Dummy Datengenerator

Ab und an benötigt man während einer Entwicklungsphase eine Menge Testdaten für eigene Programme und richtige Daten möchte man dann nicht unbedingt eingeben. Macht ja auch keinen Sinn die selbstgeschriebene Software, die evtl. noch eine Menge Fehler aufweist, mit richtigen Daten zu füttern, vom Datenschutz ganz zu schweigen.
Für sowas gibt es aber glücklicherweise einen Datengenerator unter http://www.generatedata.com, der Dummy Kundendaten generiert. Zur Verwendung wird ein JavaScript-fähiger Browser benötigt und schon kann man sich tausende von Datensätzen in den Formaten HTML, Excel, XML, CSV und SQL erstellen lassen. Bei den Datensätzen kann man sich komplette Adressen mit Telefonnummern und Emailadressen generieren lassen.

Daten übertragen ist "in"

Da hat man in den letzten Wochen / Monaten viel über Datenschutz gehört… Gerade wurde Googles Chrome auseinandergenommen, weil er eine eindeutige ID anlegt und Webseiten, die man aufruft, an Google weiterübermittelt, die Vorratsdatenspeicherung und die Verfassungsklage stehen auch noch aus, bzw. werden gerade durchgeführt, Datenlecks bei großen Konzernen haben dafür gesorgt, dass Kundendaten samt Kontonummer in Umlauf gekommen sind… Eigentlich alles Banalitäten, die endlich die „Ich habe doch nichts zu verbergen“-Bevölkerung Deutschlands erreicht, vielleicht führt das auch mal dazu, dass man bei Bedenken gegenüber Datensammlern wie Wer-kennt-Wen oder StudiVZ nicht mehr belächelt wird.

Naja, worüber ich eigentlich schreiben wollte: Ich habe heute die Meldung vom Apple-Updater bekommen, dass es eine neue Version von iTunes und Quicktime gibt und diese dann auch mal wieder installiert (diesmal war nichtmal ein Neustart notwendig). Nach dem Start von iTunes wurde mir auch gleich eine neue Option, die „Genius“-Wiedergabeliste angeboten. Die Genius-Wiedergabeliste soll so funktionieren, dass Musiktitel in einer Wiedergabeliste stilistisch besser zusammenpassen. Um dieses Feature zu aktivieren, muss man aber zustimmen, dass Daten an Apple gesendet werden, ein Klick auf „Weitere Infos“ verrät dann folgendes:

Zu den an Apple gesendeten Informationen gehören Details zu den Medien in Ihrer iTunes Mediathek wie Titelnamen, Zähler und Bewertungen. Diese Informationen werden unter einer anonymen Genius-ID gespeichert und sind nicht mit Ihrem iTunes Account verknüpft. Wenn Sie den iTunes Store oder die Genius-Seitenleiste nutzen, verwendet Apple zudem Ihre Einkaufsstatistik, um die besten Empfehlungen machen zu können.

Die Funktionalität fand ich eigentlich richtig spannend, allerdings hatte ich bereits unter Linux eine Software (sorry, Name vergessen :-(), die mir Playlisten nach Musikstil erstellt und das ohne irgendwelche Daten an irgendjemanden zu schicken, also nur durch Analyse der Musikdateien. So wird das wohl bei mir deaktiviert bleiben. Irgendwie will mittlerweile jede Firma möglichst viele Daten über ihre Kunden sammeln was mir höchst unsympathisch ist :-(.

Apple Firewall – Änderung an Daten rechtswidrig?

Ach ja, mal wieder eine Apple Nachricht. Diesmal geht es darum, dass die Firewall in Max OS X Leopard Dateien beim Freigeben von Verbindungen verändert. Aus diesem Grund laufen Programme, die eine Checksummenprüfung vornehmen, nicht mehr. Mit Skype und World of Warcraft sind zwei sehr bekannte Programme betroffen.
Was passiert denn da eigentlich? In der Einstellung „Zugriff auf bestimmte Dienste und Programme festlegen“, werden Programme, die bisher keine Authorisation vom Benutzer erhalten, nach Bestätigung digital signiert. D.h., dass dem Programm eine digitale Signatur angehängt wird. Das Problem, was jetzt auftritt, ist, dass die Programme mit Checksummenprüfung nun merken, dass die Programmdatei verändert wurde und somit beim nächsten Start die Ausführung verweigern. Abhilfe schafft da derzeitig nur das Neuinstallieren der Programme…

Soviel zum technischen Hintergrund. Angeregt durch die Frage „Darf Microsoft ungefragt Updates auf meinem Computer installieren?“ (siehe Heise.de) und einem Bericht des Computerclub 2 von einem Anwalt, der Microsoft deshalb verklagt, habe ich mich gefragt, ob eigentlich Apple das Recht hat, die Programmdaten durch Hinzufügen von Signaturen, etc. zu verändern. Der kritische Punkt ist jedenfalls der Paragraph 303a Absatz 1 im Strafgesetzbuch (StGB), der da lautet:

„Wer rechtswidrig Daten (§ 202a Abs. 2) löscht, unterdrückt, unbrauchbar macht oder verändert, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.“

Ist das jetzt schon so ein Punkt, wo dieser Artikel greift? Es werden ja schliesslich einfach meine Daten ohne weitere Hinweise geändert. Ich bin zwar kein Jurist, aber spannend finde ich die Frage schon.