Neues Atmel AVR Programmiergerät

Vor ein paar Jahren habe ich mir den USBasp nachgebaut und er hat eigentlich immer ganz gut funktioniert – bis auf eine Ausnahme: das Programmieren der Fuses. Irgendwie habe ich das mit dem Programmiergerät nicht hinbekommen und dann doch immer wieder mein altes Programmiergerät für den Druckeranschluß rausgeholt nur um die Fuses zu setzen. Wenn ich eine Schaltung mit 3.3V zusammengebaut habe, ist das Programmiergerät auch nicht mehr zu verwenden gewesen und deshalb konnte das so nicht bleiben. Ein neues Programmiergerät musste her. Nur welches? Gerade im Hobbybereich gibt es sehr viele, die auch noch in unterschiedlichen Preisklassen liegen und evtl. sogar mehr als nur die Atmel Mikrocontroller unterstützen.

Nach langem Überlegen und vielen Preis- / Featurevergleichen ist meine Wahl dann doch auf ein original Atmel AVRISPmkII gefallen. Warum ist eigentlich einfach zu erklären: Die günstigeren Modelle aus China oder Hong Kong haben bspw. keinerlei Support und man kann froh sein, wenn alles funktioniert. Vielleicht klappt es, vielleicht auch nicht. Dann gibt es die Varianten, die von unterschiedlichen Firmen angeboten werden und separate Programmiertools benötigen und z.B. nicht direkt aus dem AVR Studio heraus arbeiten. Auch nicht so das Wahre. Dann gibt es noch kompatible Programmiergeräte zum AVRISPmkII und zum Schluss sogar noch welche, bei denen man unterschiedliche Firmwares einspielen kann, um diverse Mikrocontroller zu unterstützen, bzw. serielle Schnittstellen oder einen kleinen Logic Analyzer, etc. Leider liegen die auch preislich mindestens gleich auf. Auch nicht das Richtige. Was man auch nicht vergessen darf: nicht alle Programmiergeräte unterstützen auch 5V und 3.3V. Das sollte heute aber üblich. Viele Programmiergeräte haben auch kein Gehäuse und fallen damit auch schon bei mir durch.

Den AVRISPmkII von Atmel habe ich jedenfalls bei Reichelt Elektronik für ~40 EUR bekommen und bin damit ganz zufrieden und wenn es Probleme gibt, kann man sich direkt mit dem Hersteller des Mikrocontrollers und des Programmiergerätes auseinandersetzen. Allerdings muss ich mir jetzt noch einen kleinen Adapter von 6pol. ISP beim AVRISPmkII auf 10pol. basteln, da meine bisherigen Projekte immer diesen Anschluss verwendeten, aber das ist ja das kleinste Problem Smiley.

avrispmkii

Ab und an muss mal ein Prototyp her

Klar, wenn man etwas entwickelt, will man ja so schnell wie möglich fertig werden, aber ab und an ist es ganz praktisch, wenn man Teile seiner Ideen schonmal testen kann. Genau das habe ich mir bei meiner aktuellen Hardwarentwicklung gedacht und erstmal nur den Mikrocontrollerteil nachgebaut. Als Bonus habe ich an die Datenleitungen ein paar LEDs drangehängt, um zu sehen, ob das, was ich mir ausgedacht habe, auch wirklich so funktioniert. Der Mikrocontroller-Teil wird per USB Stack an den PC gehängt, weshalb ich auf dem Prototypen erstmal einen USB Bootloader installiert habe. Damit ist es mir möglich, Programme auch ohne ISP Programmiergerät auf den Prototypen einzuspielen und das sogar ohne spezielle Treiber auf der PC Seite. Der nächste Schritt ist die Implementierung einer Firmware, die ein Custom-Gerät simuliert und die ich dann mit einem kleinen Programm über einen USB Treiber ansprechen kann. Hört sich einfach an – ist es bestimmt auch, aber ich brauche dafür wohl noch ein Weilchen :-).

Das ist jedenfalls der momentane Aufbau:

cpc-prototyp

Mein kleines Netbook samt USBasp Programmiergerät (links unten) und dem Prototypen (links oben).

