QR Codes im Blog und in freier Wildbahn

Schon seit langem kenne ich die QR Codes (Artikel beim ORF), die einen einfachen 2D Barcode darstellen und z.B. Links, Visitenkarten und Texte beinhalten können. In den asiatischen Ländern werden sie immer mehr verwendet, um z.B. über Werbeplakate, auf denen solche QR Codes aufgedruckt werden, direkt auf die passende Seite im Internet zu gelangen. Dazu hat man auf seinem Mobiltelefon eine kleine Applikation laufen (bei neueren Mobiltelefonen wird sie manchmal schon mitgeliefert), die über die über die Kamera einen solchen Code lesen und interpretieren kann. In Japan werden diese Barcodes oftmals sogar auf Visitenkarten aufgedruckt, sodass derjenige, der die Visitenkarte bekommt gleich die Visitenkartendaten in seinem Mobiltelefon speichern kann (eigentlich ganz sinnvoll, oder?). Leider gibt es das hierzulande bisher fast gar nicht, was wohl immernoch an den hohen Kosten von Onlineverbindungen mit dem Mobiltelefon liegt.

In letzter Zeit ist mir dabei aber auch aufgefallen, dass in vielen Blogs ein QR Code angezeigt wird. Diese QR Codes beinhalten dann meistens den Link zur Homepage des Blogs, bzw. direkt zu dem Beitrag den man gerade liest. Mir stellt sich dabei dann allerdings die Frage: Warum soll man das eigentlich in seinem Blog einfügen? Schliesslich ist man doch gerade auf der Seite auf der man den QR Code sieht oder ist das wieder nur für die ganzen „Internetausdrucker“, die einen Beitrag ausdrucken und nachher dann doch wieder darauf zugreifen wollen? Ich verstehe es jedenfalls nicht und wäre sehr froh, wenn mir mal jemand erklären würde, was das bei einem Blog bringt.

Hier übrigens der QR Code für mein Blog (erzeugt über den QR Code Generator von Nokia) – wer es mit seinem Mobiltelefon aufruft wird feststellen, dass ich auch eine mobile Ansicht zur Verfügung stelle.

qrcode-weblog.octoate.der

BBS: Rückfall in alte Zeiten

Keine Ahnung wie ich darauf gekommen bin, aber irgendwie kam es mir mal in den Sinn mal nach Mailboxen (engl. BBS) im Internet zu suchen und zu schauen, ob es die alten Netze wie z.B. das FidoNet noch gibt. Da es den ein oder anderen gibt, der Mailboxen nicht mehr kennengelernt hat, hier mal der Versuch einer kurzer Erklärung: Mailboxen waren meist private Rechner, die es erlaubt haben, dass andere Anwender sich mit einem Modem auf dem Computer eingewählt haben. In den Mailboxen konnte man dann chatten, Messageboards lesen, Dateien up- und downloaden, Spiele spielen oder auch, wenn die Mailbox an ein grösseres Netzwerk wie das FidoNet angeschlossen war, Mails an andere Benutzer in anderen Mailboxen bzw. sogar weltweit verschicken. Der Nachrichtenaustausch wurde meist nur wenige Male tagsüber zwischen den Mailboxen durchgeführt, um die Telefonkosten gering zu halten, dennoch konnte man innerhalb eines Tages eine Mail z.B. in die USA verschicken.
Es gab also noch was vor dem Internet… Durch das Internet sind Mailboxen dann allerdings in Vergessenheit geraten, es gibt sie aber immernoch – wenn auch nicht mehr in so grossen Zahlen, wie Anfang der 90er.
Bei meiner Suche war ich etwas ueberrascht, dass man eigentlich kaum eine vernünftige deutsche Seite findet, die sich mit dem Thema Mailboxen auseinandersetzt. Selbst die Beschreibung in Wikipedia ist ziemlich spärlich. Als Neueinsteiger und Interessierter hätte man jedenfalls Probleme sich etwas mit der Materie auseinanderzusetzen, aber das Problem hat man ja bei allen alten Systemen.
Interessant fand ich aber, dass es immernoch Mailboxsysteme gibt, die aktiv weiterentwickelt werden. Zu so einem BBS System gehört z.B. das Synchronet BBS System. Bei diesem System findet eine tägliche Weiterentwickelung statt, wie man in den Entwicklerlog sehen kann. Die Ausrichtung von BBS Systemen hat sich auch hier geändert, denn man bietet heutzutage immer mehr ein Internetinterface an, beim Synchronet BBS System hat man sogar ausschliesslich auf die Anbindung ans Internet wert gelegt und erst durch ein Zusatzprogramm die Möglichkeit geschaffen auch Einwahlknoten für Modems anzubieten. Die Kommunikation mit solchen Mailboxen funktioniert dann über das Telnet Protokoll, wobei die Synchronet BBS zusätzlich noch Gateways zu NNTP, HTTP, IRC; SMTP, POP3, etc. bietet. Über ein Java Applet könnt ihr euch ja mal ein aktuelles Mailboxsystem, nämlich die Mailbox „Vertrauen“ des Entwicklers des Synchronet BBS, anschauen.
Eine weitere spannende Sache zum Thema Mailboxen habe ich hier gefunden. Hier hat Leif Bloomquist seinen alten C64 wieder aus der Versenkung herausgeholt, das alte Mailboxsystem gestartet und über eine RS232-Telnet Software, den C64 an das Internet gehängt. Ist schon spassig mal wieder auf so einer alten Kiste zu arbeiten.

