LiPo Akku aufgebläht

Bei dem schönen Wetter der letzten Tage habe ich mal wieder meine Parrot AR Drone herausgeholt und war ein wenig im Garten unterwegs, um mein Setup mal wieder zu testen. Beim letzten Test hat leider mein MiruMod nicht funktioniert (wegen einem Firmwareupdate von Parrot), aber die Firmware habe ich mittlerweile ausgetauscht. Auch hatte ich bisher immer das Problem, dass der Quadrokopter während des Fluges immer mal wieder den Schub verringerte und zu Boden sank. Hat sich aber auch mittlerweile erledigt, der Testflug verlief ohne Probleme und weitere Auffälligkeiten. Nach dem Flug wollte ich den Akku wieder aufladen und steckte ihn in das Ladegerät und dieses dann in die Steckdose. Es gab einen kleinen Knall und die Hülle des Akkus ist aufgeplatzt. Das ganze Desaster zeigt das Bild hier eindrucksvoll:

LiPo Akku aufgebläht

Wie man sieht, hat sich eine Zelle aufgebläht und durch die damit verbunde Ausdehnung ist die Hülle des Akkus geplatzt. Den Akku habe ich vorerst mal in ein sicheres Metallgehäuse gepackt und er wird bei nächster Gelegenheit entsorgt. Da mich sowohl das Parrot Ladegerät als auch die Akkus bisher gestört haben (Halterung der Akkus war immer schon etwas friemelig), habe ich mir als Alternative jetzt endlich mal einen eigenen Balancer samt Akkus gegönnt. Vielleicht wäre es auch ganz sinnvoll, wenn ich mir zusätzlich noch eine brandsichere Ladetasche für ein paar Euro dazukaufe!?

Digitale Aufräumarbeiten

Irgendwie habe ich momentan den digitalen Frühjahrsputz nach hinten verlegt und trenne mich so nach und nach von einigen Diensten, bei denen ich mal angemeldet war und die ich schon längere Zeit nicht mehr nutze. Dazu gehören beispielsweise eine Crowdfunding Plattform, die sich mit Investments in Energieprojekte beschäftigt (nein, nicht Kickstarter), oder der vor langer Zeit quasi bereits eingestellte Mikroblogging Dienst App.net. Da es mit dem Micropayment Dienst Flattr jetzt auch einen Dienst trifft, den ich bisher auf allen meinen Webseiten eingebunden hatte, dachte ich mir, dass ich mal schnell ein paar Zeilen dazu schreibe – ist ja auch sonst nichts los hier ;-).

Die Idee von Flattr ist einfach: Man hat monatlichen einen gewissen Betrag ab 2 EUR zur Verfügung und kann auf anderen Webseiten, wie bspw. Blogs aber auch einigen kommerziellen Nachrichtenseiten, über einen Klick auf den Flattr Button über diesen Klick mitteilen, dass man den Artikel, den man gerade gelesen hat, mochte. Am Ende des Monats werden diese Klicks ausgewertet und dann der zur Verfügung gestellte Betrag durch die Klicks geteilt und diese Teile auf die Autoren verteilt. Hört sich komplizierter an, als es eigentlich ist :-). Bei mir kamen da meist Beträge im zweistelligen Cent Bereich für die Autoren zusammen und man kann so natürlich demjenigen zeigen, dass seine Arbeit den Nutzern etwas Wert ist (daher auch „flatter“ -> „schmeicheln“).
Für mich stellte sich jedoch nach fast 5 Jahren die Frage, was ich eigentlich monatlich so „flattere“. Denn eigentlich waren es immer die gleichen Seiten, die ein paar Cent bekommen habe und auf den Seiten, die ich regelmäßg benutze, ist gar kein Flattr Button vorhanden. In den letzten Jahre bin ich auch eher dazu umgestiegen, hier und da mal einem Open Source Projekt etwas zu spenden. Da kommt dann mehr Geld zusammen und Flattr knabbert sich nicht auch noch etwas Marge weg. Für das Betriebssystemprojekt Haiku hatte ich bspw. ein reglmäßiges Abonnement eingerichtet – ein direkte Spende wäre sicherlich nützlicher gewesen.
Die Flattr Klicks, die ich erhalten habe, waren sehr übersichtlich, haben aber jedes Mal zu einem kleinen Motivationsschub geführt (dafür ist das ja auch gedacht und natürlich auch noch einmal vielen Dank an alle, die mal auf so einen Button geklickt haben), aber irgendwie empfand ich das immer ein wenig wie Bettelei, weshalb ich die Buttons eher unauffällig hier und auf den restlichen Seiten platziert habe.

Der langen Rede kurzer Sinn: Ich habe mich dazu entschlossen, mich bei Flattr abzumelden und dementsprechend werden hier auch die Flattr Buttons verschwinden. Es war eine ganz nette Idee, die sich zumindest in dem Bereich des Internets, in dem ich mich herumtreibe, nicht durchgesetzt hat. In der Retrospektive sind dort einige Euros gelandet, die ich im Nachhinein lieber an mehrere, kleinere (!) Open Source Projekte gespendet hätte.