USB-ZXJoy – diesmal ein Joystick Konverter

Im vorigen Blogeintrag habe ich ja schon beschrieben, dass ich mit USBasp ein Atmel Programmiergerät zusammengebastelt habe und da es gerade so viel Spaß gemacht hat, an USB Geräten herumzubasteln habe ich gleich mal weitergemacht und mir als nächstes einen Joystickkonverter gebaut. Mit diesem Joystickkonverter kann ich nun digitale Joysticks (z.B. die meines Amstrad CPCs) per USB an einen PC anschliessen. Und hier ist ein Bild des Lochrasterplatinenaufbaus (noch ohne 9 polige D-SUB Stecker, die muss ich noch bestellen ;-)):

usb-zxjoy

Einen ersten Test habe ich natürlich schon durchgeführt und es funktioniert soweit alles. Dank dem umständlichen Aufbau auf Lochrasterplatine habe ich diesmal gelernt, dass Kupferlackdraht doch komfortabler ist und ich das wohl in Zukunft doch endlich mal mehr einsetzen werde. Ein nächstes Projekt steht schon an, mal schauen, ob ich vielleicht schon über Ostern dazu komme, daran zu arbeiten.

USBasp: Atmel Programmer selbst gebaut

Was tun, wenn einem langsam die Druckerschnittstellen ausgehen, um seine Mikrocontroller mit dem Parallelport Programmieradapter noch zu programmieren? Klar, da muss eine Alternative her, die mit USB klarkommt. Also entweder so ein Ding bereits fertig kaufen oder halt selbst bauen. Nach ein wenig Suchen habe ich die Schaltpläne für das USBasp Programmiergerät gefunden und habe, da ich die Bauteile sowieso in der Gegend rumfliegen hatte, am Wochenende das Ding auf einer Lochrasterplatine einfach mal nachgebaut. Dabei herausgekommen ist folgendes Programmierboard:

usbasp

Das Board funktioniert, nachdem ich bei dem Streifenrasterboard eine Verbindung zwischen Pin 15 und Pin 16 am ATMega8 vergessen hatte (musste unterbrochen werden), einwandfrei und ist wesentlich schneller als die Parallelport Version. Beim nächsten Mal würde ich mir allerdings wahrscheinlich nicht mehr die Arbeit mit der Lochrasterplatine machen, sondern gleich eine Platine belichten und ätzen. Das hätte mir sicherlich etwas Zeit gespart.

Pollin AVR-Net-IO zusammengebaut

Wie ich bereits geschrieben habe, gibt es bei Pollin derzeitig ein sehr günstiges Mikrocontroller Board mit Netzwerkunterstützung. So kurz vor Weihnachten habe ich mir dann gedacht, dass man sich ja schonmal ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk machen könnte und habe mir das Teil dann bestellt und mittlerweile auch zusammengebaut. Für die Lötarbeit gingen ungefähr 1.5 Stunden drauf und dann noch eine halbe Stunde Fehlersuche, da ein kleiner Lötspan die Spannungsversorgung gebrückt hat. Mittlerweile arbeitet das Board aber ohne Probleme mit der mitgelieferten Software, die allerdings irgendwann zwischen den Feiertagen wohl durch eine andere Firmware, evtl. auch mit Bootloader, ersetzt wird. Mal schauen… Interessant wird auch, was in Zukunft mal aus dem Board werden wird. Denkbar wäre z.B. einfach nur ein anderes Gerät ins Internet zu bringen, eine Hausüberwachung, ein Webcamserver, etc. Bisher steht das noch nicht so ganz genau fest…

Hier mal ein paar Fotos vom Zusammenbau:

avrnetio1

Nette Verpackung und nicht einfach alles in Tüte gestopft, hatte da weniger erwartet und bin überrascht worden.

 

avrnetio2

Bei mir wurde ein 9pol. SUB-D Stecker zu viel mitgeliefert, ansonsten war alles mit dabei.

 

avrnetio3

Und hier das fertig aufgebaut NET-IO Board. Wie gesagt: Kompakt und günstig. Nur der Spannungsregler auf dem Board wird von mir wohl noch einen Kühlkörper bekommen, da er im Betrieb etwas warm wird. Ansonsten kann ich das Board auf jeden Fall empfehlen, aber bei dem Preis kann man ja wirklich nichts falsch machen.

Für mehr Infos und Software kann man bei Mikrocontroller.net im Wiki vorbeischauen. Da wird das Board noch ausgiebiger beschrieben.