Child of Eden = REZ 2 – abstraktes Spiel bekommt Nachfolger

Kann sich noch jemand an REZ erinnern? REZ ist ein relativ abstraktes Spiel, bei dem man sich in jedem Level Stück für Stück auf den Endgegner zubewegt und dabei Gegner bekämpft. Je näher man dabei dem Endgegner kommt, desto detaillierter wird sowohl die Grafik als auch die Musik.  Das Spiel selbst gab es auf der Sega Dreamcast, der Sony Playstation 2 und der Microsoft XboX 360. Die erste Version wurde 2001 für die Sega Dreamcast veröffentlicht.

Da man das alles irgendwie recht schwer beschreiben kann, hier ein Video der Dreamcast Version:

REZ auf der Sega Dreamcast

Durch Zufall habe ich vor kurzem mitbekommen, dass der verantwortliche Game Designer Tetsuya Mizuguchi gerade an einem neuen Spiel arbeitet, das ähnlich wie REZ aufgebaut ist und ein würdiger Nachfolger von REZ zu sein scheint. Auf der E3 gab es jedenfalls einen ersten Trailer zum Spiel zu sehen:

Child of Eden (E3 Trailer)

Ich glaube, ich muss mir doch noch eine XboX 360 oder eine Playstation 3 holen… Zumindest wird es mal wieder Zeit, die Dreamcast mal wieder aus dem Schrank zu holen und eine Runde REZ zu spielen.

Professor Kliq

[cover] Professor Kliq - Community ServiceJetzt bin ich schon zweimal über Professor Kliq beim Chaosradio Podcast gestolpert und habe jedesmal wieder den Namen des Künstlers vergessen, dessen Musik ich mir mal herunterladen wollte. Glücklicherweise ist im aktuellen Chaosradio Podcast zum Thema “Tempest” mal wieder ein Musikstück von ihm drin gewesen, sodass ich jetzt endlich mal dazu gekommen bin, sein Album “Community Service” bei Jamendo herunterzuladen. Das Album dürfte nicht Jedermanns Sache sein, da es vorwiegend Musikstücke aus dem Bereich Electro, Experimental und Bigbeat beinhaltet, trifft aber irgendwie meinen Geschmack.
Ich finde es jedenfalls klasse und kann nur jedem raten, der diese Art von Musik mag, sich auch mal das Album von Professor Kliq anzuhören. Es lohnt sich und da das Album auch unter Creative Commons Lizenz steht ist das Herunterladen auch vollkommen legal :-).

Midi-Synthese unter Windows Vista und die ScummVM

Endlich bin ich mal dazu gekommen, mein schon vor Wochen versprochenen Artikel zur Midi-Synthese unter Windows Vista zu schreiben. Ich hoffe, er hilft euch, in Zukunft eine bessere Midi-Synthese zu erhalten, speziell bei der ScummVM ist das sehr sinnvoll, da z.B. LucasArts damals schon auf Midi gesetzt hat (ich habe z.B. mal mein Keyboard an der PC angeschlossen und darüber die Musik der Scumm Spiele ausgeben lassen).
Kleiner Tipp: Bevor ihr diese Anleitung befolgt, hört euch nochmal eine Midi Datei an – das macht es leichter später den Unterschied zu hören.

Aber halt… Worum geht es denn eigentlich? Als ich auf mein Windows Vista System umgestiegen bin, ist mir relativ schnell aufgefallen, dass man keine Möglichkeit mehr hat, die Midi-Ausgabe für Midi-Dateien zu bestimmen. Die meisten Vista-Nutzer werden jetzt mit dem Kopf schütteln und sich fragen, was man denn heute noch mit Midi-Ausgabe machen will, aber das ist ganz einfach zu erklären:

  1. Wenn man ein Midi-Gerät an den PC angeschlossen hat, kann man Midi-Dateien über dieses Gerät ausgeben lassen.
  2. Man kann die Vista-eigene Midi-Synthese ersetzen und einen besseren Soundfont verwenden, um eine bessere Soundqualität zu erreichen.

In meinem speziellen Fall wollte ich die Soundausgabe der ScummVM verbessern und einen besseren Soundfont verwenden. Ich habe dabei nacheinander folgende Schritte durchgeführt:

  1. Downloaden der neusten Timidity++ von http://sourceforge.jp/projects/twsynth/. Achtung: ich habe zuerst den Fehler gemacht und eine Version von Sourceforge.net geladen, die Adresse mit dem ".jp" – also Japan – ist schon korrekt.
  2. Download des Airfont 340 Soundfonts von http://soundfonts.homemusician.net/collections_soundfonts/airfont_340.html
  3. Zum Schluss braucht man noch das Tool SfArk, um den Soundfont zu entpacken. Das bekommt man hier: http://melodymachine.com/sfark.htm

So, nachdem nun alle benötigten Dateien gedownloaded worden sind, wird zuerst Timidity++ installiert.
Als nächstes muss der heruntergeladene Soundfont A340 entpackt werden. Installiert dazu SfArk und ladet den Soundfont. Anschliessend den Soundfont einfach in das Verzeichnis "musix" in eurer Timidity++ Installation entpacken (bei mir also "c:\Program Files\Timidity++\musix).
Um den Soundfont dann auch in Timidity++ zu aktivieren, müsst ihr das Tool "setwindrv.exe" im "bin" Verzeichnis eurer Timidity++ Installation aktivieren. Hier einfach alle Soundfonts aus der "soundfonts & includes" Liste entfernen und unseren neuen Soundfont "a340.sf2" hinzufügen.