Das FidoNet war zu Mailboxzeiten auch ein grosses Thema. Im Prinzip handelte es sich hierbei um ein weltumspannendes Mailboxnetzwerk durch das man miteinander kommunizieren (Mail, Messageboards) konnte. Auch heute noch gibt es ungefähr 7000 Rechner, die an diesem Netzwerk teilnehmen. Leider ist die Teilnahme an dem Netz früher schon nicht ganz einfach gewesen und man wurde schon bei der Installation ziemlich erschlagen. Mittlerweile wurde das FidoNet aber auch ins Internet gebracht (siehe bspw. die oben genannte Mailbox „Vertrauen“) und auch die Teilnahme über ein eigenes Programm gestaltet sich dank dem Fido Deluxe Paket mittlerweile ganz einfach. Installieren, ein paar Daten angeben, Echos (im Prinzip eine Art Forum) abonnieren und schon kanns losgehen.

Durch die Telefonflatrates, die es ja mittlerweile gibt, wäre so ein Thema eigentlich immernoch interessant, auch wenn natürlich die Bedienoberfläche, die bei Mailboxen meist textbasiert war, heute wohl nicht mehr Stand der Dinge ist. Jedenfalls ist das Thema eine kleine Zeitreise wert und es wäre schade, wenn die Systeme komplett aussterben würden. Selbst alte Mailboxen könnte man heutzutage dank Emulatoren und virtuellen Maschinen wieder einfach in Betrieb nehmen und vielleicht kann man damit ja auch dem allgemeinen Überwachungswahn ein Schnippchen schlagen, indem man ein eigenes kleines, eigenes Netz aufbaut :-).

Spam Welle unterwegs!?

Seit einigen Stunden trudeln in meinem GMX Postfach Fehlermeldungen von Mailservern ohne Ende ein. Da scheint sich wohl ein Spammer den Spass zu machen und überall meine Emailadresse als Absender einzutragen. Interessant ist aber, dass nie mein richtiger Name, sondern nur die Emailadresse eingetragen ist. Ich heisse z.B. mal „Gerardo Zavala“, „Taylor Sloan“, „Emanuel Cordero“ oder „Vern Rosas“. Auch der Mailclient stimmt nicht, hier wird meistens „The Bat!“ angegeben, das ich gar nicht verwende. In den Mails werden immer irgendwelche PC Programme angeboten.
Mich persönlich würde das eigentlich gar nicht erst interessieren, aber ich kann die Fehlermeldungen nicht in meiner Spam Software hinzufügen, da das dazu führen könnte, dass bei Fehlermeldungen (z.B. falsch eingegebene Mail Adresse) die Antwortmail direkt als Spam markiert wird und ich den Fehler dann erst gar nicht zu Gesicht bekomme.
Da hilft wohl derzeitig nur den Finger auf dem Löschbutton zu haben, die Mails dann entsprechend zu löschen und hoffen, dass bald eine andere Emailadresse, unter deren Name der Spam verschickt wird, dran ist.

Ein Jahr Fonero, ein Fazit

Tja, jetzt bin ich ein Jahr Mitglied bei der „weltweit größten WLAN Community“ (FON). Zeit mal eine erste Bilanz dieses Jahres zu ziehen und zu schauen, ob sich das wirklich alles so gelohnt hat.

