Onboard-Grafikchips verschwinden bis 2013

Wie man in letzter Zeit z.B. bei heise.de lesen konnte, wird laut einer Studie von Jon Peddie Research (JPR) bis 2013 der Marktanteil der ausgelieferten Onboard-Grafikchips auf unter 1 Prozent sinken. Der Grund dafür ist, dass die Hersteller in Zukunft dazu übergehen werden, einen Kern der CPU für die Grafikausgabe zu verwenden.

Im Prinzip deckt sich das mit den Erwartungen, die ich in Zukunft an die Grafikchips bzw. die CPUs habe. Während anfangs die CPUs immer neue Rekorde bei den Geschwindigkeiten aufgestellt haben, ist hier der Trend mittlerweile zur Parallelisierung immer größer geworden. Bei den GPUs war es eigentlich umgekehrt. Man hatte hier spezielle Kerne, die parallel arbeiten und geht mittlerweile dazu über auch spezielle Rechenaufgaben mit CUDA oder Stream zu übernehmen und mehr als nur Grafikoperationen zu ermöglichen. Somit nähern sich CPU und GPU immer weiter an. Im Prinzip erwarte ich, dass es in Zukunft wohl so sein wird, dass wir in allen Rechnern Mehrkernprozessoren haben, die auch gleichzeitig die Grafikbeschleunigung übernehmen. Im Prinzip wird dabei auch eine Art Load-Balancing möglich, da man z.B. nur bei 3D Anwendungen viele Kerne braucht, die man bei reiner 2D Darstellung für Rechenaufgaben zur Verfügung stellen kann. Insgesamt also ein höhere Flexibilität.
Dass die Industrie bereits in diese Richtung geht, sieht man an der derzeitigen Entwicklung bei Intel. Intel arbeitet derzeitig an einer neue Grafikkarte, der Larrabee, die auf einem Cluster von Pentium Prozessoren basiert. Ich bin jedenfalls mal gespannt wie es in Zukunft weiter gehen wird.

Altes Zeug in München / Schneider Computer lebt

Da fährt man durch München durch und sieht aus den Augenwinkeln ein Schild, dass es eigentlich gar nicht mehr geben dürfte, da es die dazugehörige Firma seit 2002 faktisch nicht mehr gibt (Insolvenz). Nachdem wir dann gewendet haben, konnte ich doch noch ein Beweisfoto machen:

schneider-computer

Ausgefunzelt

Meine alte Notebookmaus hat den Geist aufgegeben, also musste ein Ersatz her. Leider hat diese blau leuchtende Etwas mich so genervt (leuchtet auch, wenn der Rechner ausgeschaltet ist), dass ich die blaue Leuchtdiode erstmal herausgeschnitten habe. War eine absolut richtige Entscheidung. Wer baut eigentlich sowas und vor allem: wer kauft sowas ;-)?

maus1

maus2

Mailserver mal neu starten

Wie ich hier im Blog bereits schrieb, habe ich mir einen NSLU2 von Linksys so aufgebohrt, dass er als Mailserver in meinem Netzwerk verwendet wird. Leider war es in letzter Zeit so, dass sich der Spamfilter, Spamassassin, regelmäßig weggeschossen hat und ich so keine Mail mehr raus oder reinbekam. Bei normalen Mails ging es meistens noch, waren allerdings Anhänge mit dabei, war schnell Feierabend. Um das Problem zu beheben ist es notwendig den Spamassassin Dienst zu beenden und neu zu starten. Da aber auch das ein oder andere Programm auf der kleinen Kiste immer mehr Speicher verbraucht habe ich mich jetzt dazu entschlossen die kleine Kiste einmal in der Woche automatisch neu starten zu lassen. Ich will hoffen, dass das zumindest ein wenig Abhilfe schafft und keine sonstigen Probleme aufwirft. Durch den ganzen Overhead von Perl braucht Spamassassin viel Speicher, der auf der Slug nicht zur Verfügung steht. Kann also auch passieren, dass ich in Zukunft auf den Spamfilter im Mailserver verzichte und dann wieder ausschliesslich auf dem Client filtere (was bei IMAP irgendwie nicht gerade das gelbe vom Ei ist, da man jede Nachricht erstmal herunterladen muss).
Mal schauen, ob ich dann beim geplanten Restart auch ein automatisches Backup der Maildatenbank mit einbaue. Bisher mache ich das noch manuell per Rsync.

