Akismet Spamfilter in Deutschland rechtswidrig

Akismet ist eines der Standard-Plugins für WordPress. Es wird also automatisch bei jeder Installation mitgeliefert und kann zum herausfiltern von Spam-Kommentaren verwendet werden. Bisher habe ich das Plugin erfolgreich hier verwendet und es hat auch jede Menge Spam geblockt, allerdings gibt es bei der Verwendung ein Problem: Das Plugin telefoniert nach Hause. D.h. es werden die Kommentare sowieso Zusatzdaten an einen Server in den USA geschickt, der dann den neuen Kommentar überprüft. Das Problem ist, dass ohne eine Datenschutzerklärung, in der man genau das beschreibt, das so nicht erlaubt ist. Da ich persönlich versuche so wenig Daten wie möglich preis zu geben und Datensammelei nicht mag, werde ich das Plugin ab sofort deaktivieren und dafür Antispam Bee installieren. Mal schauen, ob das Plugin genauso erfolgreich gegen Spam ist.
Mehr zu dieser Problematik gibt es beim Datenwachschutz Blog.

Dummy Datengenerator

Ab und an benötigt man während einer Entwicklungsphase eine Menge Testdaten für eigene Programme und richtige Daten möchte man dann nicht unbedingt eingeben. Macht ja auch keinen Sinn die selbstgeschriebene Software, die evtl. noch eine Menge Fehler aufweist, mit richtigen Daten zu füttern, vom Datenschutz ganz zu schweigen.
Für sowas gibt es aber glücklicherweise einen Datengenerator unter http://www.generatedata.com, der Dummy Kundendaten generiert. Zur Verwendung wird ein JavaScript-fähiger Browser benötigt und schon kann man sich tausende von Datensätzen in den Formaten HTML, Excel, XML, CSV und SQL erstellen lassen. Bei den Datensätzen kann man sich komplette Adressen mit Telefonnummern und Emailadressen generieren lassen.

Datenklau bei Telekom

Weiter gehts mit den Verletzungen beim Datenschutz. Mal wieder hat es die Telekom erwischt, allerdings diesmal erst zwei Jahre später. Zum eigentlichen Skandal möchte ich gar nichts mehr schreiben, denn mittlerweile interessieren sich die Medien scheinbar für Datenschutz, ich möchte vielmehr auf die in dieser Woche veröffentlichte Folge 128 des ComputerClub 2 mit Wolfgang Back und Wolfgang Rudolph – ja, die vom WDR Computerclub – hinweisen, in der Peter Welchering vom „Datengipfel„, der Anfang des Monats in Berlin stattfand, berichtet. Hört einfach mal rein.

Neues Tutorial: USB Stick verschlüsseln

Nach den ganzen Hiobsbotschaften zum Thema Datenschutz der letzten Wochen, gelangt dieses Thema endlich mal an die Öffentlichkeit. Da aber noch viele Menschen keine Lust haben ihre Daten zu verschlüsseln und auch firmeninterne Informationen immernoch gerne unverschlüsselt auf USB Sticks in der Gegend herumgereicht werden, die dann im Falle eines Diebstahls schnell in die falschen Hände geraten könnten, habe ich mich dazu entschlossen, ein Tutorial zu erstellen, das zeigt, wie einfach es ist, einen USB Stick oder eine externe Festplatte zu verschlüsseln. Der externe Speicher wird dabei so vorbereitet, dass beim Einstecken ins System, Windows automatisch das Verschlüsselungsprogramm startet und, wenn das Passwort stimmt, die verschlüsselte Datei als Laufwerk in das System einbindet. Dabei kommt das OpenSource Programm Truecrypt zum Einsatz. Also schaut euch den Artikel doch mal an.

Daten übertragen ist "in"

Da hat man in den letzten Wochen / Monaten viel über Datenschutz gehört… Gerade wurde Googles Chrome auseinandergenommen, weil er eine eindeutige ID anlegt und Webseiten, die man aufruft, an Google weiterübermittelt, die Vorratsdatenspeicherung und die Verfassungsklage stehen auch noch aus, bzw. werden gerade durchgeführt, Datenlecks bei großen Konzernen haben dafür gesorgt, dass Kundendaten samt Kontonummer in Umlauf gekommen sind… Eigentlich alles Banalitäten, die endlich die „Ich habe doch nichts zu verbergen“-Bevölkerung Deutschlands erreicht, vielleicht führt das auch mal dazu, dass man bei Bedenken gegenüber Datensammlern wie Wer-kennt-Wen oder StudiVZ nicht mehr belächelt wird.

Naja, worüber ich eigentlich schreiben wollte: Ich habe heute die Meldung vom Apple-Updater bekommen, dass es eine neue Version von iTunes und Quicktime gibt und diese dann auch mal wieder installiert (diesmal war nichtmal ein Neustart notwendig). Nach dem Start von iTunes wurde mir auch gleich eine neue Option, die „Genius“-Wiedergabeliste angeboten. Die Genius-Wiedergabeliste soll so funktionieren, dass Musiktitel in einer Wiedergabeliste stilistisch besser zusammenpassen. Um dieses Feature zu aktivieren, muss man aber zustimmen, dass Daten an Apple gesendet werden, ein Klick auf „Weitere Infos“ verrät dann folgendes:

Zu den an Apple gesendeten Informationen gehören Details zu den Medien in Ihrer iTunes Mediathek wie Titelnamen, Zähler und Bewertungen. Diese Informationen werden unter einer anonymen Genius-ID gespeichert und sind nicht mit Ihrem iTunes Account verknüpft. Wenn Sie den iTunes Store oder die Genius-Seitenleiste nutzen, verwendet Apple zudem Ihre Einkaufsstatistik, um die besten Empfehlungen machen zu können.

Die Funktionalität fand ich eigentlich richtig spannend, allerdings hatte ich bereits unter Linux eine Software (sorry, Name vergessen :-(), die mir Playlisten nach Musikstil erstellt und das ohne irgendwelche Daten an irgendjemanden zu schicken, also nur durch Analyse der Musikdateien. So wird das wohl bei mir deaktiviert bleiben. Irgendwie will mittlerweile jede Firma möglichst viele Daten über ihre Kunden sammeln was mir höchst unsympathisch ist :-(.