Microsofts "Lied-Schmied" Songsmith

Microsoft und Musik… hmm… mal überlegen, eigentlich ist mir bis dato da nie was zu eingefallen oder gab es da mal eine Musiksoftware von Microsoft – nee, nicht dass ich wüsste. Entstanden ist das Projekt Songsmith durch das Microsoft Research Team und wurde erst vor kurzem herausgegeben. Nun, was ist Songsmith eigentlich? Songsmith generiert nach der Aufnahme des Gesangs ein Musikstück, das zu dem aufgenommenen Gesang passt. Der Anwender der Software kann dabei das Tempo, einen Musiktyp wie z.B. Pop, R&B, Rock, Hip-Hop, etc. und eine Stimmung wie z.B. traurig, jazzig, etc. vorgeben. Hört sich schonmal interessant an, ist es auch. Beworben wird das Programm durch Microsoft mit einem einfach gestrickten Werbevideo, das ich euch hier nicht vorenthalten möchte:

Nachdem die erste Testversion verfügbar war kam eigentlich, was kommen musste: Das Programm und seine Tester bekamen eine Eigendynamik und laden mittlerweile alle paar Minuten ein Video mit einem "Songsmith-Remix" eines bekannten Klassikers auf Youtube hoch. Um das zu bewerkstelligen extrahiert man aus dem Original einfach die Gesangsstimme, gibt sie an Songsmith weiter und lässt den Rest dann das Programm machen. Hier mal ein Beispiel:

Ein interessantes Projekt von Microsoft und für eine erste kommerzielle Version gar nicht mal schlecht. Bin mal gespannt wie und ob die Produktreihe weitergeführt wird.

Altes Zeug in München / Schneider Computer lebt

Da fährt man durch München durch und sieht aus den Augenwinkeln ein Schild, dass es eigentlich gar nicht mehr geben dürfte, da es die dazugehörige Firma seit 2002 faktisch nicht mehr gibt (Insolvenz). Nachdem wir dann gewendet haben, konnte ich doch noch ein Beweisfoto machen:

schneider-computer

Dummy Datengenerator

Ab und an benötigt man während einer Entwicklungsphase eine Menge Testdaten für eigene Programme und richtige Daten möchte man dann nicht unbedingt eingeben. Macht ja auch keinen Sinn die selbstgeschriebene Software, die evtl. noch eine Menge Fehler aufweist, mit richtigen Daten zu füttern, vom Datenschutz ganz zu schweigen.
Für sowas gibt es aber glücklicherweise einen Datengenerator unter http://www.generatedata.com, der Dummy Kundendaten generiert. Zur Verwendung wird ein JavaScript-fähiger Browser benötigt und schon kann man sich tausende von Datensätzen in den Formaten HTML, Excel, XML, CSV und SQL erstellen lassen. Bei den Datensätzen kann man sich komplette Adressen mit Telefonnummern und Emailadressen generieren lassen.

Der King lebt – Elvis Presley in Amsterdam gesichtet

Wer hätte das gedacht – er lebt doch. Ok, natürlich nicht wirklich, aber dennoch ist Elvis Presley auf einem Leseterminal am Amsterdamer Flughafen aufgetaucht. Verantwortlich dafür ist ein Hack des Jeroen van Beek (vonJeek), der damit eindrucksvoll zeigt, dass der derzeitige ePass alles andere als sicher ist. Für diesen Hack benötigte er lediglich JCOP 41 72K SmartCard, die ca. 20 EUR kostet, und frei verfügbare Software. Um seinen Hack zu dokumentieren hat van Beek eine ausführlich Anleitung inkl. Links zu der benötigten Software auf der Seite The Hacker’s Choice zur Verfügung gestellt.
Und hier ist das Beweisvideo:

Es ist wirklich schade, dass man für diese riesige Sicherheitslücke in unseren Pässen mittlerweile noch mehr bezahlen muss.

„Elvis has left the building!“

Daten übertragen ist "in"

Da hat man in den letzten Wochen / Monaten viel über Datenschutz gehört… Gerade wurde Googles Chrome auseinandergenommen, weil er eine eindeutige ID anlegt und Webseiten, die man aufruft, an Google weiterübermittelt, die Vorratsdatenspeicherung und die Verfassungsklage stehen auch noch aus, bzw. werden gerade durchgeführt, Datenlecks bei großen Konzernen haben dafür gesorgt, dass Kundendaten samt Kontonummer in Umlauf gekommen sind… Eigentlich alles Banalitäten, die endlich die „Ich habe doch nichts zu verbergen“-Bevölkerung Deutschlands erreicht, vielleicht führt das auch mal dazu, dass man bei Bedenken gegenüber Datensammlern wie Wer-kennt-Wen oder StudiVZ nicht mehr belächelt wird.

Naja, worüber ich eigentlich schreiben wollte: Ich habe heute die Meldung vom Apple-Updater bekommen, dass es eine neue Version von iTunes und Quicktime gibt und diese dann auch mal wieder installiert (diesmal war nichtmal ein Neustart notwendig). Nach dem Start von iTunes wurde mir auch gleich eine neue Option, die „Genius“-Wiedergabeliste angeboten. Die Genius-Wiedergabeliste soll so funktionieren, dass Musiktitel in einer Wiedergabeliste stilistisch besser zusammenpassen. Um dieses Feature zu aktivieren, muss man aber zustimmen, dass Daten an Apple gesendet werden, ein Klick auf „Weitere Infos“ verrät dann folgendes:

Zu den an Apple gesendeten Informationen gehören Details zu den Medien in Ihrer iTunes Mediathek wie Titelnamen, Zähler und Bewertungen. Diese Informationen werden unter einer anonymen Genius-ID gespeichert und sind nicht mit Ihrem iTunes Account verknüpft. Wenn Sie den iTunes Store oder die Genius-Seitenleiste nutzen, verwendet Apple zudem Ihre Einkaufsstatistik, um die besten Empfehlungen machen zu können.

Die Funktionalität fand ich eigentlich richtig spannend, allerdings hatte ich bereits unter Linux eine Software (sorry, Name vergessen :-(), die mir Playlisten nach Musikstil erstellt und das ohne irgendwelche Daten an irgendjemanden zu schicken, also nur durch Analyse der Musikdateien. So wird das wohl bei mir deaktiviert bleiben. Irgendwie will mittlerweile jede Firma möglichst viele Daten über ihre Kunden sammeln was mir höchst unsympathisch ist :-(.