Aus einem Forum

Ok, im Thread dieses Forums ging es um Kulanz von Apple-Händlern. Dabei schrieb einer der Benutzer folgendes:

"ich musste auch 40 kilometer Fahren eine Strecke, hat sich aber gelohnt. und wie ich geschrieben habe: meistens kulante, unbürokratische Lösungen.

Beispiel: Ein Händler lässt vor den Augen des Kunden ein Notebook auf den Boden
Fallen und sagt da: "So jetzt ist es ein Fall für die Händler Versicherung und Sie mein Freund bekommen ein Nagelneues."

Das ist unbürokratisch und Kulant 😉"

Na super! Versicherungsbetrug beim Händler! Das ist mal kundenfreundlich *kopfschüttel*.

Daten übertragen ist "in"

Da hat man in den letzten Wochen / Monaten viel über Datenschutz gehört… Gerade wurde Googles Chrome auseinandergenommen, weil er eine eindeutige ID anlegt und Webseiten, die man aufruft, an Google weiterübermittelt, die Vorratsdatenspeicherung und die Verfassungsklage stehen auch noch aus, bzw. werden gerade durchgeführt, Datenlecks bei großen Konzernen haben dafür gesorgt, dass Kundendaten samt Kontonummer in Umlauf gekommen sind… Eigentlich alles Banalitäten, die endlich die „Ich habe doch nichts zu verbergen“-Bevölkerung Deutschlands erreicht, vielleicht führt das auch mal dazu, dass man bei Bedenken gegenüber Datensammlern wie Wer-kennt-Wen oder StudiVZ nicht mehr belächelt wird.

Naja, worüber ich eigentlich schreiben wollte: Ich habe heute die Meldung vom Apple-Updater bekommen, dass es eine neue Version von iTunes und Quicktime gibt und diese dann auch mal wieder installiert (diesmal war nichtmal ein Neustart notwendig). Nach dem Start von iTunes wurde mir auch gleich eine neue Option, die „Genius“-Wiedergabeliste angeboten. Die Genius-Wiedergabeliste soll so funktionieren, dass Musiktitel in einer Wiedergabeliste stilistisch besser zusammenpassen. Um dieses Feature zu aktivieren, muss man aber zustimmen, dass Daten an Apple gesendet werden, ein Klick auf „Weitere Infos“ verrät dann folgendes:

Zu den an Apple gesendeten Informationen gehören Details zu den Medien in Ihrer iTunes Mediathek wie Titelnamen, Zähler und Bewertungen. Diese Informationen werden unter einer anonymen Genius-ID gespeichert und sind nicht mit Ihrem iTunes Account verknüpft. Wenn Sie den iTunes Store oder die Genius-Seitenleiste nutzen, verwendet Apple zudem Ihre Einkaufsstatistik, um die besten Empfehlungen machen zu können.

Die Funktionalität fand ich eigentlich richtig spannend, allerdings hatte ich bereits unter Linux eine Software (sorry, Name vergessen :-(), die mir Playlisten nach Musikstil erstellt und das ohne irgendwelche Daten an irgendjemanden zu schicken, also nur durch Analyse der Musikdateien. So wird das wohl bei mir deaktiviert bleiben. Irgendwie will mittlerweile jede Firma möglichst viele Daten über ihre Kunden sammeln was mir höchst unsympathisch ist :-(.

Apple – Probleme mit UMTS

Ach ja, das IPhone. Gehyptes Prestigeobjekt mit unendlich vielen Nachrichten in der Fachpresse… Die aktuelle Version hat derweil Probleme mit dem UMTS Empfang, die zu Verbindungsabbrüchen bei Gesprächen führen können. Apple hat schon den Schuldigen gefunden: Infineon, die die Kommunikationshardware liefern. An einem Softwarepatch wird angeblich momentan gearbeitet.
Kann man das wirklich glauben? Wer ist denn eigentlich für die Endkontrolle der Geräte zuständig? Infineon oder Apple? Bei einem Test mit einem Netzwerksimulator, wie bspw. von der Firma Rhode & Schwarz, werden die Testcases, die z.B. von dem Europäischen Institut für Telekommunikationsnormen (ETSI) vorgegeben werden, ausgeführt und bilden genau diese Gegebenheiten, bei denen es jetzt Probleme gibt, ab. Solch ein eklatanter Fehler hätte hier direkt auffallen müssen, man muss sich also schon irgendwie fragen, ob die neue Version des IPhones nicht ein wenig zu früh auf den Markt gekommen ist…

Hier noch ein paar andere Links zum Thema IPhone 2.0:

Apple Firewall – Änderung an Daten rechtswidrig?

Ach ja, mal wieder eine Apple Nachricht. Diesmal geht es darum, dass die Firewall in Max OS X Leopard Dateien beim Freigeben von Verbindungen verändert. Aus diesem Grund laufen Programme, die eine Checksummenprüfung vornehmen, nicht mehr. Mit Skype und World of Warcraft sind zwei sehr bekannte Programme betroffen.
Was passiert denn da eigentlich? In der Einstellung „Zugriff auf bestimmte Dienste und Programme festlegen“, werden Programme, die bisher keine Authorisation vom Benutzer erhalten, nach Bestätigung digital signiert. D.h., dass dem Programm eine digitale Signatur angehängt wird. Das Problem, was jetzt auftritt, ist, dass die Programme mit Checksummenprüfung nun merken, dass die Programmdatei verändert wurde und somit beim nächsten Start die Ausführung verweigern. Abhilfe schafft da derzeitig nur das Neuinstallieren der Programme…

Soviel zum technischen Hintergrund. Angeregt durch die Frage „Darf Microsoft ungefragt Updates auf meinem Computer installieren?“ (siehe Heise.de) und einem Bericht des Computerclub 2 von einem Anwalt, der Microsoft deshalb verklagt, habe ich mich gefragt, ob eigentlich Apple das Recht hat, die Programmdaten durch Hinzufügen von Signaturen, etc. zu verändern. Der kritische Punkt ist jedenfalls der Paragraph 303a Absatz 1 im Strafgesetzbuch (StGB), der da lautet:

„Wer rechtswidrig Daten (§ 202a Abs. 2) löscht, unterdrückt, unbrauchbar macht oder verändert, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.“

Ist das jetzt schon so ein Punkt, wo dieser Artikel greift? Es werden ja schliesslich einfach meine Daten ohne weitere Hinweise geändert. Ich bin zwar kein Jurist, aber spannend finde ich die Frage schon.