Virus in CPC Emulator?

Seit ein paar Tagen wird bei mir jetzt eine Fehlermeldung ausgegeben, wenn ich den Updater des CPC Emulators WinAPE anwenden will. Diese Datei wird als TR/Dldr.Delf.kek erkennt und soll angeblich ein Trojanisches Pferd sein, das Dateien aus dem Internet nachlädt (wobei es keinerlei Schadroutinen selbst enthalten soll). Meine Version des CPC Emulators stammt dabei direkt von der Homepage des Entwicklers und so wie es scheint, ist die derzeitige Update.exe seit Version 2.0alpha8 in der ZIP-Datei des Emulators enthalten und wird seitdem auch als Trojaner erkannt.
Normalerweise wird das Programm dazu verwendet, um den Emulator zu aktualisieren, allerdings habe ich eine Mail mit der entsprechenden Datei an den Avira Support geschickt und die haben mir den Trojaner nochmal bestätigt.
Tja, mal abwarten, wie der Autor des Emulators jetzt darauf reagieren wird. Ein entsprechendes Posting im englischsprachigen CPC Forum habe ich jedenfalls schonmal abgesetzt.

Update: So wie es aussieht, scheint es ein falscher Alarm zu sein.  Der Autor hat das nochmal bestätigt. Es bleibt jetzt erstmal abzuwarten, ob man diese fehlerhafte Signatur jetzt irgendwie beseitigen kann.

Update2: Mittlerweile hat mir der Avira Support, den ich an dieser Stelle für die Geschwindigkeit ausdrücklich loben möchte, nach einer zweiten Analyse bestätigt, dass es sich bei der Update.exe um ein ungefährliches Programm handelt. Mitdem nächsten Definitionsupdate sollte das Problem dann behoben sein. Damit ist zumindest das Problem bei AntiVir gelöst.

Avira Antivir erkennt einen Virus beim Updater des WinAPE CPC Emulators

Mastertronic – wie? Die gibts noch?

Irgendwie bin ich die Tage mal auf die Idee gekommen nach einer alten Spielefirma zu suchen, nämlich Mastertronic. Die Firma hat damals für den Amstrad CPC und auch andere 8bit Computer sehr viele günstige Spiele verkauft und ist mit dafür verantwortlich, dass der Spielemarkt zum Massenmarkt wurde. So wurden Mastertronic Spiele z.B. auch an Tankstellen verkauft, was in der damaligen Zeit nicht üblich war. Klassiker von Mastertronic sind z.B. Action Biker, Kickstart 1 und 2, Ghostbusters und Super Pipeline 2.

Eigentlich wurde Mastertronic an Virgin Interactive verkauft und danach aus Mastertronic heraus der Sega Europe Ableger gegründet, aber wie ich jetzt gesehen habe, hat man sich 2005 wohl gedacht, dass man die Firma wiederauferstehen lassen kann und so kann man heutzutage wieder Spiele bei Mastertronic kaufen. So hat sich also die „Mastertronic Group“ die Namensrechte von Sega zurückgekauft und interessanterweise ist auch einer der Mitgründer von Mastertronic, Frank Herman, ein Teil der neuen Firma. Einige Spiele werden unter dem alten Label „M.A.D.“ (Mastertronic Added Dimension) verkauft. Z.B. habe ich mir die Baphomets Fluch Trilogie, mit Ausblick auf den folgenden neuen Teil im nächsten Monat, mal zugelegt.

Ist doch irgendwie interessant, dass so alte Software- / Hardwaremarken  immer noch im Gedächtnis der Käufer sind. Schliesslich hat man Infogrames nicht ohne Grund in Atari umbenannt, es gibt immernoch Commodore Artikel (ok, fragwuerdige Qualität, aber egal ;-)) und Mastertronic ist auch wieder da… Zurück in die 80er…

Altes Zeug programmiert

Da hab ich doch die Tage mal meine alten Z80 Assemblerkenntnisse wieder ausgegraben und mal wieder was für den Amstrad CPC programmiert. In Z88dk, einem C Compiler für Z80 Computer, gibts eine standardisiertes Interface, um RS232 Schnittstellen anzusprechen. Bisher gab es da für den CPC nur eine nicht getestete Version für das Amstrad STI RS232 Interface, da ich aber einen CPC Booster+ von Antitec mein Eigen nenne, sollte dafür auch eine Implementierung her. Gesagt, getan. Mit ein wenig Hilfe beim Setup durch einen der Hauptentwickler von Z88dk konnte ich beginnen und habe heute die Implementierung fertiggestellt. Das Interface unterstüzt jetzt alle Bitraten von 4800bps bis 115200bps, Datenbits von 5-8 Bit, Paritätsbits keine / ungerade / gerade und Stopbits 1 bzw. 2.
Getestet habe ich die Kommunikation, indem ich ein kleines Echoprogramm für den CPC geschrieben habe und über den PC Zufallszahlen an den CPC übertrage. Das Echoprogramm sendet dann die Zufallszahl direkt wieder zurück und man kann am PC dann den Vergleich mit der gesendeten Zahl durchführen und daran feststellen, ob es Fehler in der Übertragung gab. Das Programm habe ich dann auch gleich mal mehrere Stunden laufen gelassen und es gab auf beiden Seiten keinerlei Probleme. Ich hoffe, deshalb, dass die CPC Booster+ Implementierung es dann in die nächste Z88dk Version schafft.