Neues Opensource Handheld: Pandora (Reloaded)

Mittlerweile ist es fast zwei Jahre her wo ich einen Artikel über das neue Opensource Handheld, die Pandora oder auch OpenPandora, geschrieben habe. Damals habe ich mir gedacht, dass es sich für mich nicht lohnt, da ich bereits mit dem Gamepark GP2x ein Handheld habe, mit dem ich alle notwendigen Emulatoren unterwegs dabei habe. Mittlerweile gibt es auch für mein Mobiltelefon schon einige Emulatoren, die ganz gut funktionieren und die, dank integrierter Tastatur, auch ganz gut brauchbar sind. Im Rückblick wollte ich mal schauen, was daraus eigentlich geworden ist, da ich dieses ambitionierte Projekt nach wie vor beobachte, denn ein Release gab es von der Pandora immer noch nicht und die Vorbesteller, die bereits das Geld schon gezahlt haben, fangen langsam immer lauter an zu murren…

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Neues Opensource Handheld: Pandora

Mittlerweile besitze ich zwei „Opensource“ Handhelds: den Gamepark GP32 und den Gamepark GP2x, letzteren sogar alss „First Edition“, also der ersten Auflage von unter 5000 Stück. Mit dem GP32 war ich sehr zufrieden, allen voran das Spiel Pinball Dreams war hier der Knaller, von den vielen kleinen Homebrew Spielen, Emulatoren und der Möglichkeit MP3s abzuspielen ganz zu schweigen.
Der GP2x war auch nicht schlecht, hatte allerdings bei meinem Modell noch einige kleinere Macken, die später von Gamepark ausgebügelt wurden. Hier gab es allerdings weniger kommerzielle Spiele, wieder die selben Emulatoren und irgendwie hat man den zweiten Prozessor dank fehlender MMU nie so richtigig ansteuern können. Gamepark hat ausserdem mehrere Hardware Updates herausgebracht, die einiges geändert haben, z.B. hat der derzeitige GP2x F200 einen Touchscreen und ein Steuerkreuz spendiert bekommen. Letztendlich habe ich auf dem GP2x nur die selben Emulatoren wie auf dem GP32 benutzt.
Doch jetzt kommt der Neue: Entwickelt von der Community rund um den GP2x, wurde das komplette Gerät von denen entwickelt, die vorher die Homebrew für den GP2x geschrieben haben. Nachfolgend die Leistungsdaten des Gerätes, das den Namen „Pandora“ bekam:

  • ARM® Cortex™-A8 CPU running Linux
  • 800×480 4.3″ 16.7 million colours touchscreen LCD
  • OpenGL 2.0 compliant 3D hardware
  • Wifi 802.11b/g
  • Dual SDHC card slots
  • Dual Analogue and Digital gaming controls
  • 43 button QWERTY and numeric keypad
  • TV output
  • High Speed USB Host

Na das hört sich doch eigentlich schonmal ganz gut an. Laut diversen Gerüchten wird das Gerät etwas grösser als ein Nintendo DS sein und 128MB RAM Speicher haben. Als Betriebssystem wird, genau wie beim GP2x, wieder Linux zum Einsatz kommen.
Vor ein paar Tagen wurde zudem das lang erwartete Gehäusedesign des Pandora vorgestellt. Hier mal ein Foto von http://www.openpandora.ca:

Pandora Gaming Handheld

Wie man sieht ist das Design stark an einem Nintendo DS angelehnt, bietet aber, statt dem zweiten Bildschirm, eine Tastatur, die bei Emulatoren zum Einsatz kommen wird (bspw. beim C64, Amstrad CPC, etc.). Auch wurde an ein digitales Steuerkreuz gedacht und zusätzlich noch zwei analoge Joysticks eingebaut.
Genauso unbestätigt wie der Preis von ca. 289 EUR ist derzeitig noch der Releasetermin, der ca. März / April 2008 sein soll.

Meine Meinung zum Gerät ist, dass ich derzeitig keinen neuen Handheld für Emulatoren mehr brauche. Man kann sich für den Preis auch schon einen Asus EEE PC holen und hat damit dann auch eine ideale Emulatorplattform. Gut, einen Joystick muss man dann aber noch separat anschliessen. Dadurch, dass der GP2x auch noch nicht allzulange auf dem Markt ist (etwas mehr als 2 Jahre), wird man sicherlich auch nicht jeden, der den GP2x gekauft hat, wieder dazu motivieren können, sich auch einen Pandora zu kaufen, während die Entwickler, die bisher für den GP2x entwickelt haben, zum neuen System wechseln werden. Irgendwie für beide Plattformen nicht ideal.
Kommerzielle Spiele wird es mit Sicherheit so gut wie gar keine geben, sodass man auf Emulatoren (Playstation sollte z.B. kein Problem sein) und Homebrew Spiele festgelegt ist.
Meine Devise ist also diesmal abwarten anstatt vorbestellen. Interessant ist das Gerät auf jeden Fall, aber ob es sich lohnt knapp 300 EUR für ein Gerät zu bezahlen, das wieder die selben Emulatoren und Homebrew Spiele bietet, muss sich erst noch herausstellen.