Vor einem Jahr war es also so weit, mein La Fonera trudelte für 5 EUR bei mir ein und damit war ich also ein Mitglied bei FON. Die Einstellungen waren schnell eingegeben, die Installation war unkompliziert, liess aber auch einige Wünsche im Bereich Einstellungen offen, die von FON aber nach und nach hinzugefügt worden sind. In Sachen Benutzerführung gabs also eigentlich keinerlei Überraschungen, alles läuft soweit.
Ich habe mich am Streik gegen FON beteiligt, da Fon einen Zugang ohne Authentifizierung ermöglicht hat. Mittlerweile hat man bei FON da ja wieder zurückgerudert und will in Zukunft diese Möglichkeit nur noch über ein SMS Authentifizierung ermöglichen – damit bin ich zufrieden, also ist mein Router wieder aus dem Stausee neben dem Fon Hauptquartier wieder an seinen ursprünglichen Standort gewandert.
Tja, was gibts sonst noch zu berichten? Eigentlich nicht viel, ausser, dass mein neues Handy – ein Nokia E61i – nicht mit dem FON Router zusammenarbeitet, was an der Energiesparfunktion des E61 liegt. Stellt man diese im Handy ab, so funktioniert alles einwandfrei, allerdings ist der Akku auch dementsprechend schnell leer.
Die interessanteste Frage ist aber: Wie viele Benutzer haben in dieser Zeit den FON Zugang verwendet? Hier kann ich voller Stolz sagen: Kein einziger! Vielleicht ist meine Wohnlage falsch (ich wohne direkt in einem Wohngebiet), an der Reichweite kann es jedenfalls nicht liegen, da ich die gesamt Nachbarschaft „bestrahle“.

Also was ist mein Fazit…? Ich habe einen günstigen WLAN Router bekommen, den ich damals auch brauchte. Kein fremder Benutzer hat jemals meinen Zugang verwendet. Es läuft nicht meine gesamte Hardware mit dem WLAN Router. Ich bewege mich in einer rechtlichen Grauzone (Was passiert, wenn jemand Straftaten über den Zugang meines Routers begeht?) und habe sogar schonmal gegen Fon „gestreikt“. Insgesamt bin ich weder zufrieden, noch unzufrieden und werde mal schauen, wie es in Zukunft weitergehen wird. Bisher gibts jedenfalls noch keinen Grund – ausser vielleicht dem Stromverbrauch 😉 – den FON Router wieder abzuschalten.

Hurra, Anne Behnert hat sich gemeldet

Was bin ich doch froh, nach etlichen Jahren hat sie sich wieder gemeldet, die gute Anne Behnert – eine ehemalige Klassenkameradin – und das gleich mit mehreren Email innerhalb von ein paar Minuten. Hier ist die liebe Mail von ihr:

Haben Sie mich erkannt? Ich bin’s Anne Behnert.
Ich denke mir so, wir hätten mit dir in einer Schule gelernt.
Es ist halt viel Zeit vorbei und so kannst du dich an mich wohl nicht mehr erinnern.
Und ich kann es immer noch nicht vergessen, wir waren ja beste Freunde.
Erinnerst du dich an jene Spaziergänge nach der Schule? Dies war echt cool, gell?
Es war aber alles nach dem Umzug meiner Eltern zu Ende.
Wir sind in eine andere Stadt gezogen.
Ich musste euch alle von der Schule verlassen und ich fühlte mich so einsam damals, blieb völlig allein und das Gefühl der Einsamkeit deprimierte mich riesig.
Dann habe ich ja neue Kontakte aufgebaut und nun gibt es wieder Freunde, ist längst schon aber eine ganz andere Geschichte!
Und doch erinnere ich mich fast an niemanden von der Schule, also nur an dich.
Ich möchte, dass wir uns weiterhin ständig kommunizieren könnten.
Willst du mal eigentlich sehen, wie ich jetzt aussehe?
Dann bitte sehr meine Homepage besuchen: <Link zur Homepage>

Hmm, moment mal. Soweit ich mich erinnern kann, gabs in meiner
gesamten Schulzeit keine Anne Behnert, die ich kennen würde. Egal, mal auf der Homepage vorbeischauen, vielleicht kennt man sie doch oder man kann Bescheid sagen, dass man nicht weiss, wovon sie spricht.
Doch was findet man da:

Ein Bild

annebehnert

und einen Link zu einer .EXE Datei „foto_behnert.exe“. Wie erwartet handelt es sich bei der Datei um einen Virus. In Avira wird dieser DR.Delphi/Gen genannt, eine genauere Beschreibung gibts dazu nicht. Die Domain, auf der der Virus steht, gehört zumindest einem gewissen Juan Peneron, San Carlos, Paraguay und der hat mit Anne bestimmt nix zu tun ;-).

Also Leute: Finger weg, die Anne ist – wie viele andere Mails
auch – ein Fake und bringt euch nix als Ärger ein.