Aus einem Forum

Ok, im Thread dieses Forums ging es um Kulanz von Apple-Händlern. Dabei schrieb einer der Benutzer folgendes:

"ich musste auch 40 kilometer Fahren eine Strecke, hat sich aber gelohnt. und wie ich geschrieben habe: meistens kulante, unbürokratische Lösungen.

Beispiel: Ein Händler lässt vor den Augen des Kunden ein Notebook auf den Boden
Fallen und sagt da: "So jetzt ist es ein Fall für die Händler Versicherung und Sie mein Freund bekommen ein Nagelneues."

Das ist unbürokratisch und Kulant 😉"

Na super! Versicherungsbetrug beim Händler! Das ist mal kundenfreundlich *kopfschüttel*.

Kulanz bei Amazon.de – trauriges Bild bei der Spedition

Oha, da durfte ich aber letzte Woche schwitzen. Aber mal von Anfang an… Am 24. Oktober habe ich einen LCD Fernseher bei Amazon.de bestellt (war halt günstig da ;-)) und – wie bei Amazon üblich – kam am nächsten Tag schon die Versandbestätigung, daß man die Ware an das zuständige Speditionsunternehmen rausgegeben hat. Die Spedition werde sich dann in den nächsten Tagen bei mir melden, was sie auch am Anfang der darauffolgenden Woche tat.
Man teilte mir dann von Seiten der Spedition Drude mit, dass ich meine Lieferung am Mittwoch den 31. Oktober vormittags erhalten werde. Nun gut, also noch etwas warten, ist aber auch kein grossartiges Problem. Naja, ich hab gewartet und was kam an diesem Tag natürlich nicht – genau, der Fernseher. Die Spedition Drude meinte wohl auch nicht, dass es notwendig sei, mich darüber zu informieren, also hing ich in der Luft. Abends (ca. 16.30 Uhr) habe ich dann versucht, jemanden bei der Spedition zu erreichen – Fehlanzeige. Entweder besetzt oder Freizeichen, ohne dass sich jemand meldet.
Am nächsten Tag habe ich dann jemanden morgens erreichen können. Die Dame am Telefon sagte mir dann, dass sie das nicht verstehen könne, dass ich die Lieferung noch nicht bekommen hätte und in ihrem Computersystem die Ware als ausgeliefert markiert sei. Sie versicherte mir jedenfalls, dass ich „auf jeden Fall“ die Ware am Freitag „Vormittag“ erhalten werde.
Ihr könnt euch ja denken, was los war… Ich war da, die Ware nicht… Am Nachmittag hab ich dann fast 2 Stunden lang alle möglichen Telefonnummern hoch und runter angerufen, um jemanden ans Telefon zu bekommen. Als es dann geklappt hatte, erzählt man mir, dass die Ware laut Computer ausgeliefert worden sei. Nach ein paarmal hin- und herverbinden wurde dann festgestellt, dass die Ware noch im Lager rumliegt. Da ich mir langsam veralbert vorgekommen bin, wurde nach ein paar lauten Worten meinerseits dann eine Sonderlieferung organisiert, die auch abends bei mir noch ankam.
Was für ein Stress – da darf man als Kunde hinter seiner Bestellung einen kompletten Tag hinterhertelefonieren. Hätte ich das nicht gemacht, würde der Fernseher immernoch bei der Spedition Drude im Lager liegen. Immerhin waren die Leute, die diese Sonderfuhre übernommen haben ganz nett (die konnten ja auch nichts dafür, denn der Fehler wurde letztendlich vom ersten Fahrer gemacht) und man erfuhr so einiges, was da in letzter Zeit so schiefgelaufen ist – jedenfalls hatte ich danach den Eindruck, dass bei der Firma auch noch die verlorene „Bundeslade“ aus „Indiana Jones – Jäger des verlorenen Schatzes“ irgendwo im Lager rumsteht.
Amazon hat daraufhin vor mir noch eine saftige Beschwerdemail bekommen und war immerhin dann noch bereits, die Hälfte der Versandkosten zu übernehmen. Das wiegt zwar nicht den Stress und Ärger mit der Speditionsfirma auf, ist aber auf jeden Fall eine nette Geste und bestätigt auch den guten Eindruck, den Amazon bei mir schon seit Jahren hinterlassen hat.