Zweite Ausgabe des Return Magazins ist da

Letztes Jahr habe ich mich ja schon darüber gefreut, dass es ein neues Magazin “für die Generation C64” gibt, das sich mit Retrocomputing beschäftigt und als ich vor kurzem wieder die Meldung bekam, dass die neue Ausgabe diesen Monat herauskommen wird, konnte ich nicht widerstehen und habe die Ausgabe auch gleich bestellt. D.h. ich habe mittlerweile das Heft abonniert, da die erste Ausgabe so einen guten Eindruck gemacht hat :-). Jedenfalls ist die neue Ausgabe des Return Magazins draussen. Es gibt jedenfalls wieder jede Menge Artikel zum Thema Retrocomputing für unterschiedliche Systeme.

Leider habe ich beim Durchblättern in den News gelesen, dass im November letzten Jahres (bin halt nicht in der Branche drin) Armin Gessert, der zusammen mit Manfred Trenz und Chris Hülsbeck u.a. das legendäre Spiel Giana Sisters entwickelt hat, an einem Herzinfarkt gestorben ist. Traurig und viel zu früh! Vielen Dank für die vielen Stunden Spielspass!

return-magazin-2

Return – das Magazin für die Generation C64

Genau so heisst das Magazin, das ich seit letzter Woche vor mir liegen habe. Dass es so ein Retro-Magazin jetzt gibt, habe ich dank Twitter (Danke an Tiny69) mitbekommen und natürlich habe ich es mir dann auch gleich bestellt – erstmal nur ein Heft, ob es ein Abo wird, weiss ich noch nicht.
Der Name lässt ein wenig vermuten, dass es sich ausschliesslich um ein C64 Magazin handelt was aber nicht der Fall ist. Vielmehr richtet sich das Magazin an alle 8 Bit Rechner. In der ersten Ausgabe finden sich unter anderem Artikel über den SID-Soundchip, von dem sogar ein Poster beiliegt (siehe Bild), der Atari 5200 Spielkonsole oder dem 20-jährigen Jubiläum des Gameboy.
Mir gefällt die Aufmachung und die Artikelauswahl jedenfalls ganz gut. Schaut doch mal auf der Homepage von Return vorbei und bestellt euch noch heute eure Ausgabe :-).

return

Chris Hülsbeck Konzert – Symphonic Shades

Am Samstag war es endlich so weit – das lang erwartete Konzert von Chris Hülsbeck, „Symphonic Shades„, fand im Kölner Funkhaus des WDRs am Wallraffplatz statt. Bereits vor dem Konzert, als Chris Hülsbeck, Jonne Valtonen, Yuzo Koshiro und Takenobu Mitsuyoshi Autogramme gaben, konnte man schon sehen, dass es sich hier nicht um ein gewöhnliches, klassisches Konzert handelt, sondern dass hier viele unterschiedliche Menschen angesprochen werden.

symsha-1 symsha-2

Nachdem dann das Orchester den Saal betreten hat, gab es noch eine kurze Einweisung vom Radiomoderator des WDR4, danach kam noch der Dirigent, Grammy-Preisträger Arnie Roth, auf die Bühne und das Konzert konnte mit der „Grand Monster Slam, Opening Fanfare“ beginnen.

symsha-3

Nach diesem Eingangstitel betrag Matthias Opdenhövel die Bühne und führte von nun an gut durch das Programm des Abends, wobei er später einen kleinen Patzer machte, denn „The Great Giana Sisters“ gab es auch für den C64, aber das Raunen im Publikum hat ihn schnell darauf hingewiesen ;-).
In der Pause hat mir übrigens noch jemand von Radio Parallax, einem Radio, das SID & MOD Remixes spielt, eine Karte in die Hand gedrückt. Vielen Dank auch nochmal dafür!

radio-parallax

Die bekannteren Titel von Chris Hülsbeck, wie R-Type, The Great Giana Sisters, Shades und Turrican II, kamen dann alle im zweiten Teil des Konzertes, wobei die unterschiedlichen Stilrichtungen der klassischen Musik teilweise mit eingebracht wurden, was man an Turrican II am besten hören konnte. Im Übrigen war auch Turrican II gleichzeitig mein absoluter Favorit des gesamten Konzertes.

Das Konzert hat mir insgesamt sehr gut gefallen und es ist auf jeden Fall imposant 120 Musiker zu hören, die Konzertversionen von Videospielen wiedergeben. Die Aufnahme des WDR4 Radiostreams hat auch gut funktioniert, sodass ich, während ich diese Zeilen schreibe, gerade das Konzert nochmal anhören kann. Man hört allerdings deutlich Artefakte – 128kbit bei einem Orchester sind nicht das optimale Ergebnis, aber es wird ja noch eine CD von Symphonic Shades geben – den Besuch des Konzertes kann sie aber gewiss nicht ersetzen.

Update: Da mittlerweile die ein oder anderen Seiten im Netz auftauchen, die sich mit Symphonic Shades beschäftigen, werde ich hier noch zusätzliche Links zum Thema anfügen.

Chris Hülsbeck im Radio

Den meisten Leuten wird wohl der Name Chris Hülsbeck erstmal nichts sagen, aber wenn man dann das ein oder andere Computerspiel und die dazugehörige Musik anspricht, dann ist doch eine Wiedererkennung gegeben. Chris Hülsbeck hat z.B. die Musik für Spiele wie Turrican, The Great Giana Sisters und Katakis u.a. für den Commodore 64 komponiert. Das sind aber nur Beispiele aus den Anfängen, denn mittlerweile hat er schon für LucasArts, Nintendo und viele weitere Firmen gearbeitet. Außerdem verkauft über sein eigenes Plattenlabel SynSoniq Musik von Computerspielen.
Heute Abend spielt das WDR Rundfunkorchester unter der Leitung des Grammy-Preisträgers Arnold Roth in dem Konzert "Symphonic Shades" diverse Stücke von Chris Hülsbeck und ich bin einer derjenigen, die das Vergnügen haben werden, sich das Ganze live anzuhören. Da die Resonanz auf das Konzert sehr groß ist wird es eine CD mit allen Stücken des Konzertes geben. Sie kann jetzt schon bei MAZ Sound Tools unverbindlich vorbestellt werden. Zusätzlich wird es heute Abend auch eine Liveübertragung im WDR4 (sonst eher nicht mein Musikgeschmack ;-)) geben. Das Konzert startet um 20.05 Uhr und endet um 22.05 Uhr. Wer Lust hat, kann ja mal reinhören…

Voll verpasst

Da kümmert sich mal ein öffentlich-rechtlicher Sender um die alten 8bit Rechner, da ganz im speziellen auch um deren Musik, und ratet mal, wer das nicht mitbekommen hat? Durch ein anderes Weblog (Nerdcore) habe ich durch Zufall Wind davon bekommen, allerdings war es für die Erstausstrahlung dann doch zu spät.
Es handelt sich um eine Dokumentation mit dem Namen "The 8 Bit Philosophy – a Commodore 64 Symphony", die sich eben mit der Musikszene damals und heute beschäftigt, und wurde auf 3sat in der Sendung "neues" gezeigt. Unter anderem sieht man hier Interviews mit bekannten 8bit Musikern wie Chris Huelsbeck, Allister Brimble, Reyn Ouwehand und Romeo Knight.
Glücklicherweise gibt es ja die ZDF Mediathek, sodass man sich die Sendung jetzt zu jeder Zeit anschauen kann.