Neues Opensource Handheld: Pandora

Mittlerweile besitze ich zwei „Opensource“ Handhelds: den Gamepark GP32 und den Gamepark GP2x, letzteren sogar alss „First Edition“, also der ersten Auflage von unter 5000 Stück. Mit dem GP32 war ich sehr zufrieden, allen voran das Spiel Pinball Dreams war hier der Knaller, von den vielen kleinen Homebrew Spielen, Emulatoren und der Möglichkeit MP3s abzuspielen ganz zu schweigen.
Der GP2x war auch nicht schlecht, hatte allerdings bei meinem Modell noch einige kleinere Macken, die später von Gamepark ausgebügelt wurden. Hier gab es allerdings weniger kommerzielle Spiele, wieder die selben Emulatoren und irgendwie hat man den zweiten Prozessor dank fehlender MMU nie so richtigig ansteuern können. Gamepark hat ausserdem mehrere Hardware Updates herausgebracht, die einiges geändert haben, z.B. hat der derzeitige GP2x F200 einen Touchscreen und ein Steuerkreuz spendiert bekommen. Letztendlich habe ich auf dem GP2x nur die selben Emulatoren wie auf dem GP32 benutzt.
Doch jetzt kommt der Neue: Entwickelt von der Community rund um den GP2x, wurde das komplette Gerät von denen entwickelt, die vorher die Homebrew für den GP2x geschrieben haben. Nachfolgend die Leistungsdaten des Gerätes, das den Namen „Pandora“ bekam:

  • ARM® Cortex™-A8 CPU running Linux
  • 800×480 4.3″ 16.7 million colours touchscreen LCD
  • OpenGL 2.0 compliant 3D hardware
  • Wifi 802.11b/g
  • Dual SDHC card slots
  • Dual Analogue and Digital gaming controls
  • 43 button QWERTY and numeric keypad
  • TV output
  • High Speed USB Host

Na das hört sich doch eigentlich schonmal ganz gut an. Laut diversen Gerüchten wird das Gerät etwas grösser als ein Nintendo DS sein und 128MB RAM Speicher haben. Als Betriebssystem wird, genau wie beim GP2x, wieder Linux zum Einsatz kommen.
Vor ein paar Tagen wurde zudem das lang erwartete Gehäusedesign des Pandora vorgestellt. Hier mal ein Foto von http://www.openpandora.ca:

Pandora Gaming Handheld

Wie man sieht ist das Design stark an einem Nintendo DS angelehnt, bietet aber, statt dem zweiten Bildschirm, eine Tastatur, die bei Emulatoren zum Einsatz kommen wird (bspw. beim C64, Amstrad CPC, etc.). Auch wurde an ein digitales Steuerkreuz gedacht und zusätzlich noch zwei analoge Joysticks eingebaut.
Genauso unbestätigt wie der Preis von ca. 289 EUR ist derzeitig noch der Releasetermin, der ca. März / April 2008 sein soll.

Meine Meinung zum Gerät ist, dass ich derzeitig keinen neuen Handheld für Emulatoren mehr brauche. Man kann sich für den Preis auch schon einen Asus EEE PC holen und hat damit dann auch eine ideale Emulatorplattform. Gut, einen Joystick muss man dann aber noch separat anschliessen. Dadurch, dass der GP2x auch noch nicht allzulange auf dem Markt ist (etwas mehr als 2 Jahre), wird man sicherlich auch nicht jeden, der den GP2x gekauft hat, wieder dazu motivieren können, sich auch einen Pandora zu kaufen, während die Entwickler, die bisher für den GP2x entwickelt haben, zum neuen System wechseln werden. Irgendwie für beide Plattformen nicht ideal.
Kommerzielle Spiele wird es mit Sicherheit so gut wie gar keine geben, sodass man auf Emulatoren (Playstation sollte z.B. kein Problem sein) und Homebrew Spiele festgelegt ist.
Meine Devise ist also diesmal abwarten anstatt vorbestellen. Interessant ist das Gerät auf jeden Fall, aber ob es sich lohnt knapp 300 EUR für ein Gerät zu bezahlen, das wieder die selben Emulatoren und Homebrew Spiele bietet, muss sich erst noch herausstellen.