Delta 3D Drucker

Puh, mein letzter Beitrag hier im Blog ist ja auch schon wieder eine ganze Weile her und ich war mir auch schon nicht mehr so sicher, ob es richtig war, diesen Blog aufzuteilen und mein Development Blog zusätzlich zu starten. Mittlerweile gibt es aber wieder einiges Neues und ich habe auch mal wieder Lust ein paar Beiträge zu schreiben, also war die Trennung letztendlich dann doch richtig. Aber zurück zum Thema…

Ich bin seit einiger Zeit stolzer Besitzer eines Achatz easyDelta 3D Druckers. Der Wunsch nach einem 3D Drucker war schon längere Zeit da, allerdings habe ich immer noch gezögert, um nicht gleich bei der ersten Generation zuzuschlagen und ein Gerät zu erhalten, dass dann schon etwas „anfängerfreundlicher“ ist. Nach einer sehr langen Vorauswahl von unterschiedlichsten 3D Druckern bin ich letztendlich bei der Wahl zwischen einem Ultimaker 2 oder dem Achatz easyDelta Drucker, der ähnlich zum SeeMeCNC Rostock Max ist, angekommen und habe mich dann aus hauptsächlich einem Grund für den easyDelta entschieden: mein Arbeitskollege hat sich auch so einen 3D Drucker geholt.
Eigentlich wollte ich nämlich einen Drucker, den ich anschließen und nutzen kann, den easyDelta muss man aber komplett selbst zusammenbauen. Dafür ist es aber auch ein Open Source Drucker – also ein RepRap. Anfangs sitzt man also erst mal vor einem Haufen Tüten und fragt sich schon, ob das die richtige Entscheidung war.

Einzelteile des Achatz easyDelta

Dank der einigermaßen guten Anleitung ging der Bau aber ganz gut voran. Mit „einigermaßen“ meine ich, dass die Mechanik eigentlich ganz gut in der Bauanleitung beschrieben war, die Elektronik war aber etwas dürftig beschrieben. Nach zwei Tagen war der Drucker dann soweit aufgebaut und trotz einiger Tricksereien, wie bspw. die Einstellungen des Motorshields, die ich erst auf ganz anderen Seiten suchen musste und wo man ein bisschen improvisieren musste, stand nach zwei Tagen dann der Drucker fertig auf dem Tisch.

Fertig aufgebauter Achatz easyDelta 3D Drucker

Also gleich mal losdrucken – denkste. Natürlich muss der Drucker erst einmal kalibriert werden und genau hier schweigt sich die Bedienungsanleitung komplett aus. Ein Youtube Video, das auf die manuelle Kalibrierung eines Delta Druckers eingeht, hat mir auch nicht weitergeholen, da die dort verwendete Befehle in der mitgelieferten Firmware nicht vorhanden waren. Der Support von Achatz hat mir leider auch nur einmal geantwortet und danach herrschte auf allen Kanälen Funkstille. Zuerst habe ich also versucht, die Endstoppschalter zu verschieben und musste dabei feststellen, dass diese qualitativ wirklich minderwertig sind. Bei dem sonst so robusten und gut verarbeiteten Drucker ist das eine echte Schwachstelle. Nachdem mir fast alle Endstoppschalterhalterungen zerbröselt sind, hat mir glücklicherweise mein Kollege ein paar neue nach der Vorlage eines Benutzers bei Thingiverse gedruckt, die deutlich robuster sind. Vielen Dank deshalb an Taede de Jong, der die Dateien dafür zur Verfügung gestellt und mir auch bei einigen Anfangsschwierigkeiten mit dem Drucker weitergeholfen hat.

Gebrochene Endstoppschalterhalterungen

Ich habe dann versucht, die mitgelieferten Sourcen für den Drucker zu kompilieren und dabei dann festgestellt, dass die Werte überhaupt nicht zu dem Drucker passen, also bin ich letztendlich bei der Marlin Firmware gelandet und habe alle Einstellungen noch einmal neu gemacht und konnte mich dann endlich mit der Kalibrierung des Druckers beschäftigen. Bei den Delta Druckern ist das ein wenig aufwendiger, aber wenn man nach folgendem Video vorgeht, ist es eigentlich kein Problem (ist auch nur beim ersten Mal so aufwendig, eine Neukalibrierung ist danach ein Kinderspiel):

Nachdem die Kalibrierung endlich durch war – dafür habe ich mit den Ersatzteilen und den Experimenten mit der Firmware ungefähr zwei Wochen gebraucht –  konnte endlich der erste Druck gestartet werden und, man glaubt es kaum, es hat auf Anhieb funktioniert.

3D Drucker Achatz easyDelta beim Drucken

Mittlerweile habe ich schon so einiges gedruckt und dabei den Druckprozess immer weiter optimiert (Temperaturen des Heizbetts, Temperaturen des Extruders, Infill, etc.), sodass ich den Drucker sogar schon mal beim Drucken alleine lassen kann. Unter den bisher gedruckten Objekten befinden sich bspw. ein Raspberry Pi 2 Gehäuse, Halterungen für die Extruderdüsen, Basisboards für meine Freescale Development Kits, Basisboards für meine STM32 Nuclea Development Kits, aber auch so einfache Dinge wie eine Schutzkappe für einen Zaunpfahl. Da ich auch immer mehr Ideen für neue zu Druckende Objekte habe, arbeite ich mich gerade in FreeCAD ein. Das ist für mich zwar erst mal etwas gewöhnungsbedürftig, aber es klappt schon immer besser. Ich werde mich als nächstes dann wohl mal an etwas komplexere Designs versuchen.

Zum Achatz easyDelta kann ich abschließend sagen, dass der Drucker sehr robust ist, die Aufbauanleitung war ok, ließ mich aber bei der Elektronik ziemlich alleine, aber leider war der Support sehr unzureichend. Glücklicherweise ist es ein RepRap Drucker, sodass ich nach viel Sucherei dennoch zum Ziel gekommen bin und jetzt einen zuverlässigen 3D Drucker besitze. Der Kauf hat sich für mich als Bastler auf jeden Fall schon mal gelohnt.