Bericht über OpenStreetMap bei Nano

Irgendwie entdeckt man interessante Berichte immer per Zufall. Diesmal habe ich über das Forum beim ComputerClub 2 einen Beitrag der Sendung Nano über OpenStreetMap auf 3sat zum Thema OpenStreetMap gefunden. Zum Thema OpenStreetMap habe ich bereits einen ausführlichen Beitrag erstellt, sodass ich das hier nicht nochmal ausführlicher vorstellen werde.

Neben dem bereits von mir vorgestellten „Mappen“ von Karten ist auch eine Mitarbeit beim Projekt durch das zur Verfügung stellen von Rechenleistung möglich. Das Tiles@home Projekt bei OpenStreetMap berechnet Kartenausschnitte für die Darstellung der OpenStreetMap Karten im Netz.  Wer also noch ein bisschen Bandbreite (für das Herunterladen von Kartenausschnitten) und Rechenkapazität frei hat, kann dem Projekt bei dem Berechnen von Kartendaten helfen.

Übrigens gibt es bereits eine Open Source Software, die die Navigation mit Kartendaten aus dem OpenStreetMap Projekt unterstützt. Die Software heisst Navit – getestet habe ich sie bisher allerdings noch nicht, da mir dafür momentan einfach die Zeit fehlt. Wenn es passt, werde ich das hier aber nachholen.

Navit

Klimamodell durchgerechnet

Endlich ist es geschafft. Ich habe beim BOINC Projekt Climateprediction.net mitgemacht und endlich mein erstes Klimamodell durchgerechnet. Insgesamt hat das sage und schreibe 195 Tage gedauert und 525 MB Plattenplatz benötigt. In diesen 195 Tagen habe ich ein Klimamodell von 1920 bis 2080 durchgerechnet und die jeweiligen Ergebnisse an das Projekt zurückgeschickt, wobei man auch bei meinem Modell sehen konnte, dass die Lufttemperatur in 1.5m Höhe von 14°C (1920) auf 21°C (2080) steigen wird. Nun, dies ist allerdings kein Grund zur Beunruhigung, da die berechneten Klimamodelle mit unterschiedlichen Variablen durchgeführt werden und nicht unbedingt den realen zukünftigen Verlauf zeigen müssen.
Falls euch meine Ergebnisse interessieren, dann könnt ihr ja mal auf der Workunit Seite vorbeischauen und euch die Parameter anschauen.
Wer Interesse an Klimaforschung (oder generell am verteilten Rechnen) hat, der kann ja mal auf der Seite von Rechenkraft vorbeischauen. Rechenkraft.net ist ein Verein, der viele verteilte Projekte unterstützt und es gibt hier viel mehr als nur die Suche nach Ausserirdischen Leben :)!

Verteiltes Projekt: Geldscheine verfolgen

Ich bin ja mittlerweile schon eine ganze Zeit beim verteilten Rechnen aktiv und beschäftige mich bzw. meinen Rechner tagtäglich mit Problemen aus der Meteorologie, Quantenchemie, Zahlentheorie, Kryptographie, etc. Dass es dabei dann auch mal mehr und mal weniger sinnvolle Projekte gibt, ist mir durchaus auch bekannt, so kann man z.B. am Sinn von Seti@home oder Einstein@home durchaus zweifeln, seine Berechtigung haben diese Projekte aber auch.

Heute bin ich allerdings mal auf was ganz neues gestossen: Es gibt ein Projekt namens Eurobilltracker, mit dem man die eigenen Geldscheine im Internet verfolgen kann. Das funktioniert natürlich nur, wenn genug Leute mitmachen, aber immerhin gab es schon einge imposante Treffer, bei denen die verglichen Geldscheine bis zu 15.500 km auseinander lagen.

Wie funktionierts: Eigentlich ganz einfach! Man meldet sich bei dem Projekt an und gibt von jedem Geldschein, den man finden kann, die Seriennummer und den Druckereicode an (wo diese Daten sich befinden, wird auf der Eingabemaske genau erklärt). Je mehr Geldscheine man eingibt, desto größer wird natürlich auch die Chance einen Treffer zu landen. Eigentlich eine ganz spassige Angelegenheit und vielleicht findet sich ja mal irgendwann ein Treffer – wenn ihr mitmacht ganz bestimmt :-)!