Alles was jetzt noch fehlt ist die Konfiguration für die Midi-Ausgabe. Unter Windows XP geht das ganz einfach mit dem Midi-Mapper, aber leider war Microsoft der Meinung, dass man das entsprechende Setuptool aus der Systemsteuerung entfernen sollte. Ist aber kein Problem, da man hier ein Alternativtool downloaden kann.
Zur Installation muss das Tool nach "c:\windows\system32" kopiert werden. Danach das Setuptool in der Systemsteuerung auswählen und als Midi-Ausgabegerät "Timidity++" auswählen. Sicherheitshalber könnt ihr euer System nochmal neu booten, das ist aber nicht unbedingt notwendig. Übrigens wäre jetzt ein guter Zeitpunkt um sich nochmal die Midi-Datei vom Anfang anzuhören, da man jetzt prima den Unterschied hört :-).

Das war es auch schon. Wenn ihr jetzt mal ein ScummVM Spiel startet, wird die Musik in den Spielen wesentlich besser klingen.

Wieder zwei neue CDs bei Sellaband

Nach Nemesea, Solidtube, Vegas Dragons und Francis Rodino haben es jetzt wieder zwei Künstler geschafft ihre CDs fertigzustellen und auch bei diesen beiden Künstlern war ich wieder „Believer“. Diesmal sind es Bulletproof Messenger und Angie Arsenault. So langsam trudeln also alle CDs ein, bei denen ich – teilweise vor weit über einem Jahr Believer – geworden bin. Auch hier bin ich von der Qualität der Alben und der Musik absolut nicht enttäuscht worden, sodass sich der Kauf gelohnt hat. Hier eine kurze Beschreibung zu den Künstlern, eine Playlist, über die ihr euch selbst ein Bild machen könnt, findet ihr am Ende des Artikels. Übrigens gibt es bei den Bands, die ihr über den Albentitel oder die Playlist erreichen könnt, auch kostenlose MP3s, also nix wie hin ;-)!

Bulletproof Messenger: Bulletproof Messenger ist eine Rockband aus den USA. Ihr neues Album bei Sellaband heisst „Arm Yourself“ und wie man es bei diesem Genre schon vermute konnte ist die Musik des Albums auch entsprechend rockig geworden. Schade nur, dass das Lied „Wake up call“ nicht mit auf der CD ist aber anfangs als Promotion für die Sellaband Believer verwendet wurde. Egal, ist trotzdem ein gutes Album geworden.

BPM-Cover

 

Angie Arsenault: Angie Arsenault ist eine Künstlerin aus Kanada, die die Musikgenres Alternative Pop und Rock vertritt. Ihr neues Album „Once Upon A Dream“ ist, obwohl man durch den Rockeinfluss anderes vermuten könnte, recht ruhig geworden und so finden sich hauptsächlich langsame Lieder auf dem Album. Also genau das Richtige, um sich etwas zu entspannen.

AngieArsenault-Cover

Microsofts "Lied-Schmied" Songsmith

Microsoft und Musik… hmm… mal überlegen, eigentlich ist mir bis dato da nie was zu eingefallen oder gab es da mal eine Musiksoftware von Microsoft – nee, nicht dass ich wüsste. Entstanden ist das Projekt Songsmith durch das Microsoft Research Team und wurde erst vor kurzem herausgegeben. Nun, was ist Songsmith eigentlich? Songsmith generiert nach der Aufnahme des Gesangs ein Musikstück, das zu dem aufgenommenen Gesang passt. Der Anwender der Software kann dabei das Tempo, einen Musiktyp wie z.B. Pop, R&B, Rock, Hip-Hop, etc. und eine Stimmung wie z.B. traurig, jazzig, etc. vorgeben. Hört sich schonmal interessant an, ist es auch. Beworben wird das Programm durch Microsoft mit einem einfach gestrickten Werbevideo, das ich euch hier nicht vorenthalten möchte:

Nachdem die erste Testversion verfügbar war kam eigentlich, was kommen musste: Das Programm und seine Tester bekamen eine Eigendynamik und laden mittlerweile alle paar Minuten ein Video mit einem "Songsmith-Remix" eines bekannten Klassikers auf Youtube hoch. Um das zu bewerkstelligen extrahiert man aus dem Original einfach die Gesangsstimme, gibt sie an Songsmith weiter und lässt den Rest dann das Programm machen. Hier mal ein Beispiel:

Ein interessantes Projekt von Microsoft und für eine erste kommerzielle Version gar nicht mal schlecht. Bin mal gespannt wie und ob die Produktreihe weitergeführt wird.