USB Speicher mit Veracrypt verschlüsseln

Lang ist es her, da habe ich hier im Blog einen Artikel mit einer Schritt für Schritt Anleitung veröffentlicht, wie man mit dem damals noch aktuellen Verschlüsselungsprogramm Truecrypt einen verschlüsselten Container auf einem USB Speicher anlegen und mit einer portablen Version von Truecrypt versehen konnte, um ihn an jedem Rechner einsetzen zu können. Mittlerweile hat sich aber der ursprüngliche Autor von der Entwicklung zurückgezogen und Truecrypt für unsicher erklärt. Zwar hat ein Sicherheitsaudit trotzdem die Sicherheit des Programms bestätigt, aber dennoch wurde das Programm eingestellt.
Btw, der Lebenswandel des Autors von Truecrypt ist übrigens sehr spannend und wird in einem Artikel von Heise genauer beleuchtet.

In der Zwischenzeit wurde aber der Sourcecode von Truecrypt übernommen und aktiv unter dem neuen Projektnamen Veracrypt weiterentwickelt. Veracrypt basiert also auf Truecrypt, behebt aber die beim Sicherheitsaudit festgestellten „Probleme“ und wird aktiv weiterentwickelt. Zeit also, den Artikel endlich zu aktualisieren und auf Veracrypt anzupassen – und das habe ich heute gemacht. Ihr findet den Artikel auf der rechten Seite im Menü oder hier über den direkten Link „USB Speicher mit Veracrypt verschlüsseln“.

Warum man seine wichtigen Daten auf externen Datenträgern in einem gesicherten Container speichern sollte, ist, denke ich, offensichtlich. Ist man unterwegs und verliert den USB Stick kann es unangenehm sein, wenn die darauf gespeicherten, persönlichen Daten später irgendwann im Internet liegen. Die Datenhoheit über meine Urlaubsbilder, Steuererklärung, Kontoauszüge, Sourcecode, etc. möchte ich jedenfalls behalten. Also viel Spaß beim Verschlüsseln eurer externen Festplatten / Sticks / CDs :-)!

Midi-Synthese unter Windows Vista und die ScummVM

Endlich bin ich mal dazu gekommen, mein schon vor Wochen versprochenen Artikel zur Midi-Synthese unter Windows Vista zu schreiben. Ich hoffe, er hilft euch, in Zukunft eine bessere Midi-Synthese zu erhalten, speziell bei der ScummVM ist das sehr sinnvoll, da z.B. LucasArts damals schon auf Midi gesetzt hat (ich habe z.B. mal mein Keyboard an der PC angeschlossen und darüber die Musik der Scumm Spiele ausgeben lassen).
Kleiner Tipp: Bevor ihr diese Anleitung befolgt, hört euch nochmal eine Midi Datei an – das macht es leichter später den Unterschied zu hören.

Aber halt… Worum geht es denn eigentlich? Als ich auf mein Windows Vista System umgestiegen bin, ist mir relativ schnell aufgefallen, dass man keine Möglichkeit mehr hat, die Midi-Ausgabe für Midi-Dateien zu bestimmen. Die meisten Vista-Nutzer werden jetzt mit dem Kopf schütteln und sich fragen, was man denn heute noch mit Midi-Ausgabe machen will, aber das ist ganz einfach zu erklären:

  1. Wenn man ein Midi-Gerät an den PC angeschlossen hat, kann man Midi-Dateien über dieses Gerät ausgeben lassen.
  2. Man kann die Vista-eigene Midi-Synthese ersetzen und einen besseren Soundfont verwenden, um eine bessere Soundqualität zu erreichen.

In meinem speziellen Fall wollte ich die Soundausgabe der ScummVM verbessern und einen besseren Soundfont verwenden. Ich habe dabei nacheinander folgende Schritte durchgeführt:

  1. Downloaden der neusten Timidity++ von http://sourceforge.jp/projects/twsynth/. Achtung: ich habe zuerst den Fehler gemacht und eine Version von Sourceforge.net geladen, die Adresse mit dem ".jp" – also Japan – ist schon korrekt.
  2. Download des Airfont 340 Soundfonts von http://soundfonts.homemusician.net/collections_soundfonts/airfont_340.html
  3. Zum Schluss braucht man noch das Tool SfArk, um den Soundfont zu entpacken. Das bekommt man hier: http://melodymachine.com/sfark.htm

So, nachdem nun alle benötigten Dateien gedownloaded worden sind, wird zuerst Timidity++ installiert.
Als nächstes muss der heruntergeladene Soundfont A340 entpackt werden. Installiert dazu SfArk und ladet den Soundfont. Anschliessend den Soundfont einfach in das Verzeichnis "musix" in eurer Timidity++ Installation entpacken (bei mir also "c:\Program Files\Timidity++\musix).
Um den Soundfont dann auch in Timidity++ zu aktivieren, müsst ihr das Tool "setwindrv.exe" im "bin" Verzeichnis eurer Timidity++ Installation aktivieren. Hier einfach alle Soundfonts aus der "soundfonts & includes" Liste entfernen und unseren neuen Soundfont "a340.sf2" hinzufügen.

Alles was jetzt noch fehlt ist die Konfiguration für die Midi-Ausgabe. Unter Windows XP geht das ganz einfach mit dem Midi-Mapper, aber leider war Microsoft der Meinung, dass man das entsprechende Setuptool aus der Systemsteuerung entfernen sollte. Ist aber kein Problem, da man hier ein Alternativtool downloaden kann.
Zur Installation muss das Tool nach "c:\windows\system32" kopiert werden. Danach das Setuptool in der Systemsteuerung auswählen und als Midi-Ausgabegerät "Timidity++" auswählen. Sicherheitshalber könnt ihr euer System nochmal neu booten, das ist aber nicht unbedingt notwendig. Übrigens wäre jetzt ein guter Zeitpunkt um sich nochmal die Midi-Datei vom Anfang anzuhören, da man jetzt prima den Unterschied hört :-).

Das war es auch schon. Wenn ihr jetzt mal ein ScummVM Spiel startet, wird die Musik in den Spielen wesentlich besser klingen.

USB Protokoll verstehen

Momentan schlage ich mich an der Arbeit mit dem USB Standard auf Protkollebene herum. Vielleicht interessiert es ja den ein oder anderen auch, was da so auf der Leitung vor sich geht. Falls euch die Spezifikation von http://www.usb.org zu trocken und langatmig ist, dann hab ich hier für euch zwei hervorragende Seiten, die die Abläufe bei USB auf Protokollebene ganz gut und praxisbezogen beschreiben:

USB made simple: http://www.usbmadesimple.co.uk
USB in a nutshell: http://www.beyondlogic.org/usbnutshell
A webinar by Mentor Graphics on Fundamental of USB: http://seminar2.techonline.com/~fundamentals/usb/player.html