Top 10 Android Apps

Eigentlich wollte ich schon im letzten Jahr einen Artikel zum Thema Top Apps für Android schreiben, bisher kam aber immer etwas spannenderes dazwischen und so hat sich das etwas hingezogen. Das Gute ist aber, dass ich dadurch einige Apps, die ich damals mal schnell ausprobiert habe und heute nicht mehr nutze, hier nicht mehr aufführen brauche. Die Apps, die ich hier vorstellen werde, sind größtenteils kostenlos und werden von mir intensiv genutzt. Genug aber mit dem Geschwafel, hier sind meine 10 meist genutzten Apps (Reihenfolge ist wertungsfrei):

1. SwiftKey X:

SC20120307-180721 Ja, ich fange gleich mit einer kostenpflichtigen App an… SwiftKey X ist eine alternative Tastatur für Android, die extrem lernfähig ist. Sie durchstöbert (nach Rückfrage) eure Emails und auf Wunsch auch euren Facebook-, Twitter-, Weblog-Account und lernt dabei, wie ihr eure Texte aufbaut, um die Vorschläge beim Tippen zu verbessern. Dadurch verbessert sich die Geschwindigkeit der Texteingabe enorm und manchmal kann man nur durch Klicken auf die Vorschläge schon die Sätze bilden. Die 0,45 EUR sind dafür wirklich gut angelegt.

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Zwei Wochen Samsung Galaxy S2

Mittlerweile habe ich zwei Wochen mein Galaxy S2 und konnte das Ding eingehend begutachten, also wird’s Zeit auch mal etwas darüber zu schreiben. Zuerst mal generell etwas zum Galaxy S2. Das Galaxy S2 kommt in einem schlichten Karton und der beinhaltet logischerweise alles, was man von einem Telefon erwartet. Ein Ladegerät (übrigens schon das standardisierte USB Netzteil), ein USB Datenkabel, ein Kopfhörer samt Mikrofon (Freisprecheinrichtung) inkl. Silikonstopfen für unterschiedliche Ohrgrößen, die Bedienungsanleitung, den Akku und natürlich das Galaxy S2.

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Schon beim Auspacken fällt auf, dass das Galaxy S2 sehr handlich ist und unglaublich wenig wiegt – klar ohne Akku, also erstmal die SIM-Karte einlegen. An diesem Punkt kommen wir zu einem Kritikpunkt, den Viele am S2 haben, den Akkudeckel. Man muss zuerst den Deckel des Batteriefachs entfernen. Der Deckel fällt scheinbar etwas klapprig aus, was aber ziemlich täuscht, also einfach herunterreißen – der geht schon nicht kaputt und wenn doch, die 4 EUR, die ein Ersatzdeckel kostet, fallen bei diesem Gerät dann auch nicht mehr ins Gewicht ;-).

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Android Google+ App und standortbezogene Daten

Nachdem ich eine Einladung zu Google+ bekommen habe und mit dem Dienst ein wenig herumgespielt habe, um mir mal anzuschauen, was man damit so anstellen kann, wollte ich auf meinem Telefon auch die entsprechende Anwendung anschauen. Leider kam es nicht so weit, da mir direkt beim Start das folgende Fenster präsentiert wurde:

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D.h. also, wenn ich den Dienst auf meinem Mobiltelefon verwenden möchte, muss ich zustimmen, dass meine Positionsdaten von Google verwendet werden. Eine Möglichkeit, die Anwendung ohne diese Daten zu verwenden, gibt es – zumindest derzeitig – nicht. Die Anwendung ist dann dementsprechend wieder von meinem Telefon heruntergeflogen.

Review: China Android Tablet

Vor etwas mehr als drei Wochen habe ich mir ein Android Tablet aus China über eBay gekauft. Die Idee dahinter war ganz einfach: nach dem Hype um das Apple iPad wollte ich erstmal schauen, inwiefern so ein Tablet für mich sinnvoll ist. Nach ein wenig Recherche im Netz fiel dann die Wahl auf ein Flytouch ePad, das ich bei eBay für gerade einmal 80 EUR inkl. Versandkosten ersteigert habe. Dass ich keine hochwertige Ware erwartet habe, dürfte bei diesem Preis klar sein, dennoch habe ich ein Gerät bekommen, das meine Anforderungen erfüllen kann – dazu später mehr.
Nach etwa 2 Wochen kam dann auch schon das Päckchen aus China an:

EpadBox

Und nach dem Auspacken kam dann das Tablet samt Zubehör zum Vorschein:

Epad

Neben dem ePad fand sich in der Box, wie man unschwer auf dem Bild erkennen kann, ein kurzes Benutzerhandbuch (Englisch / Chinesisch), einen Ladeadapter samt Reiseadapter, ein iPod / iPhone kompatibles Sync-Kabel und ein Adapter mit zwei USB- und einem Ethernet-Port. Beim Ladeadapter lag auch gleich schon das erste Problem: Er passt nicht in eine deutsche Steckdose und selbst der Reiseadapter passt nicht in eine deutsche Steckdose, weshalb ich ein eigenes Netzteil, das ich glücklicherweise noch zu Hause liegen hatte, verwenden musste.

