung wenn man auf den “Mehr” Button geklickt hat, denn dann bekam man folgendes zu sehen:

heutede-seitenichtgefunden

War man da etwa auch etwas in Eile und hat vergessen den Link im Artikel richtig zu setzen :-)?

Auf Wiedersehen FON

Tja, ungefähr 2,5 – 3 Jahre ist es jetzt her seitdem ich mir den La Fonera Router bei Fon, damals für 5 EUR, bestellt habe und seit diesem Zeitpunkt lief der Router auch brav 24/7 und hat auf Benutzer meines Access Points gewartet. Genutzt wurde es nicht, obwohl die Lage nicht ganz so schlecht war. In diesen zweieinhalb Jahren habe ich einmal gestreikt und meinen Router im Stausee nahe Madrid versenkt, da ein anonymer Zugang über das FON Netzwerk möglich war und allen Foneros das rechtlich zu gefährlich war. Nachdem dort eine sichere Authentifizierung ermöglicht wurde, habe ich den Router auch wieder aus dem Stausee herausgeholt und ungefähr nochmal 2 Jahre laufen liess. Jetzt hat die gesamte Idee bei mir ein Ende gefunden…

Die Idee von Fon war eigentlich gar nicht so schlecht: Es sollte ein WLAN Netzwerk über Privatkunden aufgebaut werden, die ihren Internetzugang WLAN Nutzern zur Verfügung stellen. Dafür konnte man dann entweder frei bei allen FON  WLAN Zugangspunkten surfen (dieses Modell habe ich genutzt) oder bekam 50% der Einnahmen an seinem WLAN Zugangspunkt.
Wichtig ist bei dieser Idee eigentlich die Community, da sie es ist, die die Router kauft, sie installiert, die Wartung übernimmt und auch die Stromkosten zahlt, allerdings hat man sie in der letzten Zeit konsequent ignoriert, am Anfang gar beleidigt (darauf möchte ich hier gar nicht eingehen, die Foneros wissen, was ich meine). Neuigkeiten gab es kaum, Bugmeldungen wurden ignoriert, die Rechtmässigkeit für Deutschland wurde nicht genau überprüft und schon gar nicht der Community mitgeteilt, wichtige Featurewünsche u.a. zum Thema Sicherheit (z.B. VPN) auch nicht weiter beachtet, keine direkten Ansprechpartner in Deutschland genannt, die deutsche Aussenstelle dicht gemacht, … So könnte ich jetzt weitermachen, aber das würde wohl eine unendliche Story werden. Das folgende Bild der Nutzerzahlen in Deutschland spricht Bände, gerade mal 1/3 der Benutzer sind zum heutigen Zeitpunkt noch aktiv:

[UPDATE: Das Bild ist leider nicht mehr verfügbar und wurde von extern eingebunden. Ich habe es deshalb entfernt.]

Mittlerweile ist der FON Router bei mir immernoch im Einsatz, allerdings nicht mehr mit der FON-eigenen Firmware, sondern mit der freien DD-WRT Firmware, die wesentlich mehr Features liefert, als es die FON-eigene Firmware. Schade, dass ich diese Idee jetzt so begraben musste, aber so macht es einfach keinen Sinn mehr. Evtl. wechsel ich in Zukunft in eine andere WLAN Community (bspw. Freifunk) oder kehre durch eine Aktion, die mich überzeugt, wieder zu FON zurück, aber momentan erstmal nicht. Den Router habe ich übrigens wieder im Stausee nahe Madrid versenkt – so wird er wenigstens nicht mehr in der FON-Hotspot-Karte angezeigt…