Das Tablet selbst hat ein 7” resistives Touchscreen Display mit einer Auflösung von 800×480 Pixeln. Neben 2 GB Flash-Speicher besitzt es außerdem 256 MB DDR2 RAM und kann über eine Micro-SD Karte um bis zu 32 GB erweitert werden. Die CPU ist eine VIA WM8505, die mit 533 MHz getaktet ist. Die Verbindung zum lokalen Netzwerk wird über WLAN hergestellt, alternativ kann aber auch der Adapter mit Ethernetanschluß verwendet werden, wobei der Adapter allerdings etwas “klapprig” daherkommt und die Bedienung dann auch keinen Spaß mehr macht. Der Akku besitzt eine Kapazität von 2400 mAh und hält im laufenden Betrieb ungefähr 4 Stunden (je nach Art der Anwendung) durch. Zusätzlich beinhaltet das ePad ein Mikrofon und eine Kamera, sodass der Videotelefonie auch nichts mehr im Wege steht. Im Google Marketplace finden sich dazu neben Skype auch VoIP Anwendungen von z.B. Sipgate.

Auf dem Tablet kommt Android in der Version 1.6 zum Einsatz. Durch die 256 MB RAM ist es theoretisch möglich auch neuere Android Versionen auf dem ePad zu verwenden, allerdings ist davon bisher noch nichts zu hören. Wenn man Informationen zu diesem Tablet sucht, dann ist man sowieso am besten im Slatedroid-Forum aufgehoben, denn hier gibt es – auf Englisch – immer die neusten Nachrichten zum Thema ePad (und anderen Tablets) sowie selbst modifizierte ROMs. Einen Unterstützung durch den Verkäufer oder einen offiziellen Hardwaresupport des Herstellers gibt es jedenfalls nicht (auch das war mir vorher schon klar).

Wichtig bei der Auswahl des Tablets war für mich nicht das von den Medien oft genannte Lesen von eBooks und surfen im Netz, sondern vielmehr die Nutzung des Tablets als Fernsteuerung, somit war auch nicht die entsprechende Performance beim Anzeigen von Dokumenten gefragt. Anfangs habe ich eine Anwendung aus dem Marketplace verwendet, mit der man Amarok, ein Mediaplayer unter Linux, steuern kann. Das hat auch ohne Probleme funktioniert, allerdings wollte ich nun doch eine etwas größere Lösung haben, da ich auch eine DVB-S Karte in meinem Linux-Rechner stecken habe. Nach einem Blick in den Marketplace habe ich dann eine Anwendung zum steuern von MythTV gefunden – MythDroid. Mit MythDroid kann ich jetzt die Wiedergabe steuern, die EPG Daten anschauen, Aufnahmen planen und wiedergeben uvm. Damit bietet das Tablet gegenüber einer normalen Fernbedienung schonmal einen erheblichen Mehrwert und ich würde mir wünschen, dass in Zukunft die Steuerung von Fernsehern, Blu-Ray Playern, etc., die sowieso schon oft über eine WLAN Schnittstelle verfügen, ermöglicht wird.

MythDroid

Wenn man dann schonmal das Tablet zu Hause hat, kann man natürlich auch zusehen, dass man gleich noch seine Emails darauf liest. Ein Arbeitskollege hat mir dazu K-9 Mail empfohlen und nach meinen Tests kann ich das Programm auf jeden Fall weiterempfehlen. Mit meinem privaten Server, den ich nur über IMAPS erreichen kann, gab es jedenfalls – im Gegensatz zu anderen Clients auf mobilen Geräten – keine Probleme.

K9Mail

Hmm… was kommt sonst noch so zum Einsatz… Twitdroyd als Twitter-Client, AndoidPit mit den neusten Android Anwendungs-Reviews, eine IMDB Anwendung und natürlich darf eine Wetter-Anwendung auch nicht fehlen.
Mittlerweile kommt auch der mitgelieferte Chrome und natürlich Opera Mobile auch zum Einsatz, um mal eben schnell die neusten Nachrichten zu lesen. Damit ersetzt das Tablet zusätzlich noch mein Mobiltelefon, was ich bisher immer mit Opera Mobile zum schnellen Abruf von Nachrichten genutzt habe.

Fazit: Ich habe für einen Preis unter 100 EUR genau das bekommen, was ich haben wollte – ein Tablet, mit dem ich meinen Server steuern kann, das meine Fernbedienung ersetzt und das zusätzlich noch den schnellen Zugriff auf Twitter, meine Mails und Nachrichten im Netz ermöglicht. Die ein oder andere Macke des Gerätes (fehlender Herstellersupport, der resistive Touchscreen und die kurze Akkulaufzeit und das nicht auf deutsche Steckdosen passende Netzteil) kann ich verschmerzen und bin rundum zufrieden. Jedenfalls lohnt sich bei mir ein Tablet und evtl. kann man dann in Zukunft mal daran denken, sich ein Tablet in einer höheren Preiskategorie zuzulegen.